BMW schreibt noch verhältnismäßig gute Zahlen. Doch die leichtrote Bilanz lässt die Mitarbeiter bangen - um die Betriebsvereinbarung zur Beschäftigungssicherung.
Vor geraumer Zeit quittierten die Finanzmärkte einen Auftritt des damals neuen BMW-Konzernchefs Norbert Reithofer vor Analysten in London noch mit einem sinkenden Aktienkurs - trotz damals glänzender Geschäftszahlen. Die Zeiten haben sich geändert, die Messlatte hängt niedriger. Heute genügt es, wenn das Quartalsergebnis von BMW nicht so desaströs ausfällt wie von den Börsianern erwartet. Ein unverhofft geringer Verlust gilt als Erfolg. Schon steigt der Kurs um viereinhalb Prozent. Reithofer erhält das sprachlich problematische, aber zweifelsfrei positiv gemeinte Prädikat "Krisenmeisterer"
Schreibt nur leichtrote Zahlen: Der Premiumhersteller BMW verzeichnet für das erste Quartal einen Verlust vor Zinsen und Steuern von 55 Millionen Euro. (© Foto: Reuters)
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Es hätte also schlimmer kommen können. Reithofer wird ehrlicherweise nicht müde bei der Vorstellung der Quartalszahlen mehrfach darauf hinzuweisen, dass er 2009 für BMW als ein "Übergangsjahr" sieht. Prognosen für die nächsten Quartale verweigert er weiter, alles wird schlechter ausfallen als 2008. Im kommenden Jahr jedoch sollen neue Modelle und eine sachte erwachende Konjunktur den weltweit nach wie vor führenden Hersteller luxuriöser Premiumautos bereits wieder beschleunigen.
Hoffentlich behält Reithofer mit seiner optimistischen Einschätzung der ferneren Zukunft von BMW recht. Denn für die noch 100.000 Mitarbeiter des Konzern beginnt mit dem Verlust im ersten Quartal eine Zeitbombe zu ticken. Sie hoffen auf Gewinne noch in diesem Jahr. Denn wenn BMW vier Quartale in Folge, also ein Geschäftsjahr lang, Verluste schreibt, ist die Betriebsvereinbarung zur Beschäftigungssicherung bis 2014 wenig wert. Sie kann dann gekündigt werden. So weit kommt es hoffentlich nicht. Das erste Quartalsergebnis ist dafür ein gutes Signal.
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(SZ vom 07.05.2009/mel)
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Jetzt müssen das nur noch die Käufer (also die Firmenkunden) auch so sehen und wir brauchen keine t-te Runde Subventionen für BMW spielen.
Ja, der Beschäftigungspakt wurde von Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam unterzeichnet und hat ja auch seinen Sinn, denn ohne Moos ist nix los. Zudem haben die BMW-Mitarbeiter ja über viele Jahre gute Gehälter eingestrichen, was man so gehört hat. Und entsprechend sollten die Sparbücher der Mitarbeiter gut gefüllt sein, so daß es keinen Grund zur Sorge gibt. Der Herr gibt und der Herr nimmt.
a bissl reißerisch..
im augenblick kaufen die leute keine autos. jetzt ist ruhe erste journalistenpflicht.
BMW = Bitte Mehr Wettbewerb?
Alleine aufgrund des Beschäftigungssicherungsvertrages wird keine vier Quartale Gewinn eingefahren werden.
BMW hat die besten Produkte, die besten Mitarbeiter, das beste Management, die besten Aktionäre und vor allem die besten Kunden.
Da brennt nichts an.