In einem Gespräch mit Bahnchef Hartmut Mehdorn haben sich zwei Gewerkschaften bereit erklärt, die Streiks auszusetzen. Mehdorn will am Donnerstag ein verbessertes Angebot vorlegen.
Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn hat sich nach den massiven Warnstreiks der vergangenen Tage die Lage vorerst entspannt. Der Konzern kündigte für Donnerstag ein neues Angebot an.
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Bahnchef Hartmut Mehdorn will als Nächstes mit den Lokführern reden. (© Foto: Reuters)
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Daraufhin beendeten die Gewerkschaften Transnet und GDBA am Mittwoch die Arbeitsniederlegungen und verzichten nun zumindest bis Donnerstagmorgen auf weitere Aktionen. Auch die Lokführergewerkschaft GDL hatte bis Donnerstag ein Aussetzen der Warnstreiks angekündigt.
Gewerkschaften erwarten einen "großen Schritt"
Transnet und GDBA wollen die Aktionen aber sofort wieder aufnehmen, wenn sie das Angebot der Bahn für unzureichend halten.
Der Transnet-Vorsitzende Norbert Hansen sagte in Berlin: "Wir erwarten, dass die Arbeitgeberseite auf unsere Forderungen eingeht, zumindest aber einen großen Schritt auf uns zugeht." Sobald das Angebot auf dem Tisch liege, "wird entschieden, ob die Verhandlungen weitergeführt oder sofort wieder abgebrochen werden".
Die Verhandlungen könnten nur dann beginnen, wenn das Angebot "eine Abschlussperspektive" biete. Die Delegationen beider Seiten werden sich am Donnerstagvormittag in Berlin treffen.
Die beiden Gewerkschaften, die eine Tarifgemeinschaft bilden, fordern sieben Prozent mehr Geld für zwölf Monate. Die Bahn nannte noch keine Einzelheiten zu der angekündigten Offerte.
Personalvorstand Margret Suckale sagte, es bleibe wichtig, sichere Arbeitsplätze im Konzern anbieten zu können. Dafür sei "ein vernünftiger, moderater Abschluss" erforderlich. Die Bahn erwarte deshalb auch Bewegung der Gewerkschaften.
In den Tarifverhandlungen mit Transnet und GDBA hat die Bahn bislang zwei Erhöhungen von jeweils zwei Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten sowie eine Einmalzahlung von 300 Euro für die zweite Jahreshälfte angeboten.
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die mit einem bundesweiten Warnstreik am Dienstagmorgen weite Teile des Zugverkehrs lahm legte, hat andere Vorstellungen: Sie verlangt für Lokführer und Zugbegleiter einen eigenen Tarifvertrag mit Einkommenserhöhungen von bis zu 31 Prozent.
Am Donnerstag will sich Bahnchef Hartmut Mehdorn mit dem GDL-Vorsitzenden Manfred Schell zu einem separaten Gespräch treffen. Suckale sagte, anschließend werde man sehen, ob auch die GDL bereit sei, an den Verhandlungstisch zu kommen. Ein gesondertes Angebot für die Lokführergewerkschaft werde es nicht geben.
Am dritten Tag der Warnstreiks legten nach Transnet-Angaben rund 1000 Bahn-Beschäftigte die Arbeit zeitweise nieder. Die Züge standen unter anderem in Nordhessen, dem Rhein-Main-Gebiet, und Halle (Saale) still.
Auf der Hauptstrecke Kassel-Frankfurt fuhren am frühen Morgen keine ICE mehr. Auch der Regionalverkehr rund um Kassel kam zum Erliegen.
In Hanau, Fulda, Mainz, Rüsselsheim, Nürnberg und Potsdam kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen des Schienenverkehrs.
(sueddeutsche.de/AP)
Gysi und Lafontaine beim Linke-Parteitag
Nun sind wir bei 4% Angebot, bis jetzt liege ich 100% richtig. Heute wird man sich noch einmal vertagen und es wird ein paar verbale Attacken geben. Montag wird wieder verhandelt und spätestens nächsten Mittwoch ist der Sack bei 5,x% zu. Die Ortsverbände der GDL sollten schon jetzt damit beginnen, die Auflösung vorzubereiten, die Herren Mehdorn und Hansen haben begonnen, die "Totenglocke" zu polieren.
Zwar mögen 3 von 4 Lokführern in der GDL organisiert sein, aber mindestens die Hälfte von denen gehört zur Altlast Beamte, darf nicht streiken und bricht somit Herrn Schell das Genick. 65% Dienstleistung sind ohne GDL mindestens gesichert.
Und Mutter wird Vater auch schnellstens zur Arbeit schicken, weil der Spatz in der Hand wertvoller ist, als die Taube auf dem Dach. Prost!
Einen grossen Schritt, das ich nicht lache. Ein grosser Schritt wären enorme Einschneidungen bei dem Vorstand sowie den ganzen Wasserkopf ups den leitenden Angestellten bei der Bahn vorzunehmen. Dann würde der Subventionsabbau nicht zu Lasten der kleinen Leute gehen, die vergeblich auf die Bahn warten, da die Strecke nicht so stark frequentiert und somit stillgelegt worden ist.
Die Transit und Gdba werden sich garantiert mit 3,9 % zufrieden geben. Haben schliesslich zusammen Kaffee getrunken oder ?
Ist doch alles ...... der kleinen Leute.
Die Bahn ist alles, aber nicht wirtschaftlich. Für nur 10% der Transportleistung "der Strasse" erhält die Bahn über 50% der Subventionen des Verkehrsministeriums. Rechnen Sie diese Milliarden heraus und Sie sehen, wie öknonomisch die Bahn betrieben wird. Dazu kommt der Invesititionsstau in der Fläche (Alle Pendler danken herzlich) und superteure Prestigeprogramme wie die ICE Strecken NürnbergBerlin.
Sorry, bei dem Gedanken dass die Bahn ökonomisch geleitet wird muss ich lachen.
zu Ihrer Frage: Herr Mehdorn weißt in der Konzernbilanz Gewinne aus, daran muß nicht nur ich mich orientieren! Die Bewertung darf jeder für sich übernehmen.
Für Sie noch ein wenig Aufklärung.
Ich weiß nicht, ob die GDL in ihrer über 140-jährigen Geschichte jemals Tarifverhandlungen geführt hat. Um Lokführer zu werden, war Verbeamtung erste Voraussetzung, bzw. erfolgte automatisch nach erfolgreicher Ausbildung. Die GDL hat bestenfalls Sondervereinbarungen für Lokführer getroffen, die einzig Probleme diese Berufsgruppe betraf. Transnet und GdBA rekrutieren ihre Mitglieder aus dem gesamten Berufsspektrum bei der Bahn, das ist vielfältig und schließt auch Lokführer ein.
Die GDL war fast 140 Jahre nur Interessenvertreter einer Gruppe, den Zugbegleitdienst hat Herr Schell erst "auf die Lok" geholt, als die Wirtschaftlichkeit der GDL nur durch zusätzliche Mitglieder gewährleistet werden konnte, also nur um das Haupt des "großen Vorsitzenden" zu retten. Prost!
Was sollen das für schwarze Zahlen sein? Ausweisen kann man viel. Vor allem wenn man seit Jahren Investitionen ins Netz verschleppt.
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