Die Budweiser-Brauerei Anheuser-Busch will die drohende Übernahme durch den größten Braukonzern der Welt, den belgischen Beck's-Hersteller Inbev, verhindern - und paktiert mit Brauern aus Mexiko.
Der US-Brauereikonzern Anheuser-Busch will laut einem Zeitungsbericht den Übernahmevorstoß des belgischen Konkurrenten und weltgrößten Brauereikonzerns Inbev mit einem Zukauf abwehren. Dafür führen die Amerikaner Übernahmegespräche mit dem mexikanischen Bierbrauer Grupo Modelo, schrieb das Wall Street Journal am Freitag unter Berufung auf informierte Kreise.
Beck's gegen Budweiser: Die US-Brauerei Anheuser-Busch wehrt sich gegen eine Übernahme. (© Foto: ddp)
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Traditionsmarke Budweiser
Der US-Brauer besitzt bereits einen Anteil von 50 Prozent an Modelo und wolle diesen jetzt auf 100 Prozent aufstocken. So hoffe Anheuser-Busch, zu groß für eine Übernahme zu werden. Modelo-Chef Carlos Fernández habe bereits "eine führende Rolle" in dem fusionierten Unternehmen angeboten bekommen.
Modelo lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab, bei Anheuser war zunächst niemand zu erreichen.
Anheuser-Busch habe bereits vor einigen Wochen Kontakt mit Grupo-Modelo-Chef Carlos Fernandez aufgenommen, als erste Berichte erschienen waren, Inbev plane ein Übernahmeangebot.
Ein Riesenkonzern würde entstehen
Inbev bietet 46 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) für Anheuser-Busch. Durch eine Fusion von Inbev ("Beck's", "Stella Artois") und Anheuser-Busch (US-Marke "Budweiser") würde der mit Abstand größte Bierbrauer der Welt entstehen. Anheuser-Busch kontrolliert fast die Hälfte des US-Biermarktes.
Der US-Konzern hatte am Donnerstag zurückhaltend auf das Angebot reagiert. Der Vorschlag war nicht mit Anheuser-Busch abgesprochen. Laut Wall Street Journal bewertet das Management die gebotene Summe als viel zu niedrig. Widerstand kündigten auch US-Politiker und US-Konsumenten der Traditionsmarke Budweiser an.
(sueddeutsche.de/spd/AFP/Reuters/jkr/tob)
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