Zwei Premiumhersteller im Dilemma: Um Kosten zu sparen, könnten Daimler und BMW enger kooperieren. Doch die potentiellen Partner zieren sich gewaltig.
Entgegen anderslautender Berichte wollen Mercedes und BMW auch künftig die Chancen für tiefergehende Kooperationen ausloten. "Wir werden über dieses Thema aber erst dann sprechen, wenn es Entscheidungen gibt", sagte ein BMW-Sprecher der Süddeutschen Zeitung. "Zurzeit aber wird weiter verhandelt."
Wird es etwas mit der Kooperation zwischen Daimler und BMW? Die Verhandlungen gehen weiter. (© Foto: ddp, Reuters)
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Auch ein Daimler-Sprecher bestätigte am Wochenende anhaltende Gespräche mit dem Wettbewerber aus München.
Zuvor hatte der Spiegel berichtet, die Gespräche zwischen Mercedes und BMW über eine weiterreichende Zusammenarbeit seien gescheitert; es gebe keine neuen Themen und Termine mehr.
Kurzarbeit beendet
Beide Hersteller arbeiten bereits im Einkauf zusammen und beziehen gemeinsam Autoteile, die für die jeweilige Marke nicht relevant sind, zum Beispiel Gurte oder Teile der Klimaanlage. Seit langem aber wird darüber diskutiert, wie sich diese Partnerschaft ausdehnen lässt auf andere Komponenten bzw. ob man künftig auch in der Motorenentwicklung Ressourcen zusammenlegen kann.
Erst in der vergangenen Woche hatte BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson im SZ-Gespräch die Grenzen für die Zusammenarbeit mit anderen Herstellern aufgezeigt. Man könnte sich nur solche Kooperationen vorstellen, bei denen es um "nicht markenprägende Komponenten" gehe, sagte er, ohne Details zu nennen.
Unterdessen teilte BMW mit, nach monatelanger Kurzarbeit wieder in allen deutschen Werken die Bänder laufen zu lassen. Ende Januar werde auch die Kurzarbeit in Dingolfing beendet.
(SZ vom 18.01.2010/tob)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Im Artikel gibt es die Aussage bei "nicht markenprägende Komponenten" zusammenzuasbeiten: Dazu zählen nicht: Motor, Antrieb (=Getriebe und Hybridkomponenten), Fahrwerk, Instrumentenanzeigen, Navi, Lichter (vorne und hinten).
Kurz gesagt: bei allen wesentlichen Teilen bleibt jeder bei seinen eigenen Ideen.
Das ist aber auch das, was die Kunden wollen und wofür sie bezahlen...
Schließlich soll sich ja nich Hinz und Kunz ein Fahrzeug der "Premium-Marken" kaufen können. Wer Geld hat will, daß sein Nachbar das auch sofort am Auto erkennen kann.
Ohne mittel- und langfristige Kooperation dieser Unternehmen werden sie die anstehenden gigantischen Anforderungen in Forschung und Entwicklung ( z.B. neue Antriebstechnologie ) alleine nicht schultern können und laufen dadurch Gefahr, als eigenständige Unternehmen unter zu gehen.