Von Elisabeth Dostert

Wie alles begann - die Firmeninhaber und die Geschichte des Unternehmens XXXLutz.

Die Österreicher Richard, 57, und sein fünf Jahre jüngerer Bruder Andreas Seifert sind im Möbelhaus ihrer Mutter Gertrude, geborene Lutz, in Haag bei Wels aufgewachsen. Im gleichen Haus hatte der Vater Richard eine Anwaltskanzlei.

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Auch die beiden Söhne haben Jura studiert. Mit ihrem Eintritt in die Firma Anfang der siebziger Jahre begann die sprunghafte Expansion. Eine der ersten Filialen gründeten die Brüder in Wels, dem heutigen Sitz der Firma. Herzstück ist die XXXLutz GmbH, an der die Brüder über zwei Stiftungen paritätisch beteiligt sind.

Die deutschen Häuser wie Neubert oder Mann Mobilia agieren unter dem Dach der Würzburger LN-Möbelhandels GmbH, ein Tochterunternehmen der XXXLutz GmbH. Mehr Einblick in ihre Organisationsstruktur gewähren die Brüder nicht.

205 Läden in Deutschland

Soweit es den öffentlichen Auftritt ihrer Möbelhäuser und Discountmärkte betrifft, sind die beiden Brüder alles andere als bescheiden - wie schon der Firmenname zeigt, den sie im Jahr 2000 in Anlehnung an die in der Mode üblichen Größenangaben um die Buchstaben XXX erweiterten, eigentlich eine Übergröße.

Die Firmeninhaber zeigen sich zwar immer wieder mal in der Öffentlichkeit, lehnen aber Fotos ab. Verstöße werden so gut es geht juristisch geahndet. Mehr als die Hälfte der mittlerweile 205 Läden betreibt das Unternehmen in Deutschland, etwa gleich groß ist auch der Anteil an den Erlösen der Gruppe von derzeit 2,5 Milliarden Euro.

Das Gros stammt noch immer aus den konventionellen Einrichtungshäusern, die die Seiferts unter den Namen XXXLutz, Neubert, Mann Mobilia, Bierstorfer und künftig wohl auch Hiendl bedienen. Die Billigschiene läuft unter den Namen Möbelix, Möma und Domäne. Derzeit prüft die Gruppe eine Kooperation mit dem hessischen Discounter Poco. Insgesamt beschäftigt der Konzern knapp 18000 Mitarbeiter. Auch jede Führungskraft muss im Verkauf anfangen.

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(SZ vom 16.8.2007)