Wegen des Verdachts auf Aktienmanipulation sitzt offenbar einer der reichsten Manager Chinas in Haft - mit drastischen Folgen für sein Unternehmen.
Geld spielt bei Huang Guangyu keine Rolle. In den Rankings der reichsten Chinesen taucht der 39 Jahre alte Chef der Elektronikkette Gome regelmäßig ganz vorne auf.
Milliardär Huang sitzt offenbar wegen der Manipulation von Aktienkursen hinter Gittern. (© Foto: AP)
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Das US-Wirtschaftsmagazin Forbes kürte ihn zum zweitreichsten Mann des Landes, das Shanghaier Millionärs-Magazin Hurun Report führt den Unternehmer sogar als vermögendsten Chinesen. Sein Vermögen wird auf eine Summe zwischen zwei und fünf Milliarden Euro geschätzt, wieviel Geld genau auf den Konten Huangs lagert, ist schwer zu sagen.
Unstrittig ist jedoch, dass der Manager derzeit großen Ärger mit der chinesischen Justiz hat. Denn Huang soll die Aktienkurse einer Firma seines Bruders Junqin beeinflusst haben, berichtete die Zeitschrift Caijing am Montag. Demnach ist Huang bereits seit vergangenen Mittwoch in Haft. Amtliche Stellen wollten die Berichte zwar nicht bestätigen, doch teilte die Polizei der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua mit, "dass der Fall direkt der Verantwortung des Polizeiministeriums untersteht".
Handel mit Gome-Aktie ausgesetzt
Der Vorwurf der Kursmanipulation bezieht sich auf die Aktie des Shanghaier Medizin-Unternehmens Jintai seines Bruders, dessen Wert in diesem Jahr stark schwankte und vergangene Woche tief in den Keller sackte. Die beiden Brüder hatten die Elektro-Kette Gome seit 1987 zusammen aufgebaut, doch konzentrierte sich der Ältere später auf das Immobiliengeschäft. 2006 war gegen beide wegen angeblich illegaler Kredite ermittelt worden, ohne dass es zur Anklage kam.
Gome, der größte Anbieter von Haushalts- und Elektrogeräten, reagierte prompt: Der Handel mit Aktien der Elektronikkette an der Börse von Hongkong wurde darauf am Montag ausgesetzt, wie das Unternehmen mitteilte. Eine Pressekonferenz zur Bilanz des dritten Quartals sagte Gome ab.
(sueddeutsche.de/dpa/AFP/tob/hgn)
Streit um Parteispitze bei der Linken
Manager in China wird zumindest einmal eingesperrt,dazu könnte es im "demokratischen" Deutschland nie kommen.
Die Amerikaner haben diese Tricks benötigt, um ihre Wirtschaft und ihren Konsum zu erhalten und zu steigern, denn produziert haben die stetig weniger. Weniger produziert, mehr Konsumiert, finanziert durch jährlich höhere Aussenhandelsdefizite. Dafür haben sie dann immer neue "Finanzprodukte" erfunden und die restliche Welt war dämlich genug da jahrelang mitzuspielen und ihre Produkte für diesen Mist zu verscherbeln.
Wenn ein Schuldner pleite geht, wer sind dann die Blöden? Die Gläubiger wie die Volkswirtschaften in China und Deutschland. An Ende bleibts beim Schwächsten Glied, dem Arbeitnehmer hängen.
in ein Umerziehungslager zur Leuterung täte auch manchem hier im Ländle gut , nicht nur in China.
Natürlich wird im Reich der nicht mehr ganz so unbegrenzten Mittel ein Exempel statuiert und das ist durchaus richtig, wenn man bedenkt, dass sein Handeln dem derjenigen verdammt ähnelt, durch die China Mrd verlor. Da man die Zocker in den USA bisher noch nicht einsperrt, geht China nur voran.
Die Weltfinankrise wird erst überwunden werden, wenn man diese fiesen Tricks, mit denn die Amerikaner angefangen haben, ganz unterbindet.
Ein Glück für Adolf Merckle, dass er kein Chinese ist. Gegen einen der größten Arbeitgeber und weltbekannten Markennamen und Exporteur zu zocken, wäre ihm dort schlecht bekommen.
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