DaimlerChrysler-Vorstände haben offenbar dank der Trennung von Daimler und Chrysler glänzende Geschäfte gemacht und Millionen an Bonuszahlungen eingestrichen. Zum Ärger der Arbeitnehmervertreter.
Chrysler-Chef Tom LaSorda und Chrysler-Vorstand Eric Ridenour würden einen hohen Bonus kassieren, weil sie mit dem Käufer der US-Firma, dem US-Finanzinvestor Cerberus, gut verhandelt hätten, berichtete die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte die Belohnung für die Vorstände, nannte aber nicht die exakte Höhe.
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Die "Vergütungsanreize" seien von externen Rechtsberatern geprüft worden, zitierte die Zeitung den Sprecher.
Betriebsratschef Erich Klemm nannte die Bonuszahlungen einen "Skandal", gegen den die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sich gewehrt hätten: "Leider ohne Erfolg." Klemm kritisierte, die Manager bekämen ohnehin bereits ein "nicht gerade bescheidenes Entgelt". Nun erhielten sie noch etliche Millionen zusätzlich, weil sie "ein paar Wochen, hart verhandelt" hätten. "So etwas geht nicht."
Schneller Abschluss
Der Unternehmenssprecher bezeichnete die Kritik Klemms als "absolut nicht nachvollziehbar". Die Arbeitnehmervertreter im Präsidium, also auch Klemm, hätten die Vorgehensweise an sich als richtig und rechtlich einwandfrei bezeichnet. Ziel sei es gewesen, die Verhandlungen mit Cerberus schnell und erfolgreich abzuschließen. Dies sei auch gelungen.
DaimlerChrysler hatte die Mehrheit von rund 80 Prozent an seiner angeschlagenen US-Tochter Chrysler im Mai an den US-Finanzinvestor Cerberus verkauft. Die Trennung wurde im August abgeschlossen.
Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am Donnerstag in Berlin sollen die Aktionäre die Rückkehr zum alten Namen Daimler beschließen. Mit dem neuen Namen hat sich Vorstandschef Dieter Zetsche den Unmut vieler Badener zugezogen. Sie vermissen den Namen von Autopionier Carl Bez.
(sueddeutsche.de/AFP/AP)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Da hat Daimler mit dem "Abenteuer Chrysler" Milliarden in den Sand gesetzt und jetzt sollen einige Manager noch dafür eine Vergütung erhalten, nur weil sie diesen Irrsinn beendet haben? Das Management um Schrempp und Konsorten hat das Geld der Aktionäre sinnlos verbrannt und dafür sollen jetzt neue (?) Manager belohnt werden? Geht`s noch? Selbst wenn diese Manager "ein paar Wochen hart verhandelt hätten", ist das doch deren ureigenste Aufgabe! Von Otto Normalverbraucher wird schließlich auch erwartet, dass er jeden Tag sein Bestes gibt, ohne dass er dafür etwas zusätzlich bekommt.
Eigentlich gehört hier so etwas wie eine Amtshaftung her! Boni nur im (langfristigen!) Erfolgsfall, nicht nur bei kurzfristigem Hochtreiben der Kurse im Interesse des shareholder value; Strafzahlungen des Managements bei kapitalen Fehlentscheidungen! Dass man mit einer Entscheidung daneben liegen kann, kann natürlich vorkommen. Aber alleine das Desaster von BMW mit Rover hätte damals schon Warnung genug sein müssen! Naja, zahlen tun es schließlich die Aktionäre mit Kursverlusten oder die Beschäftigten mit dem Verlust ihre Arbeitsplatzes! Das nächste Sparprogramm steht sicher schon vor der Tür und wen das trifft, dürfte wohl klar sein....))-;
Esser hat doch diese Vorgehensweise bei Mannesmann (R.I.P.) salonfähig gemacht, die auch höchstrichterlich abgenickt wurde. Wie der Deutsche (Ober-V-) Banker sicherlich schon vorher wusste, ist auf unsere Justiz Verlass. Danach folgten bloß u. a. Siemens mit BenQ und der Daimler mit Chrysler. Der verkündet nun mit von Stolz geschwellter Brust, dass 9.300 statt wie angestrebt 8.500 Mitarbeiter das Abfindungsangebot angenommen haben. Genau deswegen sind auch die Big Three da drüben in Halfbrain Country so extrem erfolgreich... Jene "Kostenfaktoren" belasten zwar nicht mehr die Bilanz, werden aber möglicherweise irgendwann mal wieder händeringend gesucht, wenn der eine oder andere ausgequetschte Lieferant das Zeitliche segnen sollte, der nicht mehr in der Lage ist, die Bestechungsgelder auf den Teilepreis umzulegen.
HindyLop schreibt Ihnen folgendes und denken Sie darüber nach....
"Wer solches rät, sollte damit rechnen, die Umsetzung als erster erdulden zu müssen."
Wer solches rät, sollte damit rechnen, die Umsetzung als erster erdulden zu müssen.
So was fordert man nicht. Damit ist (und wird) schon zuviel übles betrieben in der Welt.
@eiermeier;@Hein Daddel: Ich habe zwar kurz gezögert,dann aber den Beitrag von Hein Daddel unter "Ironie" abgebucht.
Nachdem ich ihn jetzt noch einmal gelesen habe,bin ich mir sicher,das meint HD Ernst,aber mit umgekehrtem Vorzeichen.
Oder?
Paging