Die 30 Dax-Unternehmen haben 2007 so viel verdient, wie nie zuvor. Experten rechnen in diesem Jahr mit einem kräftigen Dämpfer.
Die 30 Dax-Konzerne haben im vorigen Jahr 100 Milliarden Euro verdient - so viel wie nie zur. Die Unternehmen steigerten ihre Gewinne vor Steuern um 17,5 Prozent. Angesichts der Finanzkrise erwarten Fachleute jedoch, dass die Konzerne 2008 Mühe haben werden, ebenso gut abzuschneiden.
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Einer von sehr, sehr vielen: Die Autos von VW sind so beliebt, wie lange nicht mehr. (© Foto: dpa)
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Das beste Ergebnis unter den Finanzkonzerne verbuchte der Münchner Allianz-Konzern: Der Banken- und Versicherungsriese verdiente 11,4 Milliarden Euro. Auf Rang zwei folgt die Deutsche Bank mit 8,7 Milliarden Euro. Der erfolgreichste Industriekonzern war Eon. Dieser erhöhte nicht nur die Strom- und Gaspreise, sondern auch seinen Gewinn; das Betriebergebnis stieg um 65 Prozent auf insgesamt 10,4 Milliarden Euro. Auf Rang zwei liegt Daimler mit 8,7 Milliarden Euro.
Nur ein Verlustbringer
Den größten Zuwachs beim Betriebsergebnis erzielte nach Berechnungen der Süddeutschen Zeitung hingegen Volkswagen. Der Autohersteller verdreifachte seinen Gewinn. Die Wolfsburger profitierten davon, dass sie ihre Fahrzeugproduktion in den zurückliegenden Jahren rationalisiert haben. Siemens konnte sein Betriebsergebnis um immerhin 81 Prozent steigern, Daimler um knapp 75 Prozent und MAN um 73,1 Prozent. Die deutsche Wirtschaft hat damit zum fünften Mal in Folge ihre Gewinne deutlich steigern können.
Nur zwei Konzerne verdienten im vorigen Jahr weniger als 2006: die Deutsche Telekom und die Münchener Rück. Von den Dax-Unternehmen erlitt nur eines einen Verlust: Infineon. Der Chip-Hersteller hat sein Minus im Vergleich zu 2006 sogar noch deutlich vergrößert.
Die großen deutschen Unternehmen haben dabei nur in geringem Umfang unter der Finanzkrise gelitten. Der Grund ist, dass die Dax-30-Unternehmen in der Mehrzahl Industrieunternehmen sind und keine Finanzkonzerne, die von den Turbulenzen bisher am stärksten betroffen waren. Marktexperten erwarten allerdings, dass sich die Rechenwerke der Banken und Finanzinstitute im laufenden Jahr verändern werden.
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Gysi und Lafontaine beim Linke-Parteitag
Ihr Beitrag wird, so vermute ich aus stattgehabten Gesprächen, keine Anhängerschaft bei Arbeitnehmern finden. Keiner vertraut mehr den Unternehmen; das ist inzwischen das Problem. SIE selbst hätten längst ein aufgeschlossenes Klima für Ihren Vorschlag schaffen können, indem Sie dann, wenn es etwas zu verteilen gab, fair verteilt hätten. Statt dessen wurde stets nur eingesammelt und nun beklagen Sie Besitzstandsdenken. Unfassbar, weltfremd und der Wirklichkeit entrückt.
Jeder Arbeitnehmer spürt intuitiv, dass Ihr Entlohnungsvorschlag nur bewirken wird: 1) weitere Lohnsenkung und 2) Verlustausgleiche durch die Belegschaften.
Ich vermute vielmehr, dass sich das Wahlvolk NUNMEHR anderweitig orientieren wird. Ihr Nimmersatts habt es schamlos jahrzehntewährend übertrieben und heute brechen die Fundamente dieses Landes. Ist doch eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen, oder?
Glaubt jemand, dass solche Steigerungen normal und langfristig machbar sind? Die Finanzkrise ist nur das erste Symptom, tatsächlich wurde der Gaul wohl in den letzten Jahren weltweit mit solch einer Vehemenz zu Schund geritten, dass eine massive und umfassende Korrektur nur zwangsläufig scheint.
Dies betrifft hauptsächlich den INDEX der DERZEITIGEN GESCHÄFTSLAGE. Der Index der GESCHÄFTSERWARTUNGEN befindet sich offenbar im langjährigen Vergleich auf dem Niveau VOR dem vielbeschworenen Aufschwung.
Dieses wirklich beeindruckende Ergebnis haben ganz alleine Manager erwirtschaftet. Und weil die Kapitalgesellschaften auch nur kaum merklich Steuern zu bezahlen haben, steht auch dieses Verdienst allein den Managern zu. Schließlich haben sie bewirkt, dass Banken und Industrie sich ihre eigenen Steuergesetze im Hause Hans Eichel (SPD) selbst schreiben durften.
An diesem schönen Ergebnis dürfen sich nun alle so richtig freuen. Diejenigen, die schon freigesetzt worden sind, sogar noch länger, weil den anderen die Zunge unter der anhaltenden Arbeitsverdichtung schon auf den Schuhspitzen hängt, und sie eh anderes im Sinn zu haben müssen, als zu feiern. Verluste, so haben wir es vom Enkel eines Deutsche Bank Gründers, Peer Sternbrück, gelernt, werden großzügig wie selbstverständlich von den nur noch wenigen steuerzahlenden Arbeitnehmern getragen.
Bei so schönen Erfolgen wollen wir die Stimmung nicht trüben von völlig antiquierten Bitten nach fairer Teilhabe einer seit 15 Jahren eh nicht mehr existenten Sozialen Marktwirtschaft. Die CDU hat das übrigens längst erkannt und bei der letzten Wahl schon die Initiative NEUE Soziale Marktwirtschaft wohlwollend gefördert.
OK, WIR wurden und werden seit 25 Jahren ausgeplündert. Jeder Ausplünderungsorgie durch Wirtschaft und Politik folgte die nächste. Die mit der Pendlerpauschale wird vermutlich sogar verfassungswidrig sein. Steinbrück tönt bereits, dass wenn die Arbeitnehmerausplünderung in diesem Falle für verfassungswidrig bewertet werde, es auf keinen Fall zu einer Arbeitnehmerentlastung kommen werde. NOTFALLS werde man es anderweitig kompensieren (Werbungskostenpauschbetrag???)
Strickte Lohnzuürckhaltung bleibt das dringendste Gebot der Stunde, damit es mit dem Auswechseln dieser Regierung klappt, weil das Volk die Rachen gestrichen voll hat!
Markus Lüpertz äußerte sich über Versicherungen so: es sind einfach Dreckspatzengeschäfte, nie sollte man sich mit denen einlassen. Nur wer je einen Versicherungsfall hatte, weiß, wie sich diese Leute aus der Verantwortung stehlen." Und dabei nur eines im Blick haben: den eigenen Profit. Kein Wunder, dass die Allianz mit unserer Angst und dem gleichzeitigen Sicherheitsbedürfnis am meisten Gewinne reallisiert.
Wenn wir heute ein Problem haben, dann sind es Großkonzerne, für die faktisch jeglicher Wettbewerb ausgehebelt wurde. Wettbewerb? Das ist nur für den (zuliefernden) Mittelstand und das Arbeitsheer immer mittelloser werdender Hartz4 Empfänger, das Rekrutierungsbecken für die Konzern-Globalisierungsgewinnler weltweit. Lt. Adam Smith, dem Urvater der Wirtschaftstheoretiker, zerstören Großkonzerne die Marktwirtschaft und den Wohlstand der Nationen. An diesem Raubrittertum ist nichts sozial, es zieht heute die Ausbeutungsschraube weit stärker an als zu Zeiten des Beginns der Industrialisierung.
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