Der Autobauer BMW will 2008 dem schwachen Dollar trotzen und seinen bereinigten Gewinn ausbauen.
"Wir wollen ein Konzernergebnis vor Steuern über Vorjahr erreichen", sagte Vorstandschef Norbert Reithofer am Dienstag in München.
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Ohne einen Buchgewinn in Höhe von 97 Millionen Euro aus dem Verkauf weiterer Anteile am britischen Triebwerksbauer Rolls-Royce belief sich 2007 das Ergebnis vor Steuern auf 3,776 Milliarden Euro. Durch weitere Effizienzsteigerungen und Strategiemaßnahmen werde BMW 2008 die Umsatz- und Kapitalrendite verbessern. "Externe Effekte wie Währung und Rohstoffpreise werden die Ergebnisentwicklung belasten", sagte Reithofer weiter.
Währungsbelastungen
Die Währungsbelastungen waren 2007 auf 517 (VJ: 666) Millionen Euro zurückgegangen; für 2008 erwartete der BMW-Chef einen weiteren Rückgang. Der Konzern sei in den Hauptwährungen Dollar, Yen und Pfund nahezu vollständig abgesichert.
"Wir arbeiten intensiv daran, unsere Ergebnisentwicklung vom Dollar unabhängiger zu machen." Dazu wird die Produktionskapazität im US-Werk Spartanburg aufgestockt und auch der Einkauf im Dollarraum ausgeweitet.
Langfristig werde sich die gute Leistung des Konzerns auf dem größten Automarkt der Welt auch wieder in höheren Ergebnisbeiträgen niederschlagen. Der schwache Dollar belastet BMW besonders, weil die USA für die Münchner der größte Einzelmarkt - weit vor Deutschland - sind.
Der Konzern will 2008 in der Region mindestens so viele Autos wie im Vorjahr (335.840) verkaufen. Reithofer räumte aber ein, dass die Kreditkrise die US-Wirtschaft schwächen und dann auch die Autoindustrie treffen könnte.
Weiterer Anstieg bei Rohstoffpreisen erwartet
Bei den Rohstoffpreisen rechnete der BMW-Chef mit einem weiteren Anstieg. 2007 schlugen höhere Preise für Stahl oder Aluminium mit 288 (VJ: 178) Millionen Euro zu Buche.
Der Konzernchef sagte, durch die angeschobenen Strategiemaßnahmen würden im laufenden Jahr Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich erzielt. 2007 habe BMW 351 Millionen Euro gespart.
Nach einer Effizienzsteigerung von mehr als 10 Prozent im Vorjahr erhöhte Reithofer das Produktivitätsziel für die kommenden Jahre auf durchschnittlich sieben bis acht Prozent; bisher war eine Verbesserung von fünf Prozent angepeilt.
BMW will bis 2012 insgesamt sechs Milliarden Euro einsparen, davon vier Milliarden bei Zulieferer- und Materialkosten. Zudem baut der Konzern 8100 Stellen ab, wovon 7500 auf Deutschland entfallen.
Ebit-Marge von acht bis zehn Prozent
Reithofer bekräftigte, 2012 wolle BMW im Kernsegment Auto eine Ebit-Marge von acht bis zehn Prozent erreichen und eine Kapitalrendite (ROCE) von 26 Prozent. Trotz immer neuer Spitzenwerte bei Absatz, Umsatz und Gewinn liegt BMW bisher bei den Margen hinter der Konkurrenz. Reithofer sagte: "Abgerechnet wird immer am Schluss."
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(sueddeutsche.de/Reuters/pak)
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