Kaum steht eine Gruppe am Pranger: schwupps, kommt die Strafsteuer. Dabei wäre es besser, Bonuszahlungen an einen langfristigen Geschäftserfolg zu binden.
Da denkt man, es gebe nichts Neues auf der Welt, und wird doch immer wieder überrascht: Eine Strafsteuer in Höhe von 50 Prozent auf alle Bonuszahlungen ab einer bestimmten Höhe in Großbritannien - das ist doch was! Fragt sich nur, was aufregender ist: die Tatsache, dass eine westliche Regierung überhaupt auf eine solche Idee kommt - oder dass sie dafür auch noch allseits Beifall erhält; selbst Deutschlands Kanzlerin Merkel findet die Idee allen Ernstes "charmant".
Weihnachtstrubel in der Oxford Street in London: In der britischen Finanzmetropole werden die Bankerboni gerade heiß diskutiert. (© Foto: Getty)
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Der Grund für die breite, mitunter hämische Zustimmung erklärt sich natürlich mit dem Negativ-Image der Banker, das sich die Zunft selbst zuzuschreiben hat. Die Gier mancher ihrer Vertreter ist schwer erträglich. Dass großzügige Boni irrwitzige Risiken provoziert haben, ist bekannt. Und dass einige der eben erst vom Staat geretteten Institute weitermachen, als sei nicht gewesen, ist empörend. Der Verstand sollte gleichwohl eingeschaltet bleiben. Wer anfängt, Tagespolitik über das Steuerrecht zu regeln - das britische Gesetz soll für vier (!) Monate gelten -, der kann auch gleich misswirtschaftende Manager höher besteuern - oder wie wäre es mit erfolglosen Politiker, schlechten Lehrern, Börsengewinnern? Kaum steht eine Gruppe am Pranger: schwupps, kommt die Strafsteuer.
Besser wäre es doch, Bonus-Zahlungen an einen langfristigen Geschäftserfolg zu binden, um Missbrauch zu verhindern, ohne Leistungsanreize zu blockieren. In Deutschland wollen die Banken dies jetzt freiwillig organisieren, mit Hilfe der Bundesregierung. Auf eine solche Selbstverpflichtung hinzuwirken, ist tausendmal klüger, als das Steuerrecht zu deformieren. Aber klar: In Großbritannien wird bald gewählt; da heiligt der Zweck jedes Mittel.
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(SZ vom 11.12.2009/mel)
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Anstand und Respekt vor den schwachen in unserer Gesellschaft ist bei diesen Leuten ein Fremdwort. Eigentlich beschämend das man über Massnahmen bei Boni Zahlungen Diskutieren muss. Diese Leute ohne jegliche Soziale Verantwortung sollten sich in Grund und Boden schämen
...und schreibt dummes Zeug, tut mir leid. Es ist vollkommen richtig exorbitante Gehaltszahlungen ob es nun Boni oder Festgehälter sind auch exorbitant zu besteuern. Dann gibt es auch keine Gehaltsobergrenze. Die einzig wirksame Möglichkeit des Staates auf dieser Ebene ist Steuerung durch Steuern.
In keiner Berufsgruppe wie bei Bankern und Managern gibt es so viele Psychopathen und Kriminelle. Anstand, Respekt vor den schwachen in unserer Gesellschaft ist bei ihnen ein Fremdwort.
Die Süddeutsche hat meinen Kommentar gelöscht finde ich sehr schwach.
Diese Boni-Banker sind zäh wie Leder. Die lachen sich jeden Abend über uns tot. Die haben kein Mitleid verdient. Was wir brauchen ist eine neue Elite, die sich endlich wieder bescheidener gibt und was die Boni-Banker brauchen, das sind Regeln, die das Risiko soweit begrenzen, dass die Boni-Banker endlich lernen mit Boni : 2 zufrieden zu sein.
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