Das Leiden Haitis beschäftigt das Weltwirtschaftsforum in Davos: Ex-US-Präsident Clinton warb um Unterstützung für den zerstörten Karibikstaat.
Der amerikanische Ex-Präsident kam schnell zur Sache: "Wenn Sie mir 100 Pickups und Kleinlaster besorgen können, ich brauche sie gestern."
Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton wirbt in Davos für den Wiederaufbau von Haiti. (© Foto: AP)
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Bill Clinton wirbt in Davos für den Wiederaufbau von Haiti, das vor zwei Wochen von einem Erdbeben erschüttert wurde, das wahrscheinlich 150.000 Todesopfer fordert. Er ist Sondergesandter der Uno für Haiti und koordiniert mit seinem Nachfolger George W. Bush für den jetzigen US-Präsidenten Barack Obama die Haiti-Hilfe.
Hilfe zur Selbsthilfe
Clinton zeigte sich bewegt vom Schicksal der Menschen. Sein erstes Resümee ist: Die schlimmste Zeit sei überstanden. Es gebe viele Helfer, Organisation und Material im Land. Das Problem sei, die Hilfe zu dem Menschen zu bringen. "Es gibt kein Verteilungssystem." Statt der derzeit 15 Verteilzentren für Hilfsgüter würden 100 bis 200 gebraucht, so der Ex-Präsident. "Denken Sie darüber nach, dem Land zu helfen", sagte Clinton.
Klaus Schwab, der Organisator des Treffens von Managern und Regierungsvertretern, hatte kurzfristig den Aufruf zur Hilfe von Haiti zu einem Schwerpunkt des diesjährigen Treffens gemacht. Clinton war schon mehrfach in Davos.
Der Ex-Präsident erklärte, die Menschen in Haiti hätten jetzt eine viel größere Chance, ihr Land in die richtige Richtung zu entwickeln als vor der Katastrophe. Dazu müssten aber die zahllosen Nicht-Regierungsorganisationen im Lande und die Regierungen stärker zusammenarbeiten. Eine solche gemeinsame Anstrengung sei in Indonesien nach dem Tsunami von 2004 erfolgreich gewesen. "Wir müssen dem Land die Hilfe zur Selbsthilfe geben", sagte Clinton. "Ich lade Sie ein, daran teilzunehmen."
Lob für Besonnenheit der Haitianer
Denis O'Brien, der irische Telekommunikationsunternehmer, der sich neben Clinton in Davos für Haiti engagiert, forderte auf dem Wirtschaftstreffen die Unternehmer auf, sich in dem Land zu engagieren. Die Inselrepublik sei für Investitionen gut geeignet, sagte der Unternehmer, der in Haiti die Mobilfunkfirma Digicell betreibt, eines der größten privaten Unternehmen im Land. Die Menschen seien fleißig. Nicht zuletzt lebten dort zehn Millionen Konsumenten. "Tun Sie etwas, tun Sie es aus wirtschaftlichen Gründen", sagte der Unternehmer.
Am Tag zuvor hatte O'Brien in Davos die Haiti-Hilfe der Europäischen Union als "armselig" kritisiert. Der Unternehmer verteidigte die Haitianer wegen ihrer Besonnenheit. "Wenn diese Katastrophe in meinem Heimatland Irland passiert wäre, hätte es Aufstände gegeben."
Der brasilianische Außenminister Celso Amorim, dessen Land eine Führungsrolle in Haiti nach dem Erdbeben eingenommen hat, warnte davor, dass die Jugend Haitis abwandere. "Sie können zeigen, dass es nicht nur die Gier gibt", sagte Amorin den versammelten Wirtschaftsführern aus aller Welt. Haiti brauche neben Investitionen auch ganz schnell Zoll- und Quotenfreiheit für seine Exportprodukte, etwa Textilien oder Lederwaren. Auch gelte es, die gewaltigen Umweltsünden, etwa den Raubbau an den Wäldern, wieder gutzumachen.
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(SZ vom 29.01.2010/jobr)
Unnütze Hygienemaßnahmen
und wo zum Teufel ist Monika...........
Gute Bemerkng... Das sollte uns Allen aber auch sehr zu Denken geben!
Ich mochte den Clinton eigentlich nie so recht. Aber ich find es gut, wie und dass er sich einsetzt. Dass er auch Voträge für verdammt viel Geld hält, sei ihm gegönnt. Oder glaubt jemand, dass ein Ex-US-Präsident einfach so einen normalen Job ausüben kann? Er ist mir bei Weitem sympatischer als dieser Al Gore. Was mich im Artikel positiv überrascht hat, war die Tatsache dass Bill zusammen (!) mit Georg W. die Haiti-Hilfe koordinieren.
als solche Maulaufmacher wie Gerd Schröder und Joschka Fischer, den die sind wohl noch beim sortieren ihrer lukrativen Beraterverträge beschäfftigt!!!!!
Clinton kassiert Millionen Dollar jedes Jahr für "Vorträge" u.a. für die Autoindustrie, die ihre Pick-Up's nicht mehr los wird. Als Präsident hat der Reaganomics-Fan sich als Deregulierungsfanatiker gezeigt mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Dritte Welt. Das jetzige amerikanische militärische Krisenmanagement ist genau so inkompetent wie in New Orleans, wo bis heute nichts zustande gebracht wurde für die Menschen. Mit Beginn der wirtschaftlichen Depression nach dem Sommer spricht keiner mehr von Haiti. Dreimal hat die USA in den letzten 30 Jahren in Heiti demokratisch gewählte Präsidenten absetzen lassen, die Veränderungen in Haiti einleiten wollten, davon mindestens einen CIA-finanzierten Militärputsch.
Paging