Nach jahrelangen Konflikten wird der Transrapid nun in Deutschland gebaut. Ein Überblick über die wechselvolle Geschichte der Magnetbahn und ihrer Technologie.

1934: Der Ingenieur Hermann Kemper reicht ein Patent für eine "Rohrbahn" mit Magnetschwebetechnik ein.

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1969: Studie im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums zum Einsatz der Magnetschwebe-Technik.

1980: Baubeginn einer Versuchsstrecke im Emsland, die bis 1987 auf 31,5 Kilometer erweitert wird.

1994: Die Bundesregierung beschließt den Bau einer 292 Kilometer langen Trasse zwischen Berlin und Hamburg. Als Betreiber soll die Deutsche Bahn fungieren.

5. Februar 2000: Die Strecke Hamburg-Berlin wird beerdigt - wegen ständig steigender Kostenschätzungen und zunehmend unrealistisch erscheinender Fahrgastprognosen.

27. Oktober 2000: In Deutschland werden Studien zum Bau von zwei Transrapid-Strecken in Auftrag gegeben: In München wird eine 37 Kilometer lange Verbindung zwischen Innenstadt und Flughafen geprüft, im Ruhrgebiet das 80 Kilometer lange Metrorapid-Projekt.

23. Januar 2001: Das Transrapid-Konsortium bekommt den Zuschlag für den Bau einer 30 Kilometer langen Strecke zwischen dem Zentrum und dem Flughafen der chinesischen Metropole Schanghai.

31. Dezember 2002: Transrapid-Jungfernfahrt in Schanghai während eines Besuchs des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD).

27. Juni 2003: Die damalige rot-grüne Regierung in Nordrhein-Westfalen verzichtet auf den Bau des Metrorapid.

29. Dezember 2003: Der Flughafenzubringer in Schanghai nimmt als weltweit erste kommerziell genutzte Transrapid-Strecke den Regelbetrieb auf.

20. Dezember 2004: Bayern und die Deutsche Bahn geben bekannt, dass der Konzern künftig alleiniger Träger des Münchner Transrapid-Projekts sein wird.

7. November 2005: Union und SPD schreiben in ihrem Koalitionsvertrag den Bau von "mindestens einer Transrapid-Strecke" in Deutschland fest.

13. März 2006: China gibt grünes Licht für die Verlängerung der Transrapid-Strecke in die Metropole Hangzhou. Inzwischen ist aber offen, ob die Strecke tatsächlich gebaut wird und ob das deutsche Konsortium zum Zug kommt.

22. September 2006: Auf der Transrapid-Versuchsanlage im Emsland prallt die Schwebebahn mit mindestens Tempo 200 auf einen Arbeitszug. Mehr als zwanzig Menschen sterben.

25. September 2007: Bayern schließt mit der Deutschen Bahn und der Industrie eine Realisierungsvereinbarung über den Bau der Strecke zwischen Münchner Flughafen und Hauptbahnhof. Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten beginnen.

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(sueddeutsche.de)