Angetrieben von guten Vorgaben der Aktienmärkte in Übersee hat die deutsche Börse am Montag an die Kursgewinne zum Wochenausklang angeknüpft.
Der deutsche Leitindex Dax stand kurz nach Handelsbeginn 2,6 Prozent höher bei 5.068 Punkten, der MDax mittelgroßer Werte legte 1,5 Prozent auf 5.724 Zähler zu. Der TecDax gewann 3,9 Prozent auf 563 Punkte.
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Lachende Börsenmaklerin: Die Stimmung an der Börse Frankfurt entspannt sich etwas. (© Foto: AP)
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Bei den Unternehmen stand die Allianz im Mittelpunkt des Interesses. Ihre Aktien stiegen trotz hoher Verluste bei der Dresdner Bank um 3,1 Prozent auf 67,56 Euro.
Im Nebenwerte-Index MDax zogen die Papiere von Bilfinger Berger um 7,7 Prozent auf 38,85 Euro an. Der Baukonzern hatte seine Gewinnprognose für 2008 hochgeschraubt.
Die im Kleinwerte-Index SDax gelisteten Titel von Centrotec legten nach Bekanntgabe eines Gewinnsprungs um 10,6 Prozent auf 9,08 Euro zu.
Händler verwiesen auf die Kursgewinne der US-Börse und in der Folge auch in Asien als wichtigste Unterstützung. An der Wall Street hatten am Freitag Käufe von Schnäppchenjägern den zweitägigen Abwärtstrend gestoppt. Der Dow-Jones-Index schloss 2,9 Prozent höher und der Future auf den Leitindex stand am Morgen 348 Punkte über seinem Niveau zum Xetra-Schluss am Freitag.
Konjunkturprogramm schiebt Börsen an
Das von China angekündigte Konjunkturprogramm ließ die Aktienkurse auch in Asien kräftig gestiegen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging 5,8 Prozent höher bei 9.081 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 4,3 Prozent auf 916 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Shanghai, Südkorea und Singapur verzeichneten teilweise deutliche Gewinne. Dagegen tendierte die Börse in Taiwan leicht im Minus.
Der Nikkei-Index übersprang erstmals seit Tagen wieder die symbolisch wichtige Marke von 9000 Punkten. Die Käufer profitierten dabei von den Ende vergangener Woche stark gefallenen Kursen - zahlreiche Aktien waren zu einem günstigen Preis zu haben.
In Shanghai kletterten die Kurse bis zum Nachmittag (Ortszeit) um mehr als sieben Prozent. Das Konjunkturprogramm Chinas sei größer als erwartet ausgefallen und stärke das Vertrauen der Investoren, sagte ein Händler dort.
Die chinesische Regierung hatte am Sonntag angekündigt, die Konjunktur in den kommenden beiden Jahren mit einem 4000 Milliarden Yuan (464 Milliarden Euro) schweren Paket zu stützen.
Mit Steuersenkungen und Investitionen soll vor allem der Konsum der Chinesen angekurbelt werden. Wegen der weltweiten Finanzkrise brechen die chinesischen Exporte ein; zahlreiche Unternehmen mussten wegen mangelnder Aufträge bereits schließen.
(sueddeutsche.de/AFP/Reuters/mel/pak/hgn)
Linke-Parteitag in Göttingen
Die Chinesen machens genau richtig, indem sie die Auslandsnachfrage durch Inlandsnachfrage ersetzen. Auch für die deutsche Wirtschaft ist dies gut, könnte China doch den Nachfragerückgang in den USA etwas substituieren.
Zocken auf Staatsknete und Konjunkturprogramme? Wie dümmlich. Jedenfalls nichts für Anleger, die langfristig denken. Am besten, Aktien verkaufen und die Börsianer schwafeln lassen, Analysten überhören und Berater ignorieren.
Da ist immer noch jede Menge heißer Luft im Markt.
Zum einen ist die Gesundung in China genauso "staatlich verordnet" wie überall sonst auf der Welt, inkl. BRD und darüber hinaus warten wir doch mal die nächsten paar Tage ab, ob sich die Indizes wirklich nachhaltig erholen. Nachhaltigkeit ist hier das Stichwort.