Thyssen Krupp

Der Stahlproduzent Krupp profitierte vom Aufstieg der Nationalsozialisten und ihrer Rüstungspolitik. Die Krupp-Werke in Essen wurden als "Waffenschmiede des Deutschen Reiches" bezeichnet und im Jahr 1937 wurde Firmenchef Gustav Krupp zum Wehrwirtschaftsminister ernannt. Während des Zweiten Weltkriegs setzte Krupp neben den regulären Arbeitern rund 100.000 Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge ein.

Der Historiker Lothar Gall arbeitete die Geschichte des Unternehmens mit seinem Buch "Krupp im 20. Jahrhundert" auf: Krupp habe sich im Dritten Reich "nach anfänglichem Zögern voll den Interessen des Staates und damit auch dessen neuen Krieges" untergeordnet.

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20. November 2007, 13:412007-11-20 13:41:00 © sueddeutsche.de