Sinkende Stromkosten unwahrscheinlich
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Auch die mögliche Verwendung zusätzlicher Gewinne - nach Auffassung der beiden Länder 400 bis 800 Millionen Euro je Reaktor und Extrajahr Laufzeit - erscheint alles andere als einfach. So lasse sich der Zusatzgewinn einerseits schwer kalkulieren, andererseits schwer eintreiben. Eine gesetzliche Regelung etwa sei "rechtlich sehr risikoreich" und könne am Verfassungsgericht scheitern.
Ähnliche Bedenken hatte kürzlich Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) geäußert. Am besten, so raten die Länder, eigne sich eine Art "Deutsche Stiftung Energieforschung", gespeist aus den Zusatzgewinnen. Vorbild könne die Landesstiftung Baden-Württemberg sein, mit 2,4 Milliarden Euro Vermögen eine der größten privaten Stiftungen Deutschlands. Das Geld könne dann in die Erforschung und Förderung erneuerbarer Energien fließen. Nicht jedoch, wie eigentlich erwogen, an Stromkunden.
Hatten Union und FDP noch im Wahlkampf damit geworben, längere Laufzeiten würden auch die Stromkosten der Haushalte dämpfen, wird dies in dem Papier nun weitaus nüchterner diskutiert. Schließlich sei die Laufzeitverlängerung nur einer von mehreren Faktoren, der den Strompreis bestimme. "Insgesamt ist eine verbindliche Verpflichtung zur Senkung der Strompreise sowohl unter rechtlichen als auch marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten nur schwer vorstellbar", schließen die Autoren.
Greenpeace spricht vom "Wählerbetrug"
Umweltschützer sind empört. "Dieses Papier deckt einen Wählerbetrug auf", sagt Tobias Münchmeyer von Greenpeace. Die CDU habe im Wahlkampf eine verbindliche Vereinbarung zur Strompreissenkung durch Laufzeitverlängerung versprochen, "obwohl sie nachweislich wusste, dass das gar nicht geht". Und auch Hessen und Baden-Württemberg hatten sich mehr davon versprochen.
"Der Bund ist am Zug", heißt es etwa in Stuttgart. "Nur bewegt er sich nicht zwingend in unsere Richtung." Ungeklärt ist auch immer noch, welche Rolle der Bundesrat spielen könnte, ob er zustimmen muss oder nicht. Dabei könnte dies der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ganz anderes Gewicht geben, denn dort steht auch die schwarz-gelbe Mehrheit in der Länderkammer auf dem Spiel. Die NRW-Wahl würde zum Votum über den Atomausstieg.
Ein entsprechendes Rechtsgutachten holen nun andere ein: die Grünen.
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(SZ vom 19.02.2010/jcb/gba)
Putin und Hollande streiten um Intervention in Syrien
Das Problem an der Asse für die Betreiber war ja weniger der desaströse Zustand der Lagerstätte mit undichten Stellen, das lief ja über Jahre so weiter. Viel mehr das Problem waren die undichten Stellen bei den Mitarbeitern, ohne die dieser Zustand nie bekannt worden wäre.
Soviel zum Vertrauen in die private Wirtschaft.
Seit gut vierzig Jahren verspricht man uns Bürgern eine Lösung des Problems der Endlagerung. Bis auf weiteres ist keine Lösung in Sicht. Der Standort Asse ist eine einzige Katastrophe, die wir Steuerzahler ausbaden müssen. Es gibt keinen Grund anzunehmen, das in Gorleben nich auch ähnliches möglich ist. Asse wird nun zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Der Dreck muß rauß so lange die Stollen noch bergtechnisch sicher sind.
Für die zusätzlichen Gewinne aus der Nuklearstromproduktion kann es nur einen klaren Verwendungszweck geben. Und das ist die Finanzierung der Endlagersuche, die Finanzierung der Lagerung und die Finanzierung der Erforschung von Techniken zur sicheren Entschärfung des Mülls (der bislang schon angefallen ist).
Und eine Alternative zu dem Papier der Herren Koch und Oettinger gibt es natürlich schon. Nämlich einen neuen Atomvertrag mit der Industrie bei der alle Risiken und Kosten bei den Stromproduzenten liegen und entsprechend versichert werden müssen. Was glauben Sie wie schnell dann auch das letzte AKW abgeschaltet ist?
hab auch noch eins für Großmogul:
"Wer hat den die letzten 10 Jahre eine Endlagesuche blockiert?"
anders formuliert - welche bayerische Partei befürwortet seit je her Kernenergie und verspricht gleichzeitig der heimischen Bevölkerung, dass es hier kein Endlager geben werde?
200 Jahre???
Bis dahin sind wir längst - wenn es nach H. Broder geht - eine islamische Republik... Und wer weiß was die Bösen Buben mit dem Zeuchs machen... Und und und
@erblondeengel:
Welch beidruckendes Zahlenspiel.Mal realistisch. 3stellige Millionen für die Erschließung eines Endlagers,Castoren der nächsten 50 Jahre rein, Deckel drauf und fertig.Das Zeug ist unwiederbringlich verschwunden und Bedarf keiner weiteren Überwachung. Viel besser wäre es wenn man den Müll wieder rückholen kann. Ich bin mir sicher in spätestens 200 Jahren kann man die strahlenden Isotope unschädlich machen, sei es mit Trennung, Neutronenbeschuss etc. Wer hätte gedacht, dass der Mensch mal den Mond betritt oder das man mit dem Handy jemanden aus Japan anrufen kann? Dazu bedarf es natürlich etwas Forschung und Investitionen. Ist aber toll wenn das Geld lieber dazu verwendet wird im verregneten Hamburg Solarmodule in die Prärie zu stellen
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