Das schnellste Passagierflugzeug der Welt stellt Ende Mai den Flugbetrieb ein.
Sie galt einst als technisches Wunderwerk und als das Zeichen des Aufbruchs in eine Überschall-Ära. Doch der Traum der französischen und britischen Flugzeugbauer zerplatzte früh: Zu anfällig, zu teuer im Unterhalt und zu laut. Nach über dreißig Jahren kommt das Aus für die Concorde.
Die Concorde hat nur noch wenige Monate vor sich. (© )
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Die französische Fluggesellschaft Air France kündigte das Ende ihrer Condorde-Flüge zum 31. Mai an. Allerdings behalte sich Air France vor, die Flüge vorübergehend wieder aufzunehmen, bevor die Überschallmaschinen am 31. Oktober endgültig aus dem Verkehr gezogen werden. British Airways teilte zeitgleich in London mit, ihre Concorde-Maschinen würden ebenfalls Ende Oktober aus dem Betrieb genommen.
"Angesichts der wirtschaftlichen Lage, die besonders stark die Concorde-Buchungen beeinträchtigt", werde die Concorde ab Ende Mai nicht mehr eingesetzt, erklärte die französische Fluggesellschaft am Donnerstag in Paris. Die sinkende Nachfrage rechtfertige keinen weiteren Betrieb, stellte auch British-Airways-Sprecherin Sara John fest.
Die Gründe für die Entscheidung liegen laut John in der mangelnden Wirtschaftlichkeit des Flugzeugs, die sich auch aus steigenden Wartungskosten ergebe. Vor allem aber sei die Concorde - ebenso wie die gesamte Luftfahrtbrache - von einem starken Rückgang des Passagieraufkommens betroffen. Air France und British Airways sind die einzigen Fluggesellschaften der Welt, die Concorde-Flüge anbieten.
Concorde-Absturz läutete Ende ein
Über die Einstellung der Überschall-Flüge war nach dem bisher einzigen Absturz einer Concorde-Maschine am 25. Juli 2000 immer wieder spekuliert worden. Damals war eine Flugzeug dieses Typs von Air France kurz nach dem Start vom Pariser Flughafen Roissy brennend in ein Hotel gestürzt. 113 Menschen kamen ums Leben. Ein Metallstreifen auf der Startbahn hatte einen Reifen des Jets zum Platzen gebracht. Dieser durchschlug den Tank und verursachte damit die Explosion.
Nach erheblichen technischen Veränderungen nahmen Air France und British Airways am 7. November 2001 die Concorde wieder auf den klassischen Transatlantik-Routen Paris-New York und London-New York in Betrieb. Allerdings ließ das Kundeninteresse zu wünschen übrig. Zum Teil lag die Auslastung in den vergangenen Monaten nur bei 20 Prozent.
British Airways hatte Ende Februar mitgeteilt, das Unternehmen denke über eine Einstellung der Concorde-Flüge nach. Die Air France betonte zu diesem Zeitpunkt noch, sie wolle an dem Flugzeug festhalten.
(sueddeutsche.de/AFP/AP)
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