Größer als Kraft, Goldman Sachs, Amazon und Ford? Der Börsengang von Facebook steht bevor. Und die Analysten überschlagen sich. Denn sollte es gelingen, die Daten des sozialen Netzwerks in bares Geld umzuwandeln, wird Facebook eins der wertvollsten Unternehmen der Welt. Doch einige Experten warnen vor hochfliegenden Erwartungen - und erinnern an die schon einmal geplatze Dotcom-Blase.
Das Risiko ist hoch: Investoren betrachten Internetfirmen wie Facebook eigentlich mit Skepsis - aber wer auf das richtige Unternehmen setzt, dem winken hohe Gewinne. Das schreibt die New York Times anlässlich von Facebooks geplantem Börsengang. Am Mittwoch hat das weltgrößte soziale Netzwerk seinen Börsenprospekt veröffentlicht.
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Das Volumen lag nur halb so hoch wie erwartet: Fünf MIlliarden Dollar will das Unternehmen bei den Anlegern zunächst einsammeln. Viele Investoren stellen sich aber die Frage, ob diese Zahlen die kolportierte Firmenbewertung von 75 bis 100 Milliarden Dollar rechtfertigen. Facebook selbst lässt in dem Börsenprospekt noch keine Rückschlüsse zu, welchen Wert das Management dem Unternehmen zumisst. Weder wird die Anzahl der auszugebenden Aktien angegeben, noch der Preis für das einzelne Papier.
Damit wäre das soziale Netzwerk größer als zahlreiche bekannte US-Firmen wie zum Beispiel Amazon, Caterpillar, Kraft Foods, Ford Motors oder die Investmentbank Goldman Sachs.
"Es gibt einen großen Bedarf und die große Gelegenheit, jeden in der Welt zu vernetzen, jedem eine Stimme zu geben und dabei zu helfen, die Gesellschaft für die Zukunft vorzubereiten", sagte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bei der Präsentation. Bei der Beantragung des Börsengangs gab das Netzwerk erstmals Einblick in seine Bilanz: Demnach stieg der Gewinn 2011 um 65 Prozent auf eine Milliarde Dollar. Der Umsatz lag bei 3,71 Milliarden Dollar.
Die New York Times sieht in ihrer Analyse daher großes Potential: "Facebook wird mehr Nutzer haben als irgendeine andere Firma - und mehr Daten", zitiert die Zeitung einen Analysten. Sollte es gelingen, diese Daten in bares Geld umzuwandeln, werde das soziale Netzwerk mit seinem mehr als 800 Millionen* Nutzern das wertvollste Internetunternehmen überhaupt sein.
"Bei sozialen Netzwerken ist Facebook der Platzhirsch schlechthin. Es ist die Firma, an der sich alle messen", sagte Analyst Michael Gartenberg von der Beratungsfirma Gartner kurz vor der offiziellen Bekanntgabe des Börsengangs. Auch wenn das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Silicon Valley inzwischen auf die Marke von einer Milliarde Nutzer zusteuere, sehe er für den Konzern noch immer "riesige Wachstumsmöglichkeiten". Facebook arbeite zudem daran, sich neben der Werbung neue Erlösquellen zu erschließen, etwa im Mobilgeschäft und mit Online-Spielen, Musik und Filmen.
Zwischen Warnungen und Euphorie
Allerdings wird in dem Bericht der New York Times vor einer zu hochfliegenden Bewertung von Facebook gewarnt - und an die Dotcom-Blase Ende der neunziger Jahre erinnert, als unzählige Internetunternehmen wie im Rausch Aktien ausgaben, aber die völlig überzogenen Prognosen nicht erfüllen konnten.
Auch Beispiele aus der Gegenwart zeigten, dass Onlineunternehmen vorsichtig bewertet werden müssten. Man denke nur an den Überlebenskampf des Schnäppchenmarkts Groupon oder des Spieleanbieters Zynga, die beide Mühe haben, den bei den Börsengängen veranschlagten Wert zu halten. Aber es gibt auch positive Beispiele: Google zum Beispiel hat seinen Wert seit 2004 von 27,6 Milliarden auf 190 Milliarden US-Dollar gesteigert - Facebook wird ein ähnliches Potential zugetraut.
Ob Facebook eine lohnendes Ziel für Investitionen ist, kommt am Ende möglicherweise auf die Anlagestrategie an. Maik Haufe, Finanzexperte der Quirin Bank, würde langfristig orientierten Anlegern, "ganz klar nicht empfehlen", Geld in Aktien des Online-Netzwerks zu stecken, wenn diese auf den Markt kommen. Für den spekulativen Händler könne es aber eine Option sein, sich auch an Facebook zu beteiligen.
Grundsätzlich sei Facebook angesichts der bekannten Geschäftszahlen "sehr, sehr teuer bewertet und daher als spekulativ einzustufen", so Haufe. Dennoch hält der Experte einen Zusammenbruch nach dem Börsengang für unwahrscheinlich. "Das hat den einfachen Grund, dass Facebook schwarze Zahlen schreibt."
*18:10 Uhr: Von Milliarden in Millionen geändert. Danke für den Hinweis an das Bildblog. Für Rückfragen und Hinweise erreichen Sie uns auch via Twitter unter @sz.
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(Süddeutsche.de/beitz/lala)
Foto-Wettbewerb Talents
Hallo Bewohner von unserem Nachbarplaneten Blue (ihr nennt Euch selber "Erdlinge".
Im Namen des Planeten hggtfstrhrbgz (Ihr nennt unseren Planeten "Mars", nach einem Schokoriegel (?)),
sagen wir Euch vielen Dank, dass wir nun ebenfalle Eures Netzwerk
Namens Facebook verwenden dürfen. Daher lasst Euch nicht davon irritieren, dass Facebook trotz einer Weltbevölkerungsanzahl von gerade mal ca. 7 Milliarden Erdlinge ungefähr 800 Milliarden Nutzer hat.
Die restlichen ca. 793 Milliarden Nutzer, das sind nur wir vom Planeten hggtfstrhrbgz. Und wir nutzen es in friedlicher Absicht! Wirklich!
Im Namen
Kommand der Angriffsflotte und UNO-Bevollmächtigter vom Planeten hggtfstrhrbgz (Mars)
Schon lustig, was hier einige Zeitgenossen von sich gebenob nun Facebook sein Geld wert ist.
Die gleichen werden das zum Börsengang von Google auch gesagt haben. Erster Kurs von Google ca 80 € heute € 440,00. Höchststand € 519,00.
Ach noch zum Wert von Facebook, Facebook hat über 800 millionen Nutzer, die auch immer dabei bleiben werden. Diese Nutze sind natürlich interessant für die Firmen, die diese natürlich auch bewerben wollen.
Datensammeln, weiterverkaufen und auf Werbeeinnahmen spekulieren. Auf welche Basis taxiert welcher Blödmann den Wert des Unternehmens?
Die paar Serverfarmen alleine machen den Kohl nicht fett und die Zahl der User ist für mich die reine Anzahl der Accounts und die sagt nichts über die Nutzung aus. Ergo: Wert rein spekulativ.
Auf Facebook kann man im Gegensatz zu Suchmaschinen wie Google jederzeit verzichten.
Da werden noch einige Leute verdammt viel Geld verdienen - außer Herrn Zuckerberg, der bringt seine Schäfchen sicher ins Trockene. Ich sehe es wie Nick, dass ein Börsengang von fiktiven Werten - auch wenn es bei FB viel ist, persönlich nutze ich diese Plattformen nicht - ganz schön riskant ist, gerade in der heutigen Zeit.
Es werden sich vielleicht kaum Privatleute an Facebook beteiligen, aber alle die Informationen über Menschen brauchen werden es tun.
Solch ein Unternehmen, das kurz vor dem Börsengang noch damit wirbt Lebensgeschichten zu sammeln und den gläsernen Nutzer zu schaffen sind für viele nicht nur erhaltenswert sondern unbezahlbar.
Wer sich letztendlich beteiligt werden wir sehen.
Ähnlichkeiten mit anderen Internetfirmen sind daher nicht so groß.
Nur bei Google liegt ein ähnliches Informationssammelbedürfnis vor, was auch hier den hohen Wert erklärt.
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