Noch einmal macht Chrysler dem früheren Eigner Daimler zu schaffen: Die Gläubiger des US-Unternehmens wollen den Stuttgarter Konzern vor Gericht zerren.
Dem Daimler-Konzern droht in den USA eine Milliardenklage von Gläubigern der früheren Tochter Chrysler. Beim Verkauf der Chrysler-Mehrheit an den Finanzinvestor Cerberus vor zwei Jahren seien sie um enorme Vermögenswerte gebracht worden, werfen die Gläubiger dem Konzern vor.
Das Engagement bei Chrysler entwickelt sich für Daimler zu einem endlosen Trauerspiel. Immer wieder machen sich Altlasten bemerkbar. (© Foto: ddp)
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Ein New Yorker Insolvenzgericht muss nun über die Zulassung der Klage entscheiden. Daimler wies die Vorwürfe am Dienstag (Ortszeit) in New York als haltlos zurück.
Anhörung Mitte August
Chrysler hat gerade erst in einem Insolvenzverfahren viel Ballast abgeworfen. Mit dem neuen Partner Fiat versucht der drittgrößte US-Autobauer seit Mitte Juni einen Neustart.
Chryslers Altlasten werden derzeit vor Gericht abgewickelt. Im Zuge dieses Verfahrens hat die Gläubiger-Gruppe nun die Klage auf Entschädigung beantragt. Eine Anhörung dazu setzte der Richter für den Donnerstag nächster Woche (13.8.) an.
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(sueddeutsche.de/dpa/hgn/pak)
Als Supermanager gefeiert, nach dem er schon Fokker ruiniert hatte. War er ja der Shooting-Star. Und was zeigt sich nun: Alles heisse Luft.
Fazit: Typisches Beispiel eines millionenverdienenden Managers.
Liebe SZ: Eigentlich müssen sich mich jetzt zensieren, weil ich das Schimpfwort "Manager" in den Mund genommen habe.
Na, dann mal viel Spaß vor Gericht! Ohne Daimler wäre Chrysler schon vor Jahren pleite gewesen. Damals hat man Milliarden ausgegeben, um den Laden einigermaßen flott zu machen. Und die meisten aktuell erfolgreichen Chrysler-Produkte (300, Dodge Charger) basieren auf Mercedes-Technologie. Wird selbst vor einem US-Gericht unmöglich sein, unter diesen Voraussetzungen Daimler ein Fehlverhalten anzukreiden. Totalles Wunschdenken, das ganze. Aber manche Investoren suchen die Schuld eben überall, nur nicht bei sich selbst.