Starke Verluste bei den VW-Titeln bescheren dem Dax ein deutliches Minus. Doch fast alle Dax-Werte steigen massiv an.
Der Deutsche Aktienindex ist aufgrund massiver Verluste der Volkswagen-Aktie am Mittwoch schwach in den Handel gestartet. Das Leitindex der Deutschen Börse verzeichnete bis gegen Mittag ein Minus von rund einem Prozent und notierte bei 4780 Punkten.
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An der Wall Street hatte der Dow Jones knapp elf Prozent auf 9065 Punkte gewonnen, in Japan rückte der Nikkei rund acht Prozent auf 8212 Zähler vor.
VW-Titel verloren nach den heftigen Kapriolen der vergangenen Tagen rund 40 Prozent und kosteten knapp 541 Euro.
Hypo Real Estate legen deutlich zu
Fast alle anderen Dax-Aktien standen derweil kräftig im Plus - konnten den Dax aufgrund des derzeit hohen Gewichts der VW-Aktie allerdings nicht in den grünen Bereich ziehen.
Auch die Hypo Real Estate, die als erste Privatbank angekündigt hat, den Bankenrettungsfonds der Bundesregierung in Anspruch nehmen zu wollen, legte 5,5 Prozent zu.
Zu den größten Gewinnern gehörten im Dax die Aktien von Siemens, Daimler und BASF, die jeweils mehr als 20 Prozent gewannen.
Einziger Verlierer neben Volkswagen war die Postbank, die 0,2 Prozent abgab.
Am Dienstag hatte sich der Wert der VW-Aktie im Tagesverlauf nahezu verdoppelt und zeitweise sogar die 1000-Euro-Schwelle durchbrochen. Die Deutsche Börse hatte in der Nacht bekannt gegeben, den VW-Aktien weniger Gewicht im Dax zu geben zu wollen.
Die Regeln für den Handel an der Deutschen Börse sehen vor, dass keines der 30 Unternehmen im Dax mehr als zehn Prozent Gewicht in dem Leitindex haben darf.
Die VW-Aktie hatte diese Grenze am Dienstag jedoch massiv überschritten und 27 Prozent des im Dax vertretenen Unternehmenskapitals ausgemacht. Der Wolfsburger Konzern war damit zeitweise das teuerste Unternehmen der Welt und überflügelte sogar den US-Mineralölkonzern Exxon Mobil.
Normalerweise werden die Aktien im Dax nur zu festgelegten Terminen neu gewichtet. Der nächste Termin war erst für Dezember vorgesehen. Hintergrund für den Kurskapriolen von VW-Titeln ist eine Mitteilung des Stuttgarter Sportwagenherstellers Porsche vom Wochenende, in der das Unternehmen bekannt gegeben hatte, bereits 74 Prozent der VW-Aktien zu kontrollieren.
Daraufhin startete zu Wochenbeginn ein Ansturm auf die VW-Papiere, weil sich Spekulanten wegen ihrer Wetten auf fallende Kurse des Wolfsburger Unternehmens mit VW-Aktien eindecken mussten.
Die Nachfrage ist daher extrem hoch, das Angebot der frei verkäuflichen VW-Aktien am Markt beträgt aber nur noch rund sechs Prozent. Porsche kündigte deswegen am Mittwoch an, womöglich Teile seiner VW-Papiere wieder verkaufen zu wollen, um den Kurs der VW-Papiere wieder zu beruhigen.
"Ökonomisch sehr sinnvoll"
Unicredit-Analyst Georg Stürzer bezeichnete den Schritt von Porsche als "ökonomisch sehr sinnvoll" und blieb bei der Empfehlung "Buy" mit dem Ziel 152 Euro. Die Porsche-Aktie gewann 25,00 Prozent auf 57,50 Euro.
Bayer-Titel gewannen nach der Bilanzvorlage rund vier Prozent auf 42,44 Euro. Der Chemie- und Pharmakonzern bekräftigte trotz der jüngsten Zuspitzung der Finanzkrise seine Prognosen für das Gesamtjahr. Auch für das kommende Jahr zeigte sich der Konzern grundsätzlich optimistisch. Die Unicredit beließ die Aktie auf "Buy" mit einem Kursziel von 64 Euro.
Der Kurs des Euro hat am Mittwoch zu einer kräftigen Erholung angesetzt und ist zeitweise über die Marke von 1,28 US-Dollar gesprungen. Händler begründeten die Kursgewinne der Gemeinschaftswährung mit der Aussicht auf eine Zinssenkung in den USA.
(sueddeutsche.de/hgn/mel)
Linke-Parteitag in Göttingen
Der Größte und Hauptgewinner ist Porsche mit seinen VW Aktien. Die 15 Milliarden, welche die Hedge Fonds an Verlusten gemacht haben, hat ja nun wohl Porsche. Als Hedge Fonds in fallende VW Aktien investierten, sprach Porsche von weiteren Zukäufen. Daraufhin stiegen die Kurse und der Traum der Hedge Fonds war vorbei. Um die Verluste in Grenzen zu halten, mußten Sie Aktien kaufen, die vorher nur Leerkaüfe waren. Bei 1000,00 das Stück lieferte Portsche. Die können ihren Bestand ja nachher billiger wieder aufstocken. Hedge Fonds, die Heuschrecken und moderner Albtraum wurden entzaubert und was tun sie, sie beschweren sich. Dabei ist das herrlich. Jetzt haben sie die Grenzen gesehen.