Nach dem Tod zweier Säuglinge in Kinderbetten haben die Verbraucherschutzbehörden in den USA den Rückruf von einer Million Betten angeordnet - schon wieder geht es um chinesische Produkte.

Wie die US Consumer Product Safety Commission (CPSC) am Freitag mitteilte, bezieht sich die Rückrufaktion auf in China produzierte Kinderbetten der Marke Simplicity, die zwischen Januar 1998 und Mai 2007 für Preise zwischen 100 und 300 Dollar verkauft wurden.

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Ein sechs Monate altes und ein neun Monate altes Baby seien ums Leben gekommen, nachdem die Seitengitter an den Betten falsch montiert gewesen und die Kinder zwischen dem Gitter und dem Bettgestell eingeklemmt worden seien.

Es bestehe die Gefahr, dass sich bei den Simplicity-Betten das Gitter löse und dadurch ein Zwischenraum entstehe, in dem sich Kinder einklemmen und ersticken könnten, erklärte die CPSC.

Insgesamt seien 60 Zwischenfälle gemeldet worden. Noch untersucht werde der Todesfall eines Einjährigen. Die Eltern sollten dringend überprüfen, ob die Seitengitter richtig montiert seien.

Das Kinderbett sei so konstruiert, dass eine falsche Montage unterlaufen könne. Zwischenfälle habe es aber offenbar auch bei richtiger Montage gegeben. Simplicity-Chef Ken Waldman erklärte, sein Unternehmen kämpfe darum, sichere Produkte zu vermarkten. Dies sei die "oberste Priorität", weshalb das Unternehmen bei der Rückrufaktion mitwirke.

In den vergangenen Wochen hatte es bereits Rückrufaktionen für Millionen Spielzeuge gegeben, die in China gefertigt wurden. Dies war zum Teil wegen bleihaltiger Farbe, vor allem aber wegen fehlerhafter Entwürfe erforderlich geworden, für die der US-Konzern Mattel am Freitag die Hauptverantwortung übernahm.

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(AFP)