Die erste Hürde ist genommen: Das Repräsentantenhaus hat 14 Milliarden Dollar für die US-Autokonzerne bewilligt - nun muss noch der Senat zustimmen.
Das milliardenschwere Rettungspaket für die angeschlagene US-Autoindustrie hat die erste Hürde im Kongress genommen.
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Ein Autopark von General Motors: Zusammen mit den US-Autobauern Ford und Chrysler könnte der Konzern von milliardenschweren notkrediten profitieren - wenn der US-Senat zustimmt. (© Foto: AFP)
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Das Repräsentantenhaus billigte das Hilfsprogramm für das Paket über Notkredite an die großen Autohersteller Ford, Chrysler und General Motors (GM) mit einem Volumen von 14 Milliarden Dollar (10,7 Millarden Euro) mit 237 zu 170 Stimmen.
Der Gesetzentwurf geht nun an den Senat, wo die Aussichten für eine Zustimmung aber unklar sind. Mehrere Senatoren der Republikanischen Partei hatten ihren Widerstand gegen das Paket angekündigt.
Sollten sie dennoch fließen, dann nur mit strengen Auflagen. Ein Regierungsbeauftragter, ein sogenannter "Autozar", der noch vom scheidenden Präsidenten Bush benannt wird, soll weitgehende Machtbefugnisse über die Konzerne erhalten.
Letzte Chance
Unter anderem soll er ein Vetorecht bei allen Geschäftsvorgängen wie Investitionen, Vereinbarungen und Verträgen haben, wenn das Volumen 100 Millionen Dollar oder mehr beträgt. Der "Autozar" soll zudem Einblick in sämtliche Bücher und Aufzeichnungen der Unternehmen erhalten.
Am Morgen hatten Mitglieder der demokratischen Mehrheitsfraktion im Kongress bereits von einer Grundsatzeinigung gesprochen und weitere Details genannt. Demnach sollen die Konzerne bis Ende März Vereinbarungen mit Gewerkschaften, Gläubigern und anderen Beteiligten treffen, die ihr Überleben sichern.
Sonst würden die Regierungsgelder zurückgezogen und es bliebe nur noch der Bankrott, hieß es aus Kreisen von Regierung und Parlament. Die demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte, mit dem Rettungspaket gebe man der Autoindustrie eine letzte Chance.
"Vorlage unglaublich schwach"
Auch das Weiße Haus warb für das Programm. Sprecherin Dana Perino erklärte, damit werde sichergestellt, dass die notwendigen Umstrukturierungen auch tatsächlich stattfänden.
Die demokratische Kongressmehrheit und das Weiße Haus hoffen auf eine Zustimmung des Senats am heutigen Donnerstag und eine Umsetzung des Hilfsprogramms bereits zum Ende dieser Woche. Mehrere republikanische Senatoren kündigt jedoch ihr Veto an und forderten strengere Auflagen an die Autokonzerne als Voraussetzung für staatliche Hilfen.
Das Paket finde bei seinen Parteikollegen nicht die notwendige Unterstützung im Kongress, um verabschiedet werden zu können, erklärte der republikanische Senator George Voinovich, der selbst jedoch ein Befürworter des Rettungsprogramms ist.
Konzerne am Abgrund
Auch sein Parteikollege Bob Corker sagte, das Paket stoße bei den Republikaner auf sehr wenig Zustimmung. "Die Leute merken, dass die Vorlage unglaublich schwach ist und das Produkt einer Regierung, die das Problem aufschieben und jemand anderem überlassen will", erklärte er.
Der republikanische Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, John Boehner, sagte, das Rettungsprogramm fordere "die Steuerzahler auf, weiter ein Geschäftsmodell zu subventionieren, das den Bedürfnissen der amerikanischen Arbeiter und Verbraucher nicht gerecht wird".
Die von massiven Absatzeinbrüchen bedrängten "Großen Drei" der US-Autoindustrie, General Motors (GM), Ford und Chrysler, hatten 34 Milliarden Dollar von der US-Regierung erbeten. Vor allem die Opel-Mutter GM und Chrysler erklärten, sie benötigten zum Überleben noch vor Jahresende Hilfszahlungen in Milliardenhöhe. Ford will lediglich eine Kreditlinie von neun Milliarden Dollar, um sich gegen eine weitere Verschlechterung der Konjunktur abzusichern.
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(sueddeutsche.de/AP/Reuters/cgu/gba/tob)
Putin und Hollande streiten um Intervention in Syrien
Auch wenn Frau Merkel und ihre Parteifreunde aus Hessen, Niedersachsen und dem Saarland zur Rettung der jeweis in ihren Ländern vertretenen Autoherstellern und - Zulieferern bereits Steuermilliarden in Aussicht gestellt haben::
Es ist und bleibt eine unsinnige Verschwendung von Steuergeld - in den USA ebenso wie in Deutschland.
DENN die drei amerikanischen Automacher sind weder mit 15 noch 150 Milliarden zu "retten", weil das eine tiefgreifende SANIERUNG zur Voraussetzung hätte! Deren WEirkungen würden aber weitaus länger auf sich warten lassen als die Staatssubventionen reichen.
Und deutsche Autohersteller, auch die GM-Tochter OPEL, haben zwar die verbrauchs-günstige "Elektrifizierung" etwas verschlafen, dafür aber die Energie-effizientesten DIESEL-Motoren -und allzu viel, teuere Schnickschnacks- entwickelt und können deshalb, jedenfalls bei der Ennergie-Effizienz, durchaus mit TOYOTA mithalten. Lediglich beim CO2-Ausstoss hinken die Deutschen, besonders im Stadtverkehr noch etwas hinterher. Aber um auch dort in Führung zu gehen oder zumindest zu den Japanern aufzuschliessen, braucht es KEINE Staatsknete! DAS schaffen die noch immer ganz alleene!
Bei den ersten Zulieferern, die bereits Konkurs angemeldet oder "angedroht" haben, könnte es im Einzelfall etwas anders aussehen, z.B. wenn sie einen Liquiditätsengpass deshalb haben, weil ihre neuen Eigentümer ihnen zuviel ihrer Schulden aufgebürdet haben.
In diesem Fall hat die Politik -oder sollte ich besser "der ungehemmte Kapitalismus" schreiben?- zumindest eine MITSCHULD, weil sie dem Treiben dieser Geldhaie keinerlei Riegel vorgeschoben haben!
Sollte sich der Staat mit Steuergeld an irgend einem Unternehmen oder irgend einer Bank mit Staatsknete beteiligen müssen, dann muss er auf
- einem Mitspracherecht in allen Geschäftsangelegenheiten einschliesslich ALLER Gehälter und Tantiemen, sowie
- eine Art "Staats-Treuhänder" im Management
bestehen, sonst gibts kein Steuergeld!
Die Spende wurde genehmigt, das Held ist im Hut. Aber solange die Modelle sich nicht ändern und die Kosten und Kapazitäten unverändert bleiben, wird der Niedergang wie auf Schienen weiter führen, bis zum bitteren Ende.
Doch das gilt auch für die deutschen Premiums. Die schönste Technik nutzt, wenn sie zu teuer ist, nur zum Sterben der Giganten. Und die Krise beschleunigt das Ganze nur.
Wer soll sich den heute so eine Kiste kaufen, bei der Lebenssituation? Die Gewinnmaximierung bei wenigen auf Kosten der Allgemeinheit funktioniert halt nicht ewig und die Unsicherheit der Menschen ist staats- und wirtschaftsgemacht und gewollt!
Also, was soll das Geschrei?
Griechenland ist nur ein fernes Wetterleuchten. Auch hier wirkt die Kriese im nächsten Jahr beschleunigend. Es ist Wahlzeit!
Die Zukunft gehört den Primitiven mit den schlauen Köpfchen...
Rausgeschmissenes Geld, wenn die neue Regierung da nicht weitermacht.
Wirklich erstaunlich was sich in dieser grössten Volkswirtschaft der Erde gerade abspielt. Vor wenigen Monaten lautete das Credo: Keine Einmischung des Staates, keine Reglementierung der Banken. Schliesslich nannten sich die talentierten Investmentbanker ja nicht umsonst: MASTER OF THE UNIVERSE....
Tja der Titel "Herren der Welt" war für diese Spezialisten wohl zuuuu kleinkariert.
Aber nun nach nur wenigen Monaten erleben wir, wie erst die grössten Hypohtheken Geber Fanny Mae und Freddy Mac verstaatlicht wurden, dann der grösste US Versicherer AIG quasi verstaatlicht wurde.
Als nächstes wurde Bear and Stearns mit Hilfe des Staates gerettet. Lehmann Brothers liess man Pleite gehen - da diese Bank ja hauptsächlich ausländische Kunden hatte...
Dann kam der Rettungs Schirm für alle Banken.
Und nun erhalten die drei grossen Detroiter Autbauer ein paar Milliarden... Wäre es nicht besser und ehrlicher gleich VEBs ein zu führen??? Volks Eigene Betriebe.
Barbara
PS: Ach ja als nächstes droht ja die Kreditkarten Pleitewelle...
Auto-Czar? Gefährlicher Job. Der letzte Zar hatte ein etwas rüdes Amtsende....