Schlaftabletten für Kinder, gefährliches Spielzeug oder in Flaschen abgefülltes Leitungswasser: Verbraucherschützer haben die schlechtesten Produkte des Jahres gewählt.
Der Negativpreis des Verbraucherschützer-Weltverbands Consumer International für die schlechtesten Produkte geht in diesem Jahr unter anderem an Coca Cola, Kellogg's und Mattel.
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So gut wie aus der Leitung: Das Wasser Dasani von Coca Cola. (© Foto: AFP)
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Der Getränkekonzern Coca Cola hatte in den USA und Lateinamerika ein Mineralwasser namens Dasani aufwändig beworben und verkauft, obwohl das Wasser aus denselben Quellen stammt wie das örtliche Leitungswasser.
Der japanische Pharmakonzern Takeda erhielt einen Preis, weil er ein Schlafmittel für Kinder beworben hatte. Bei den Fernsehspots für das Präparat Rozerem wurde in keiner Weise auf die Gesundheitsgefahren aufmerksam gemacht, urteilte die Jury. "Dieser Fall zeigt, wie weit einige Pharma-Unternehmen zu gehen bereit sind, um ihren Absatz zu steigern", erklärte Consumer International.
Zu wenig und zu spät
Der US-Konzern Kellogg's erhielt den Preis für den Verkauf von besonders schlechtem Essen. Das Unternehmen verdiene Geld, indem es Produkte mit viel Fett und Zucker oder Salz verkaufe, hieß es. Zwar habe Kellogg's nach der Androhung juristischer Schritte in den USA seine Politik geändert, der Konzern tue aber zu wenig und es komme zu spät.
Auch der Spielzeugkonzern Mattel wurde ausgezeichnet. Mattel hatte mit dem Rückruf von rund 19 Millionen in China gefertigten Artikeln wegen bleihaltiger Farbe und sich ablösender, verschluckbarer Teile für Negativschlagzeilen gesorgt.
Entscheidend für die Auswahl der Jury sind etwa die Größe des Unternehmens, die Absatzzahlen und die Auswirkungen auf den Verbraucher. Für die Preise wählt Consumer International aus Vorschlägen der 220 Mitgliedsorganisationen aus. Aus Deutschland sind die Verbraucherzentrale Bundesverband, die Verbraucher Initiative und die Stiftung Warentest bei Consumer International organisiert.
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(AFP/woja/mah)
Unnütze Hygienemaßnahmen
Ich lebe zur Zeit im Ausland und hier wurde vor einiger Zeit ein Artikel veroeffentlicht, in dem der Journalist schrieb das das Pepsi-Wasser aus dem Automaten unser Leitungswasser ist (was uebrigens keiner trinkt, da es nicht so gesund ist!!)..das die sich keine Gedanken um ihr Image machen, wenn schon nicht um den Konsumenten! Was soll ich sagen..
nix das gilt auch für Nestle und Nike ! Firmen Mobbing seit bis zu 20 Jahren und jede dieser hat es sich irgend wie verdient . Firmen Mobbing mach mit !
handelt es sich beim rotweissen Wasser aus atlanta evtl weniger um eine pr-kampagne als um ein faustischen plan der allgemeinen "trinkwasser"versorgung - siehe Bsp: Südamerika.
PR-Desaster oder eher Arroganz, dass die Kollegen vom weltweit größten Getränkekonzern noch nicht einmal den gourmetbewußten Briten das tolle Produkt andrehen konnten. Aber egal - schließich gibt s ja noch das reine gute Wasser Bonaqua aus dem gleichen Konzern; dafür gibt s die schöne deutsche Norm "Tafelwasser" - mmmh naturromantik pur - aus den Tiefen der Stadtwerke mit Kochsalz bis zur Höchstgrenze versetzt und dann in leckeren aromasorten frisch aus dem regal des kollegen chemieriesen.
lecker mango-himbeere. das schöne daran ist, dass dieses super leitungswasser sogar nochmal gefiltert und mit div. zustatzstoffen (siehe Lebensmittelverordnung tafelwasser) "angereichert" werden darf. dieses herrliche lebenselixier wandert dann in die zuckervernichtungsmaschinerie CocaCola; schmeckt lecker frisch auch nach einer stunde noch nach wasser a la bong. früher war doch alles besser und wenigstens lecker coca drin. unter umgehung des führers kam die fanta dann zu uns. auch lecker. da plädier ich doch lieber für deutsches mineralwasser, apfel- oder gerstensaft und pfeif 2-3 ein lied auf diesen eugenischen sauladen. Grüßt leckeres kaltes heiliges Wasser schleckend Ihr KM
Ich wußte garnicht, daß Mattel so billig ist. Für mich waren bisher z.B. Barbiepuppen zu teuer für meine Kinder. Auch andere Produkte von denen gehören nicht zu der untersten Preiskategorie. Ich glaube es ist ganz egal, bei wem ich mein Geld lasse. Die einen sind billig und beuten andere dafür aus, die anderen sind teuer, stecken eine höhere Marge ein und beuten andere dafür aus. Selbst Produkte, die unter dem Deckmantel der nicht Ausbeutungszertifikate vertrieben werden, sind nicht besser Produziert. Da fehlt es halt an unangemeldeten und guten Kontrollen, bzw. am Interesse wirklich was zu bewegen. Ihr glaubt es nicht?
Gut ein Beispiel aus der Vergangenheit: Beim BSE - Skandal wurde der Verbraucher dafür angeprangert, daß das Rindfleisch viel zu billig angeboten würde. Daraufhin stieg der Preis für den Verbraucher an. Das Fleisch selber wurde jedoch unter enormen Preisdruck vom Handel eingekauft. Die Handelsspanne stieg, der Kunde zahlte, der Bauer bekam weniger.
Beispiel Bio-Eier. Ob es immer noch so ist, weiß ich nicht. Vor ein paar Jahren jedoch wurden mehr Bioeier verkauft, als die ganzen Biohühner hätten legen können.
Was auch immer geschieht - nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao durch den man euch zieht, auch noch zu trinken (Kästner).
'Aber keiner kann ernsthaft in Deutschland behaupten, er sei zu Mangelhafter Nahrung verdammt, nur weil er ein niedriges Einkommen hat.'
Leider falsch!
1987 standen einem 10-jährigen Schulkind noch (umgerechnet) 78,73 Euro für Ernährung im Monat oder 2,62 Euro pro Tag zur Verfügung. (Leitfaden der Sozialhilfe 1988, 20) In den 17 Jahren bis 2004 stieg dieser Betrag um stolze 6 Euro auf 84,60 Euro oder 2,82 Euro pro Tag. Seit 2006 sind davon nur noch 68,13 Euro übriggeblieben oder 2,27 Euro am Tag. Gegenüber 2004 wurde Schulkindern unter 14 Jahren mit Hartz IV 20% des Geldes für Essen und Trinken entzogen. Ab Juli 2007 wird der Hartz IV-Satz für Essen und Trinken um einen Cent auf 2,28 Euro erhöht. Damit ist der Aufschwung auch ganz unten angekommen.
10-jährige Kinder in Armutsfamilien hatten 1987, also vor 20 Jahren, erheblich mehr Geld für Essen und Trinken als heute, genau gesagt 15,5% mehr.
Da die Nahrungsmittelpreise in den letzten 20 Jahren um 20% gestiegen sind, sind die 78,73 Euro von damals heute nur noch 54,50 Euro wert. Essen und Trinken wurde in 20 Jahren schwarz-gelb-rosa-grün real um über 30% gekürzt.
Quelle: tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2007/Kinderregelsatz_Vortrag_Roth.aspx
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