Bourbon Maker's Mark verwässert Whisky

Brennerei mit Whisky-Fass (Symbolbild)

(Foto: Reuters)

Die Nachfrage nach Bourbon ist zu hoch: Der Whisk(e)y-Hersteller Beam kommt mit der Produktion von Maker's Mark nicht mehr hinterher. Deshalb wird der Drink künftig gestreckt.

Besonders mild und weich soll das Aroma des Whiskys von Maker's Mark sein, damit wirbt die Firma. 1958 wurde der Bourbon erstmals verkauft, der Flaschenhals wird mit rotem Wachs versiegelt - das Markenzeichen des Drinks aus dem Hause Beam, aus dem auch der bekanntere, etwas günstigere Drink Jim Beam stammt.

In Zukunft wird der Geschmack von Maker's Mark wohl noch etwas milder sein. Denn Beam verwässert das Rezept: Der Whisky (im Gegensatz zu den meisten amerikanischen Whiskeys schreibt sich Maker's Mark Whisky) werde verdünnt und der Alkoholgehalt reduziert, teilte das Unternehmen seinen Kunden in einer E-Mail mit, die das Onlinemagazin Quartz veröffentlicht hat.

Maker's Mark begründet den ungewöhnlichen Schritt mit der großen Nachfrage nach dem Getränk:

"Lately we've been hearing from many of you that you've been having difficulty finding Maker's Mark in your local stores. Fact is, demand for our bourbon is exceeding our ability to make it, which means we're running very low on supply. We never imagined that the entire bourbon category would explode as it has over the past few years, nor that demand for Maker's Mark would grow even faster."

Der Alkoholgehalt sinkt um drei Prozentpunkte, von 45 auf 42 Prozent. Der Geschmack soll sich nicht ändern, verspricht das Unternehmen: "Testtrinker konnten keinen Unterschied feststellen", teilte Beam mit. "Mit anderen Worten: Wir haben sichergestellt, dass wir den Whisky nicht versaut haben."