China Chinas Exporte brechen um ein Viertel ein

Chinas Wirtschaft: Ein Arbeiter in Qingdao in der Provinz Shandong

(Foto: AFP)
  • Die chinesischen Exportzahlen für Februar fallen schlecht aus. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt verzeichnet bei den Ausfuhren den stärksten Rückgang seit 2009.
  • Seit Monaten gehen in China die Exporte und Importe zurück.

Chinas Wirtschaft kommt nicht zur Ruhe. Erst im Januar legte das Land überraschend schwache Exportzahlen vor. Im Februar hat sich die Situation nun noch weiter verschlechtert; die Exporte brachen um 25,4 Prozent ein. Das ist der stärkste Einbruch seit dem Jahr 2009. Beobachter hatten nur einen halb so großen Rückgang erwartet.

Chinas Importe gingen um 13,8 Prozent zurück, ebenfalls ein stärkerer Einbruch als die im Schnitt vorhergesagten zehn Prozent. Beobachter verweisen allerdings darauf, dass die drastischen Rückgänge wohl auch mit den Feiertagen zum chinesischen Neujahrsfest zusammenhängen, die in diesem Jahr in den Februar fielen. Im vergangenen Jahr fiel das Neujahrsfest in den März.

Die neuen Daten dürften die Sorgen um eine weitere Konjunkturabkühlung in der Volksrepublik schüren. Die exportlastige Wirtschaft Chinas wuchs 2015 so schwach wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr.

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Furcht vor Chinas Schwäche

Seit gut einem Jahr sind die Importe und Exporte der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft rückläufig. Auf der Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses hat sich das Land deshalb ein neues Wachstumsmodell verordnet: China soll nicht länger die Werkbank der Welt sein, sondern künftig durch innovative Unternehmen und einen starken Dienstleistungssektor wachsen.

Ein solcher Schwenk hat weltweit Auswirkungen: In vielen Ländern geht die Furcht um, dass Chinas Wirtschaft weiter an Fahrt verliert und damit auch die weltweite Konjunktur ausbremst. China leidet unter neuen Produktionskonkurrenten, die sich auch wegen steigender chinesischer Löhne auf dem Weltmarkt etablieren konnten. Die Staatsschulden stiegen zuletzt stark, zudem gibt es eine Immobilienblase. Viele Unternehmen haben Überkapazitäten angehäuft.

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