Korruption und Reputation: Nach Siemens lernt nun auch Daimler, dass Moral bilanzierbar ist. Durch die Großunternehmen geht so etwas wie ein gut kalkulierter Ruck.
Das Fressen kommt schon deswegen vor der Moral, weil jeder weiß, was Fressen ist. Fressen in all seinen Erscheinungsformen ist greifbar und fassbar. Fressen ist alles, was schmeckt, befriedigt oder sonst dem Körper gut tut. Bei juristischen Personen heißt das Fressen Gewinn.
Es wächst die Erkenntnis, dass mit unsauberen Geschäften, jedenfalls auf lange Sicht, kein Geld gewonnen wird. (© Foto: dpa)
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Gewinn ist ein Synonym für das Wohlbehagen der Aktien- und Handelsgesellschaften. Im Gegensatz zur Moral steht der Gewinn auch in der Bilanz - an der wichtigsten Stelle. Die Moral aber sucht man als Bilanzierungsposten vergeblich. Das hat viele Unternehmen zu lange dazu verleitet, sich um Moral nicht zu kümmern, und zwar nicht einmal dann, wenn es um den harten Kern der Moral geht: um die Rechtstreue. Das rächt sich immer mehr.
Korruption war lange Zeit Geschäftsmodell von Großfirmen. Die per Schmiergeld erreichten Aufträge waren greifbar, der Gewinn auch. Schmieren galt den Firmen als Notwehr gegen die Konkurrenz, so wie Steuerhinterziehung vielen Begüterten als Notwehr gegen staatliche Geldverschwendung galt und gilt. Die Zeit für solche Art von Selbsthilfe geht zu Ende: Die Aufdeckungsgefahr ist sowohl bei Steuerhinterziehung als auch bei Korruption zu hoch geworden.
In jüngerer Zeit haben Weltfirmen wie VW und Siemens lernen müssen, dass die wirtschaftlichen Folgen der Unmoral sehr wohl greifbar sind. Und soeben lernt dies auch Daimler. Die Unmoral bei Daimler bestand wie bei Siemens in globaler Korruption.
Wäre Daimler keine Aktiengesellschaft, sondern eine natürliche Person, müsste der Herr Daimler jetzt ins Gefängnis; auch der Herr Siemens hätte schon hinter Gitter gemusst. Als juristische Personen können sich die Weltfirmen mit einem finanziellen Deal vor harten wirtschaftlichen Sanktionen retten.
Der Daimler-Konzern wird in den USA 185 Millionen Dollar Buße zahlen. Der Betrag erinnert an das Bußgeld, das Siemens in Deutschland hat berappen müssen: es waren 600 Millionen Euro.
Solche Summen klingen gewaltig, sind es aber nicht unbedingt. Von dem wirtschaftlichen Vorteil, den Großfirmen weltweit durch Mega-Korruption erzielt haben, wird auf diese Weise nur ein Löffelchen Rahm abgeschöpft. Schlimmer als die Geldbuße ist der Reputationsverlust. Reputation ist ein weicher Faktor, der harte wirtschaftliche Konsequenzen haben kann, wenn er verschwindet.
"Wer die Moral vernachlässigt, der schadet in letzter Konsequenz auch der Profitabilität." Diesen schönen Satz hat im Jahr 2003 einer geschrieben, der vier Jahre später die Richtigkeit seiner Aussage am eigenen Leib erfuhrt: der langjährige Siemens-Vorstandsvorsitzende und Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer.
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Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
An Acinonychinae:@, Soweit so gut,oder auch nicht. Ihr Brief stimmt soweit das es in der Tat genug Taetigkeiten der verschiedensten Geheimdienste Weltweit gib,fuer die Industriespionage eine kleine und Ertragsreiche Nebentaetigkeit ist. Was die Bestechung betrifft,es ist ein sehr schmieriges Geschaeft. Leider ist es so,dass in vielen Laender es ohne Schmieren nicht geht,dass hat dort Jahrhunderte lange Tradition. Schoen ist es nicht das simmt,nur kaum jemand der etwas verkaufen will,kann sich diesen Praktiken entziehen. Nun in Europa und in anderen Westlichen Laendern,sollten solche Praktiken der Vergangenheit angehoeren. Siehe die Affaehre MAN - LKW,wie ich damals schrieb,die Disponennten der Speditionen und die Einkaeufer der Staedte und Gemeinden,haben die Hebel der Einkaufsmacht in der Hand und wenn die nicht wollen geht nichts. Frage warum kommen diese Leute nicht vor dem Kadi,weil sie fast alle Parteibuecher haben und ihre Macht rigeros ausnutzen. Hier im Zusammenhang stellt sich die Frage,da muesste ja auch Boeing vor Gericht gestellt werden. Weil sie die Kalkulationsunterlagen von Airbus A-330 durch die US Administration bekommen haben und sie das nicht sofort zurueckwiesen. Nun Daimler ging ohne Not an die US Boerse,man wollte glaenzen und nun bekommen sie dafuer ihren Denkzettel. Nur wer sehr unbedarft und Naiv ist glaubt,dass es bei den anderen Firmen Weltweit sauberer zugeht.
Aha, und wie verkaufen die Amerikaner und Franzosen oder Chinesen ihre niederwertigen Produkte? Indem sie ihre Geheimdienste auf deutsche Pläne ansetzen oder schlichtweg geistiges Eigentum klauen. Give me a break. Die Deutschen sind nicht nur harmlos beim Marketing, ihnen stechen die eigenen Bürger und Zeitungsschreiberlinge auch noch das Messer in den Rücken. Die Verherrlichung anderer Staaten hat hierzulande ja Tradition.
Genau das mit dem Ersticken ist es doch, wofür man Prantl dankbar sein sollte. Der deutsche Wertemensch ist leider immer noch überzeugt, dass an seinem Wesen die Welt genesen muss. Wir ersticken an der eigenen Legende und der Großschnauze. Deutsche Wertarbeit verkauft sich schon lange nicht mehr von alleine. Die Beigaben werden immer bekannter und schliesslich haben die konkurrierenden US-Wertemenschen die Nase voll.
Gut, so belebt man das Konkurrenzgeschäft auch, aber jeden Tag wird unsere Geld- und Politikelite kleinlauter und kann die Mär von dem "bedauerlichen Einzelfall" nicht weiter geltend machen. Deutschlands Spitzenleistung sind langsam die schwarzen Schafe.
Natürlich ist das Forum nicht neutral. Fällt Ihnen nicht auf, dass Deutschland im Durchschnitt von Kommunisten regiert werden müsste, wenn das Forum der SZ repräsentativ wäre? Mit ihrer Zensur - die sie im Schönsprech als Moderation bezeichnet - unterstützt die SZ diese grundsätzliche Haltung. Nur die wenigsten können die Zeit erübrigen, vor 19.00 eine Meinung abzugeben - als freier Geist kann ich dies immerhin. Ansonsten ist das natürlich eine pure Begünstigung von Arbeitslosen. Inhaltlich fällt mir auf, dass der ohne weiteres linksextreme und staatsgläubige Prantl glaubt, kein Thema sei ihm fremd. Ich warte nur noch auf sein Gelaber im Sportteil.
was ist los?
ich klicke auf rot und grün erscheint!?!?
Hat da Daimler seine Hände im Spiel?
Paging