Credit Suisse/Deutsche Bank Umrisse eines europäischen Riesen
Anzeige
Im Private Banking, dem lukrativen Geschäft mit den vermögenden Privatkunden, sind die Schweizer besonders stark, nicht zuletzt dank des Bankgeheimnisses. Im Investmentbanking würden sich beide Institute geographisch gut ergänzen: CS ist stark in den USA, während die Deutsche in Europa dominiert.
Doch gibt es auch eine Reihe von Minuspunkten: So könnte eine mögliche Aufweichung des Bankgeheimnisses durch eine Fusion besorgte CS-Kunden zur Abwanderung bewegen.
Anzeige
In der institutionellen Vermögensverwaltung entstünde zwar ein Weltmarktführer, und im Massengeschäft hätten CS und Deutsche zusammen die Möglichkeit, eine starke Macht in Europa zu bilden, die mit den Amerikanern mithalten könnte - allerdings nur, wenn man die Kosten kräftig senken, also viele Mitarbeiter entlassen könnte.
Dies ist in Deutschland weit schwieriger als in der Schweiz. Der Schweizer CS-Konkurrent UBS hat den Schritt ins europäische Massengeschäft denn auch als sinnlos bezeichnet. In diesem Bereich ließen sich "im heutigen Umfeld" kaum Synergien erzielen, erklärte jüngst UBS-Chef Peter Wuffli.