Christian Lindner im Interview "Ja, Steuererhöhungen"

"Ich sehe kein Problem, unwirksame und sozial unausgewogene Subventionen zu streichen wie beispielsweise die für E-Autos", sagt FPD-Chef Christian Lindner.

(Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

FDP-Chef Lindner erklärt, weshalb er sich höhere Steuern für Konzerne vorstellen kann, wieso die Mitte der Gesellschaft entlastet werden muss und warum es ein fatales Signal wäre, auf die schwarze Null zu verzichten.

Interview von Cerstin Gammelin und Mike Szymanski

Wo können wir in Ruhe reden? Vor dem Saal im Abgeordnetenhaus? Zu hektisch. In der Cafeteria? Zu laut. Gegenüber, im leeren Restaurant? Okay. Christian Lindner steuert einen Tisch am Fenster an, mit Blick auf Spree und Reichstag. Er holt Kaffee. Improvisieren, das ist die erste Erkenntnis, kann der FDP-Chef bestens. Was noch, wird sich in den Jamaika-Verhandlungen zeigen.

SZ: Herr Lindner, in den Sondierungen geht es jetzt um Steuern und Finanzen. Haben Sie rote Linien?

Christian Lindner: Damit bin ich ...