Während BMW über einen neuen Umsatzrekord jubelt, freut man sich bei Porsche über eine Versechsfachung des Gewinns. Doch der Grund dafür ist ungewöhnlich.

Im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres, das bis Ende Juli geht, fuhr der Sportwagenbauer Porsche nach vorläufigen Berechnungen einen Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro ein, wie das Unternehmen am Freitag in Stuttgart mitteilte.

Deutschlands Autohersteller freuen sich über glänzende Geschäfte. (© Foto: ddp)

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Das war mehr als sechs Mal so viel wie im selben Zeitraum des Vorjahres. Verantwortlich für die klingenden Kassen waren weniger die sportlichen Autos - der Geländewagen Cayenne verkaufte sich vor dem Modellwechsel deutlich schlechter und in den USA fällt Porsche zurück - sondern der Einstieg als Großaktionär bei Volkswagen. Der gestiegene Aktienkurs habe 520 Millionen Euro auf der Haben-Seite der Bilanz eingebracht, erklärte Porsche.

Der Sportwagenbauer hält nach eigenen Angaben inzwischen 27,4 Prozent an den Wolfsburgern und hat angekündigt, die Beteiligung bis knapp unter die Marke von 30 Prozent ausbauen zu wollen. Dank der Beteiligung ist Porsche inzwischen auch für den Rest des Geschäftsjahres optimistischer.

Rekorde auch bei BMW

Auch bei BMW blickt man zufrieden auf das abgelaufene Geschäftsjahr, hat das Münchner Konzern doch erneut einen Umsatzrekord eingefahren. Mit 49 Milliarden Euro lagen die Konzernerlöse um 5 Prozent über dem Vorjahreswert von 46,6 Milliarden Euro, wie BMW am Freitag in München mitteilte.

Den Konzerngewinn will der Münchner Autobauer erst bei Veröffentlichung der offiziellen Jahresbilanz im März bekannt geben. BMW-Chef Norbert Reithofer kündigte jedoch auch hier ein Rekordergebnis in der Größenordnung von vier Milliarden Euro vor Steuern an.

Interne Effizienzsteigerungen und die gestiegenen Absatzzahlen hätten nach jetzigem Stand die Mehrbelastungen durch ungünstige Währungswechselkurse und die gestiegenen Rohstoffpreise ausgleichen können. BMW hatte bereits Anfang des Monats auf der Autoshow in Detroit einen weiteren Absatzrekord für das abgelaufene Jahr verkündet.

Mit einem Anstieg um 3,5 Prozent auf 1,37 Millionen Fahrzeuge setzten die Münchner zum zweiten Mal in Folge mehr Neuwagen ab, als die Stuttgarter Mercedes-Gruppe mit 1,148 Millionen. Reithofer bekräftigte, dass sein Konzern auch 2007 einen Absatzrekord aufstellen wolle, um den Vorsprung vor den Stuttgartern zu verteidigen: "Wir wollen im laufenden Jahr weiterhin die Nummer eins im Premiumsegment bleiben."

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(AFP/AP/sueddeutsche.de)