Die Arbeitsagentur kommt mit ihrem Geld nicht aus. Der Bund muss daher mit einem Darlehen aushelfen. Immerhin: Die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung soll stabil bleiben.

Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeichnet sich nach Einschätzung von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) im kommenden Jahr ein zusätzlicher Finanzbedarf von etwa 20 Milliarden Euro ab.

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Die Bundesagentur für Arbeit kommt mit ihrem Geld nicht aus. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz wird der Behörde daher ein Darlehen gewähren. (© Foto: dpa)

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Der Bund werde der BA deshalb "ein Darlehen von voraussichtlich 20 Milliarden Euro für ihre Ausgaben gewähren", sagte Scholz dem Hamburger Abendblatt.

"Wir müssen deshalb auch die Beiträge nicht erhöhen und die Leistungen nicht kürzen."

Milliardendefizit im ersten Halbjahr

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verzeichnete die BA bereits ein Defizit von gut zehn Milliarden Euro. Dieses kann derzeit noch aus den Rücklagen gedeckt werden.

Der aktuell gültige Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung von 2,8 Prozent vom Bruttoeinkommen ist für das gesamte Jahr 2010 festgeschrieben. Kommt die BA mit ihren Einnahmen nicht aus, springt der Bund mit einem später rückzahlbaren Darlehen ein. Dies soll verhindern, dass der Beitragssatz in der Krise angehoben werden muss.

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(sueddeutsche.de/dpa/pak/tob)