Umgerechnet acht Millliarden Euro Staatshilfe kassiert der Atomkonzern Tepco, um die Folgen der Nuklear-Katastrophe von Fukushima zu beseitigen. Sein eigenes Engagement ist weitaus geringer. Und den Opfern macht es Tepco schwer, Entschädigungen zu bekommen.
Japans Steuerzahler werden die Rechnung von Fukushima übernehmen. Damit die Betreiberin Tepco die Opfer der Nuklearkatastrophe, die sie verursacht hat, entschädigen kann, wird die Regierung von Premier Yoshihiko Noda Tepco 890 Milliarden Yen zustecken, wie sie am Freitag beschloss. Das sind 8,2 Milliarden Euro. Die andern regionalen Stromproduzenten Japans steuern 1,1 Milliarden Euro bei.
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Tepco-Chef Toshio Nishizawa (r.) verneigt sich bei der Bilanzpressekonferenz am heutigen Freitag, um sich für die Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima zu entschuldigen. (© AFP)
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Tepco selbst will Kosten kürzen und seinerseits zwei Milliarden Euro aufbringen. Das Management hat die Löhne um 20 Prozent gekappt, jenen ehemaligen Angestellten, die über 80 Jahre alt sind, wurden sogar 30 Prozent der Renten gestrichen. Außerdem wird Tepco 7400 Stellen streichen. Das Management selbst jedoch kommt bisher ziemlich ungeschoren davon. Die Regierung erwartet von ihm lediglich "einschneidende Reformen".
An der AKW-Ruine kämpfen Tepco-Angestellte und vor allem schlecht bezahlte Zeitarbeiter von Vertragsfirmen noch immer um die Abschaltung der Reaktoren. Bis im Januar will Tepco die drei geschmolzenen Reaktoren ganz unter Kontrolle haben. Das ist nur ein Anfang: Wie man die vier beschädigten Abklingbecken zurückbaut, in denen geborstene radioaktive Brennstäbe unter freiem Himmel liegen, weiß niemand.
Fest steht aber: Die Demontage von Fukushima I wird etwa 30 Jahre dauern. Akira Tokuhiro, ein Japaner, der an der US-Universität Idaho Nuklear-Technologie lehrt, glaubt, dass dafür und die Dekontamination über Jahre etwa 10 000 Arbeitskräfte benötigt werden. Diese Kosten werden jedoch vom Geld, das Tepco jetzt vom Staat erhält, nicht gedeckt. Die knapp 10 Milliarden Euro dienen einzig der Entschädigung jener Menschen, die ihre Habe, ihr Zuhause und ihre Arbeit verloren haben. Und der Firmen, Bauern und Fischer, die wegen Schäden erlitten oder ganz aufgeben mussten.
Doch bei Entschädigungen geht es nur langsam voran. Die meisten Opfer haben noch kein Geld gesehen. Die Antragsformulare für die 76 000 betroffenen Haushalte wurden erst im September versandt. Sie umfassen 60 Seiten, das überfordert viele Leute. Und in Tepcos Beratungszentren muss man dafür lange Schlange stehen. Im Sommer versuchte Tepco, Obergrenzen für die Entschädigungen durchzusetzen und gewisse Schäden auszuschließen.
Da verwundert es nicht, wenn jetzt der Verdacht auftaucht, Tepco mache die Entschädigung bewusst schwierig. Wer evakuiert bleibt, muss künftig alle drei Monate einen solchen Antrag stellen. Das gilt für die meisten der über 100 000 Evakuierten. Obwohl die Regierung die sogenannte freiwillige Evakuierung der 20- bis 30-Kilometer-Zone formell aufgehoben hat, werden die Bewohner der meisten Dörfer frühestens im Frühjahr zurückkehren können.
Erst nachdem Tepco-Chef Toshio Nishizawa vom Parlament gerügt wurde, lieferte Tepco wenigstens ein kurzes Merkblatt nach. Außerdem hat Tepco versprochen, die Opfer künftig mehr zu "respektieren". Die Entschädigungen werden von Tepco abgewickelt, doch das Geld fließt nicht durch Tepcos Kasse, sondern wird von einer Gesellschaft ausbezahlt, die eigens dafür geschaffen wurde. Die 1,01 Billionen Yen werden also in der Konzern-Bilanz nicht auftauchen, die Entschädigungszahlungen auch nicht, nur Tepcos Beiträge an diese Gesellschaft. So schirmt Tepco seine Anleger gegen Regressionsforderungen ab.
Zahlen muss am Ende der Steuerzahler. Nach Angaben der Tageszeitung Mainichi werden bis März 2013 Entschädigungen in Höhe von 42 Milliarden Euro fällig. Tepco wird dazu wenig beitragen können. Die Firma hat am Freitag ihr Halbjahresergebnis bekannt gegeben und gewarnt, sie rechne mit einem Verlust von 576 Milliarden Yen fürs ganze Jahr, das sind 5,3 Milliarden Euro.
(SZ vom 05.11.2011/luk)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Übertreter von Gesetzen werden abgestraft. Bei der jetzigen Stromerzeugung erhöht man aus ideologischen Gründen das Risiko. Das ist ein Verbrechen. So einfach ist das, und das schlimmste ist dass diese Verbrecher die das alles anstellen straffrei herumlaufen und sich als Retter der Gesellschaft gebären.
Es wäre mal an der Zeit dass ein namhafter Journalist diesen Unsinn des frühzeitigen Atomausstiegs aufgreift und das Volk informiert.
Ja, die ideologischen Gründe, da fiele mir auch einiges ein, was man sofort ohne großen Kostenaufwand ändern könnte: Ich würde zunächsteinmal eine einzige nationale Regelzone schaffen, in der dann der Strombörsenkram abgewickelt werden könnte und hierachisch untergeordnete Regionale Regelzonen, in denen die Leistungsfrequenzregelung stattfinden könnte, das wäre mal wesentlich stabiler als der überlagerte Kokolores den wir momentan haben. Das würde auch die Pumpspeicher um ca. 30% effizienter machen, sowie die momentanen Instabilitäten im Netz beseitigen. Aber da müssten ja die EVUs auf althergebrachte Pfründe verzichten :-((
Wenn ich dann so lese wie die Lobbyisten den CO2 Zertifikate Handel torpediert haben, wird mir richtig schlecht. Gerade die EVU haben da ein doppeltes Spielchen gespielt: Die Zertifikate haben sie vom Staat umsonst bekommen aber die Preise dafür haben sie den Stromkunden aufgebürdet. Jede Wette: Jetzt wird dem gemeinen Dummbürger erzählt, die Strompreise seien wegen der Energiewende gestiegen. DAS ist ein Verbrechen @nix fia unguad :-((
Warum soll die bidirektionale Kopplung von Strom- und Gasnetz nicht leistbar sein?
Man wird die Bevölkerung leicht umschwenken können wenn man ihr reinen Wein einschenkt. Die gesundheitlichen Schäden und die zu erwartenden Kosten werden durch eine riesige PR-Offensieve verleugnet.
Mit dem Betrieb von Gaskraftwerken mit e-Methan haben Sie technisch recht. Nur ist das ganze einfach nicht leistbar.
Der Vergleich mit dem Individualverkehr ist absurd. Es werden ständig technische und gesetzliche Neuerungen geschaffen um diesen so sicher wie möglich zu machen, und das mit Erfolg. Übertreter von Gesetzen werden abgestraft. Bei der jetzigen Stromerzeugung erhöht man aus ideologischen Gründen das Risiko. Das ist ein Verbrechen. So einfach ist das, und das schlimmste ist dass diese Verbrecher die das alles anstellen straffrei herumlaufen und sich als Retter der Gesellschaft gebären.
Es wäre mal an der Zeit dass ein namhafter Journalist diesen Unsinn des frühzeitigen Atomausstiegs aufgreift und das Volk informiert.
Aber zumindest ist Ihnen bewusst dass der unsinnige Atomausstieg riesige Kolateralschäden verursacht. Das ist schon ein Fortschritt.
"Die AKWs weiter laufen lassen! Nebenbei der Bau von Kohle-&Gaskraftwerke die dem neuesten technischen Stand entsprechen, dann können die alten Dreckschleudern rückgebaut weden. Wenn danach der CO2-Ausstoss und der aller anderen gefährliche Gase gesunken ist, dann kann man nachdenken um eine entsprechende Zahl älterer KoKW abschalten.
Nebenbei sollen neue und sicherere AKWs geplant und gebaut werden. Wenn der Strombedarf es erlaubt können dann vor allem die älteren AKWs aus den Verkehr gezogen werden."
Da merkt man das Sie kein Politiker sind :o)) AKW lassen sich politisch einfach nicht mehr durchsetzen, zumal diese eben auch nicht sicher sind. Da müssten Sie schon Thorium Reaktoren bauen, die haben aber eine viel geringere Energiedichte und Sie brauchen entsprechend mehr was natürlich auch teuerer wäre. Neue Kohlekraftwerke zu bauen ist sowieso Kokolores, da beisst sich Ihre Argumentation in den Schwanz. Was wir brauchen sind Gaskraftwerke, da diese erheblich kompatibler zu den Erneuerbaren sind. Auch wenn ein modernes KoKW einen geringeren CO2 Ausstoss hat als ein altes, so ist der trotzdem immer noch viel hoch. Sie sind noch viel zu sehr im alten "Grundlastdenken" und dem Lastfolgebetrieb verhaftet. Zu jedem Windpark sollten wir zukünftig gleich ein Wasserstoff Hybrid KW dazu bauen und aus dem Windstrom Wasserstoff und Methan herstellen. Da haben wir keinen Stress mehr mit der stochastischen Einspeisung und das Methan kann im vorhandenen Erdgasnetz gespeichert werden und bei Bedarf über besagte Gaskraftwerke rückverstromt werden. CO2 frei, denn die Methanisierung kann mit negativen CO2 Gradienten gefahren werden. Damit wird der Windstrom zur Primärenergie mit zusätzlichen Vektoren zum Verkehr ( TCNG Motoren / Audi) und Heizung.
Die "Auswirkungen auf die Gesundheit" sind bei einem Gaskraftwerk erheblich geringer als bei KoKW. Leider ist in der Liste Windstrom nicht aufgeführt, was vermutlich daran liegt, das die Zahlen vernachlässigbar gering sind. In den Stromgestehungskosten ist Windstrom mit 5 ct. / kW ja inzwischen durchaus konkurenzfähig, rechnet man mal Ihren "Risikocent" bei der Kernkraft und Kohle dazu.
"Es ist aber auch kriminell nur für zwei Jahre jeweils hunderte von Menschen in den Tod zu schicken und hunderttausende Bürger erkranken zu lassen."
Wenn Sie diese Aussage tatsächlich ernstmeinen, dann sollten Sie aber sofort den Individualverkehr mit dem PKW verbieten!!! Die vielen Tausend Verkehrstote, das ist
Eine Zusammenfassung der Fatalitäten finden Sie in Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stromerzeugung
AKWs mit einer Gesamtkapazität von ca. 8000MW wurden stillgelegt.
Bei einer Auslastung von 70% im Jahr würden diese AKWs 50TWh pro Jahr an umweltfreundlicher Elektrizität liefern.
Bei einem Kohlekraftwerk mit einem Stand der Technik vom Jahr 1995 erwirkt eine erzeugte TWh die folgenden Fatalitäten:
24,5 Todesfälle wegen erhöhter Luftverschmutzung
255 Schwere Erkrankungen wegen....
13 288 Leichte Erkrankungen wegen...
Ich hoffe Sie können selber multiplizieren.
Mit erhöhten Atomstrom-Import von Frankreich und Tschechien können die Fatalitäten gesenkt werden. Deshalb stelle ich die Zahl von hunderten Frühverstorbenen ins Netz und nicht die vollen 1200.
Jeder Mensch der sich einigermassen mit Erneuerter Energie auseinandersetzt weiss, dass diesen Oktober die EE-Umlage von 3,39c auf 5,59c/kWh angehoben wurde. Da darf ich wohl eine fereinfachte Zahl von 3,5c für die Kosten ins Forum stellen. Da ein 10%iger Anstieg verordnet wurde ist wohl meine Äusserung zu stegender Tendenz gerechtvertigt.
Logik sagt dass wenn eine Verdoppelung der Erzeugungskapizitäten ansteht die Umlage weiter steigen muss. Besonders da nun für Offshore-Windkraft 15c/kWh Einspeisegebühr bezahlt werden muss anstatt die 9c für Onshore Windräder. Der Anstieg könnte etwas flacher verlaufen wenn die PV-Förderung beachtlich zurückgeschraubt wird.
Ich betreibe keine Panikmache, ich lege nur die Fakten auf den Tisch.
Sie selbst haben zugegeben dass ein erhöhter Rauchgasausstoss zu Todesfällen und Erkrankungen führt.
Erstens müssen mal die KoKW in den nächsten zwei Jahren fertig werden. Möglich, aber eher unwahrscheinlich, besonders wenn all der Problemstahl ausgetauscht werden muss. Es ist aber auch kriminell nur für zwei Jahre jeweils hunderte von Menschen in den Tod zu schicken und hunderttausende Bürger erkranken zu lassen. Kann mir vorstellen dass die meisten Grünen/Anti-AKW-Kämpfer keinen Gefallen finden wenn sie als Massenmörder hingestellt werden. Aber was kann man sagen? Die wurden mit blutigen Händen auf frischer Tat ertappt. Die Bevölkerung hat ein Recht alle Konsequenzen das der Atomausstieg mitbrachte zu wissen. Und die Vorreiter müssen dafür die Verantwortung übernehmen.
Natürlich habe ich einen Ausweg. Die AKWs weiter laufen lassen! Nebenbei der Bau von Kohle-&Gaskraftwerke die dem neuesten technischen Stand entsprechen, dann können die alten Dreckschleudern rückgebaut weden. Wenn danach der CO2-Ausstoss und der aller anderen gefährliche Gase gesunken ist, dann kann man nachdenken um eine entsprechende Zahl älterer KoKW abschalten.
Nebenbei sollen neue und sicherere AKWs geplant und gebaut werden. Wenn der Strombedarf es erlaubt können dann vor allem die älteren AKWs aus den Verkehr gezogen werden.
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