Das Unternehmen räumt erstmals ein, auch den Inhalt von Festplatten kontrolliert zu haben - allerdings nur bei konkreten Verdachtsmomenten und um "die Bahn vor Schaden zu schützen".
In der Datenaffäre bei der Deutschen Bahn (DB) hat das Unternehmen erstmals eingeräumt, auch den Inhalt von Festplatten kontrolliert zu haben - allerdings nur bei konkreten Verdachtsmomenten gegen Mitarbeiter.
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Deutsche-Bahn-Zentrale am Potsdamer Platz in Berlin: Die Bahn räumt nun ein, (© Foto: dpa)
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Die Bahn reagiert damit auf einen Bericht des Spiegel, wonach das Unternehmen systematisch auch Festplatten nach bestimmten Schlagworten abgesucht haben soll. Dies wies der Konzern zurück.
"DB-Mitarbeiter wurden ausschließlich in solchen Fällen überprüft, bei denen der konkrete Verdacht der illegalen Weitergabe von internen Unternehmensinformationen bestand, um so die Bahn vor Schaden zu schützen", heißt es in einer Stellungnahme. Weder Journalisten noch Politiker oder deren Mitarbeiter seien gezielt ausgespäht worden.
Vor drei Wochen hatten Enthüllungen über die Kontrolle von E-Mails das Unternehmen erneut ins Zwielicht gerückt. Demnach hatte die Bahn über Jahre den E-Mail-Verkehr auf bestimmte Kontakte und Inhalte hin überprüft.
Bahnchef Hartmut Mehdorn war daraufhin zurückgetreten, hatte aber jede Verantwortung von sich gewiesen. Die Bahn hält daran fest. "Es gab niemals Anordnungen oder Aufforderungen von Vorständen, gegen Gesetze zu verstoßen." Die Ermittlungen im Datenskandal der Bahn sollen im Mai abgeschlossen sein.
(SZ vom 20.04.2009/gba)
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"ie Bahn reagiert damit auf einen Bericht des Spiegel, wonach das Unternehmen systematisch auch Festplatten nach bestimmten Schlagworten abgesucht haben soll. Dies wies der Konzern zurück.
"DB-Mitarbeiter wurden ausschließlich in solchen Fällen überprüft, bei denen der konkrete Verdacht der illegalen Weitergabe von internen Unternehmensinformationen bestand"
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Der Spiegel wirf der Bahn Screening, einen Datenabgleich/Durchsuchen von Gruppenlaufwerken, vor und die Bahn antwortet darauf, daß man einzelne Personen nur bei konkretem Verdacht überprüft habe. Klar - das Screening führt doch dazu Verdachtsmomente gegen Mitarbeiter zu finden (unter Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz). Die Bahn weist also nicht zurück, sondern bestätigt den Vorwurf sogar.
Hoffentlich ist niemand überrascht über diese Wendung der Dinge.
Daß die Bahn die Taktik des "zugeben, was nicht mehr zu leugnen ist" gewählt hat ist doch schon seit längerem deutlich.
Mal sehen, wie viele Scheibchen noch so ans Licht kommen.