Der Markt für Coffeeshops boomt und McDonald's hat in kürzester Zeit zu den Marktführern aufgeschlossen. Dabei ist noch nicht einmal klar, ob bei McCafé die beste unter den Kaffeebohnen verwendet wird.
Allein in diesem Jahr wird McDonald's 100 McCafé errichten. Und nichts deutet darauf hin, dass der Markt schon bald gesättigt ist: Experten sehen für weitere Kaffeebars noch viel Potenzial.
Shop-in-Shop-Lösung: McDonald's-Filiale mit angegliedertem McCafé. (© Foto: w&v)
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Was der McDonald's-Kunde für sein Geld geboten bekommt, ist kein Geheimnis. Ein Hamburger, so lässt sich auf der Internet-Seite nachlesen, besteht aus einem Weizenbrötchen, 100 Prozent Rinderhackfleisch, Zwiebeln, Salzgurkenscheiben, Ketchup und Senfsauce.
Die Angaben zu den Kaffeespezialitäten von McDonald's dagegen fallen eher übersichtlich aus. Ein "Cappuccino classico" (Portionsgröße: 200 ml) besteht demnach aus "Espresso mit Milchschaum".
Welche Bohne wurde verwendet?
Das mag für manchen eine Beruhigung sein. Doch die Frage, die ambitionierte Kaffeetrinker wirklich interessiert, bleibt unbeantwortet: Welche Bohne wurde verwendet? Die harte Währung im Kaffeegeschäft heißt "Arabica", die hochwertigste unter den Kaffeebohnen.
Bei McDonald's, lässt ein Firmensprecher wissen, werde der Espresso aus einer "original italienischen Espressobohnen-Mischung" gebrüht. Weitere Details? Gibt es nicht.
Das Publikum stört sich daran nicht. Ende Mai hat der Fastfood-Spezialist in Köln die Eröffnung des hundertsten McCafé gefeiert und damit eine beachtliche Entwicklung an den Tag gelegt.
Starkes Wachstum
Vor drei Jahren wurde, ebenfalls in Köln, das erste McCafé eröffnet. Inzwischen ist die Zahl der Kaffeebars, die als Shop-in-Shop-Lösung in McDonald's-Filialen zu finden sind, auf 120 gestiegen; Anfang kommenden Jahres soll es in Deutschland 200 McCafés geben.
Das Ziel: im nach wie vor wachsenden Markt der Coffeeshops Marktführer zu werden. Die Aussichten dafür scheinen gut. Bis Ende 2006 wird es McDonald's voraussichtlich - innerhalb von zweieinhalb Jahren - geschafft haben, die Nummer zwei zu werden.
Mit über 450 Standorten gibt bisher Tchibo den Ton an, gefolgt vom italienischen Kaffeespezialisten Segafredo und der Franchise-Kette Coffee Connection aus Grevenbroich.
Bunt gemischte Gesellschaft
Eine bunt gemischte Gesellschaft. Während Tchibo seinen Kaffee in den firmeneigenen Läden ausschenkt und in diesem Jahr 20 weitere Filialen mit einer Kaffeebar ausstatten will, bevorzugen Unternehmen wie Starbucks reine Stand-alone-Lösungen.
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