Playboy-Chefin Christie Hefner entdeckt die Erotik der Macht: Die Tochter des Firmengründers Hugh tritt nach 20 Jahren ab - und drängt zu Barack Obama.
Ihr Vater hatte eine Idee, und Marilyn Monroe gab dieser Idee Formen. Hugh Hefner unterhielt mit dem Playboy amerikanische Männer, und das Centerfold mit kurvenreichen Frauen wie Monroe wurde ein Markenzeichen.
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Playboy-Chefin Christie Hefner will in ihrem Leben etwas ändern. Sie zieht sich aus der Führung des Hochglanzmagazins zurück. (© Foto: AP)
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Das Geschäft blühte, und so sollte alles in der Familie bleiben. Gründer Hugh, der sich noch immer gerne als Papa aller "Bunnies" gibt, gab rechtzeitig an seine Tochter Christie ab.
Doch nun stimmt die Statik nicht mehr in der Häschen-Dynastie. Überraschend gibt Christie Hefner ihren Chefposten bei der Playboy-Gruppe auf. Wie das Unternehmen Playboy Enterprises mitteilte, will sie ihren Platz Ende Januar 2009 räumen. Ein Nachfolger wurde nicht genannt.
Die 56-Jährige hatte erst im November ihr 20-jähriges Jubiläum als Chefin der Playboy Enterprises gefeiert. Da wurde noch eifrig gelobt, wie die Tochter das das Lizenz- und Multimedia-Geschäft neben der Stamm-Zeitschrift stark ausgebaut hat.
Derzeit aber kämpft das Imperium allerdings wie die gesamte Pressebranche mit sinkenden Werbeerlösen. Zudem ist die Auflage des Playboys zuletzt stark rückläufig. Immer mehr Leser weichen auf das Internet aus, wo es Nackt- und Erotikfotos kostenlos zu sehen gibt. Im Oktober hatte Hefner ein hartes Sanierungsprogramm angekündigt, das zwölf Millionen Dollar einsparen soll. Unter anderem soll das DVD-Geschäft mit den nackten Frauen aufgegeben werden.
"Dem Dienst am Land verpflichtet"
Doch geschäftliche Probleme gaben womöglich nicht den Ausschlag für Hefners Entscheidung. Schließlich werden ihr auch politische Ambitionen nachgesagt. Orakelhaft sagte sie nach ihrer Rücktrittsankündigung: "Während sich das Land mit einer neuen Regierung auf den Wandel freut, habe ich beschlossen, dass auch ich in meinem Leben etwas ändern will."
"Was hat Barack Obama mit Ihrem Entschluss zu tun, bei Playboy auszusteigen?", wurde Hefner daraufhin in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC gefragt.
Die Antwort: "Wie viele Amerikaner fühlte ich mich dem Dienst am Land verpflichtet, der ein Kennzeichen der Wahlkampagne war. Außerdem bin ich eine frühe Unterstützerin von Senator Obama, dem inzwischen designierten Präsidenten Obama - und ich glaube tief an das, was er für unser Land tun will." Sie werde "nach Wegen suchen, wie ich dienen kann und wie ich in diesem Sinne hilfreich sein kann".
Noch scheint nicht klar zu sein, welche Aufgabe die Managerin in Obamas Team übernehmen könnte. Sicher ist: Christie Hefner, die wie Obama aus Chicago kommt, steht den Demokraten schon lange nahe. 1995 heiratete sie den ehemaligen demokratischen State Senator im Bundesstaat Illinois, William A. Marovitz - und mit ihm unterstützte sie im Präsidentschaftswahlkampf 2004 frühzeitig den Kandidaten John Kerry.
Als Hillary Clinton um einen Platz im US-Senat kämpfte, war Christie Hefner eine ihrer glühendsten Fürsprecherinnen. Seit 2005 ist sie zudem Bloggerin bei der Internet-Zeitung Huffington Post, die dem links-liberalen Spektrum in den USA zuzurechnen ist.
Auch in der Rolle der Philanthropin trat Hefner auf. Als Spendensammlerin brachte sie 30 Millionen Dollar auf, um bereits in den achtziger Jahren das erste ambulante Behandlungszentrum für Aids-Kranke im Mittleren Westen zu finanzieren.
Lesen Sie weiter, für welche Ziele Christie Hefner noch kämpft - und was ihr wichtig ist.
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Amerika wird kosmisch werden, um dem Sog zu entkommen, der von unten an dem Land zieht. Sein Geldsystem hat viele falsche Prioritäten gesetzt. Gilt auch für das alte und neue Europa.
Zusammenhalten tun sie in den USA hundertmal mehr; von Idealen sind sie dort drüben auch viel mehr geleitet und neiden tun sie auch weniger. Amerikaner packen wieder an. Die FM-TV.NET hätte dort drüben tausendmal mehr Zulauf. Ein Micle Moore wäre in Deutschland unten hängen geblieben.
Ein schöner Satz aus dem Artikel: ""Wie viele Amerikaner fühlte ich mich dem Dienst am Land verpflichtet, der ein Kennzeichen der Wahlkampagne war. Außerdem bin ich eine frühe Unterstützerin von Senator Obama, dem inzwischen designierten Präsidenten . . "
Deutschen wurde schrittweise und per Eiskübel das Einstehen für das Land ausgetrieben. Hitler gab sich als das Land schlechthin. Was danach kam, war auch nicht das, was dann Kennedy meinte.
Zuerst das Land und erst danach das eigene Refugium. Bei deutschen Gerichten gilt häufig derjenige, der sich zuerst für`s Land einsetzt, als verdächtig. Denn er könnte ja sich dabei übernehmen, größenwahnsinnig werden. Ist schon interessant, wie man Deutschen das große Denken ausgetrieben hat. Mir scheint, dass uns nun diese Amerikaner ein Exempel statuieren. Leider etwas zu spät.