Mit Milliardenverlusten für Daimler hatten alle Beobachter gerechnet. Doch das Minus von 2,6 Milliarden Euro für 2009 übertrifft die pessimistischsten Prognosen.
Kalte Dusche für die Aktionäre: Nach einem unerwartet hohen Milliardenverlust streicht Daimler erstmals nach 14 Jahren die Dividende. Auf eine Ausschüttung solle verzichtet werden, teilte das Management in Stuttgart mit. Die Streichung sei aber kein Signal für die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr, machte der Autohersteller deutlich.
Produktion der E-Klasse im Daimler-Werk Sindelfingen. Der Konzern schrieb 2009 tiefrote Zahlen. (© Foto: dpa)
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Im vergangenen Jahr schrieb Daimler unter dem Strich einen Verlust von 2,6 (Vorjahr: plus 1,4) Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von lediglich rund zwei Milliarden gerechnet. Die Streichung des Gewinnanteils für die Aktionäre kam für die meisten Beobachter daher überraschend.
Gewinn in Aussicht gestellt
Für 2010 stellte der Konzern, der im Pkw-Geschäft vor allem mit Audi und BMW konkurriert, zumindest einen operativen Gewinn (Ebit) von mehr als 2,3 Milliarden Euro im laufenden Geschäft in Aussicht. 2009 fuhr Daimler vor Steuern und Zinsen einen Verlust von 1,5 (plus 2,73) Milliarden Euro ein.
Allein 1,5 Milliarden Euro des für 2010 erwarteten Konzerngewinns soll die Personenwagensparte mit den Marken Mercedes-Benz, Smart, Maybach und AMG beisteuern. Ein Plus von 200 Millionen Euro erhofft sich der Konzern durch den Verkauf von Lastwagen. Die Personenwagensparte hatte im zweiten Halbjahr 2009 vor Zinsen und Steuern wieder Gewinne erzielt. Das Geschäft mit den Lastwagen blieb dagegen im ganzen Jahr 2009 auf operativer Ebene in den roten Zahlen.
"Wir haben das Unternehmen im Jahresverlauf 2009 deutlich effizienter gemacht", sagte Vorstandschef Dieter Zetsche, dessen Vertrag am Mittwochabend vom Aufsichtsrat um drei Jahre bis Ende 2013 verlängert worden war.
Umsatzsteigerung angekündigt
"Wir kommen mit einem hohen Drehmoment aus der Krise", sagte Zetsche. Der Umsatz, der 2009 um 20 Prozent auf 78,9 Milliarden Euro gesunken sei, werde 2010 wieder zulegen, versprach er. Bereits die Dividende für 2008 war angesichts der negativen Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf 60 Cent je Aktie von zuvor zwei Euro gekürzt worden.
Bei den Personenwagen erwartet der Konzern für 2010 eine weltweite Steigerung von drei bis vier Prozent. Bei den Nutzfahrzeugen wird in Nordamerika ein Anstieg der Nachfrage von zehn bis 15 Prozent erwartet. In Europa sieht der Konzern hingegen nur bei den Transportern eine Belebung. Der Hersteller von Personenwagen, Lastwagen, Transportern und Bussen will seine Verkäufe im laufenden Jahr aber in allen Bereichen steigern.
An den Aktienmärkten lösten die Zahlen Daimlers Entsetzen aus. Die Papiere des Autoherstellers brachen im frühen Handel um knapp acht Prozent auf 30,42 Euro ein. Das Ergebnis habe durch die Bank jede Schätzung verfehlt, sagte ein Händler an der Frankfurter Börse. "Autsch", lautete sein kurzes Fazit. Sowohl die fehlende Dividende als auch der Ausblick enttäusche. "Es gibt aber auch gar keinen positiven Aspekt", sagte der Broker. Die nächste charttechnische Unterstützung machte er bei 29,75 Euro aus.
Auch Analysten äußerten sich enttäuscht. "Die Streichung der Dividende ist eine große Überraschung", sagte Alexej Wunrau von der BHF-Bank. "Das sind sehr schwache Zahlen", ergänzte NordLB-Experte Frank Schwope. "Man fragt sich, was 2010 werden soll. Der Ausblick ist nicht befriedigend."
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(sueddeutsche.de/dpa/Reuters/dpa-AFX/pak)
Linke-Parteitag in Göttingen
Mercedes fahren möchte, ruf ich mir ein Taxi.
Ich wundere mich, dass die durchaus sehr guten, den Kern treffenden Kommentare überwiegend mit "rot" bewertet werden.
Hier gibt es anscheinend mehr Holfköpfe als bei den "Bankthemen" wo auch mindestens immer einer penetrant gegen den Trend stimmt.
B- und R-Klasse sind gerade vom Design her ein Offenbarungseid! Und das schimpft sich dann "Premium-Hersteller"!
ROFL
"man sieht anhand der zahlreichen "roten" Bewerrtungen, daß sich gerade in diesem Business relativ viele Dinosaurier-Gene erhalten haben."
Genau, und das überträgt sich auch auf Unternehmensbereiche und damit ist in erster Linie die Dino-Produktpalette gemeint! Bei Daimler, aber auch BMW oder Audi kann man es sich nicht eingestehen, dass die Konkurrenz aus Fernost oder Frankreich seit Jahren die besseren, verbrauchsärmeren und einfach funktionelleren Autos baut! Das sind zukunftsweisende Autos, der deutsche Auto-Michel denkt eben noch immer, dass sich die Welt um ihn alleine dreht! Daher bitte aufwachen!
Ansonsten gilt die alte Redewendung: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!
relativ viele Dinosaurier-Gene erhalten haben.
Aber wisset, Ihr ewig-gestrigen PS-Fetischisten:
Wer nicht mit der Zeit geht, der muss mit der Zeit gehen........
Und jetzt zitiere jetzt mal einen berüchtigten Klatsch-Kolumnisten aus der Münchener Gegend:
"Porsche? Ich brauche keinen Porsche, ich habe einen Penis." - Michael Graeter, Stern Nr. 48/2008 vom 20. November 2008, S. 216
Auf Daimler trifft das sinngemäss auch zu, aber da gehts mehr ums Vorfahrt- und Rechthaben
Egal. Zetsche ist toll und wir alle brauchen Autos die so groß sind, dass ein Mensch in den weniger begüterten Teilen der Welt sein Häuschen reinbauen könnte.....
Paging