Tief durchatmen bei BMW: Zwar wirkt sich die Wirtschaftskrise massiv auf die Absatzzahlen aus - trotzdem rechnet das Unternehmen für 2008 mit einem deutlichen Gewinn.
Die Wirtschaftskrise lässt auch den bayerischen Autohersteller BMW nicht unberührt. Im vergangenen Jahr ist der Konzernumsatz um fünf Prozent auf 53,2 Milliarden Euro gesunken, teilte der Konzern mit. Vor einem Jahr hatte die Nachricht aus München noch ganz anders gelautet: Damals konnte BMW seinen Umsatz noch um 14 Prozent auf 56 Milliarden Euro steigern.
Verhalten positive Signale aus München: BMW hat im Jahr 2008 zwar weniger Umsatz gemacht, doch trotzdem wird das Unternehmen deutlich schwarze Zahlen schreiben. (© Foto: AP)
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Entwarnung gab der bayerische Autobauer dagegen beim Konzernergebnis. Dieses sei im Jahr 2008 deutlich positiv ausgefallen. Die Bilanz mit den Gewinnzahlen wird am 18. März vorgelegt.
Die Umsatzeinbußen wurden nach BMW-Angaben vor allem durch das Kerngeschäft Automobile verursacht. Hier seien die Einnahmen um 9,4 Prozent auf 48,8 Milliarden Euro gesunken. Teilweise ausgeglichen wurde der Rückgang von einem um 12,8 Prozent gewachsenen Umsatz bei den Finanzdienstleistungen und einem minimalen 0,2-Prozent-Wachstum bei Motorrädern.
Mit 1,436 Millionen abgesetzten Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce hatte der Dax-Konzern 2008 das Jahr 2008 mit einem Absatzminus von 4,3 Prozent beendet. Nach der Verschärfung der Finanzmarktkrise im Herbst waren die Absatzzahlen bei BMW drastisch eingebrochen.
Aktie deutlich im Plus
Neben der erheblichen Kaufzurückhaltung bei Neuwagen habe es auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt keine Stabilisierung gegeben. Sinkende Preise dort beeinträchtigen den Autohersteller dadurch, dass sie die Restwerte von Leasingautos am Ende der Laufzeit drücken.
Dass es erste Eintrübungen in der BMW-Bilanz gibt, ist auch an der Zahl der Mitarbeiter zu sehen. Ende des Jahres waren noch 100.000 Menschen bei BMW beschäftigt, das waren mehr als 7000 weniger als im Vorjahr.
Auch die Börse honorierte die vergleichsweise guten Nachrichten aus München. Mit einem Plus von mehr als fünf Prozent gehörte die BMW-Aktie am Mittag zu den Gewinnern im Deutschen Aktienindex. Auch die Papiere von Konkurrent Daimler und lagen deutlich im Plus.
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(sueddeutsche.de/dpa/ddp-bay/AP/tob)
Je weniger Eigenkapital im Unternehmen steckt, je mehr man auf Fremdkapital, also billige Kredite schielt, desto höher die Eigenkapitalrendite - das ein und alles, an dem der Vorstand gemessen wird.
Also immer schön das Kapital aus dem Unternehmen ziehen und wenn die Kredite klemmen, dann geht die Liquidität den Bach runter.
Betriebswirtschaftliche Logik eben...
Die jetzige Krise zeigt es doch mal wieder: eben noch horende Summen an die Anteilseigner abgeliefert und jetzt schon zu arm um in einer Durststrecke die Arbeiter nich richtig zu bezahlen.
Mein Vorschlag: die Firmen müssen in guten Zeiten einen Teil des Reingewinns (nach allen Abzügen) behalten - sozusagen von der Dividendenausschüttung einbehalten. Dies kommt dann auf ein staatlich beauchsichtigtes Konto. Und dieses darf nur in Minus-Zeiten angetastet werden, oder zum Ausgleich der Kurzarbeitszahlungen oder bei Insolvenz. Die Gesamtsumme sollte ein halber Jahresumsatz o.ä. sein. Wenn dieses Spar-Niveau erreicht ist kann auch wieder alles als Dividende ausgezahlt werden.
Diese Massnahme würde den Firmen nicht schaden, denn das Dividenden-Geld war eh als vollständiger Kapitalabfluss gedacht.
Ich denke, dass dies notwendig ist, da die modernen Firmen zu kurzfristig und short-optimistic sind.
trotzdem rechnet das Unternehmen für 2008 mit einem deutlichen Gewinn.
was ist dass denn, Schnee von gestern oder!
was in diesem Jahr gilt, gilt für alle, " survival for the FITTEST"!!
abwarten, wie unserer deutsche Autoindustrie sich behauptet...........
Nachricht SZ vom 20.1.2009:
"BMW in Not
Beim ehemaligen Vorzeigekonzern läuft es nicht mehr rund: BMW hat Interesse an staatlichen Hilfen und kündigt zugleich Kurzarbeit an vier Standorten an. Betroffen sind 26.000 Mitarbeiter - bis Ende März."
Das heißt, die machen Gewinne und lassen die Kurzarbeiter vom Staat mitbezahlen.
Wie soll man das denn nennen?
So läuft es hier. Vom Steuerzahler direkt in die Taschen der Konzerninhaber.
Gehen sie diesen Nebengewerben nach? Denke zum Nichtkerngeschäft gehören andere Bereiche. Sie sollten nicht immer von sich auf andere schließen! ;-)
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