Der Autobauer Porsche will seine Beteiligung an Volkswagen auf mehr als 50 Prozent erhöhen, der Aufsichtsrat hat das Vorhaben bereits genehmigt. Ein prominentes Mitglied verlässt das Porsche-Aufsichtsratspräsidium.
Der Aufsichtsrat habe bei einer außerordentlichen Sitzung am Montag grünes Licht gegeben, teilte der Sportwagenhersteller in einer Pflichtmitteilung für die Börse mit. Der Vorstand werde ermächtigt, weltweit alle notwendigen aufsichts- und kartellrechtlichen Schritte einzuleiten.
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(© Foto: ddp)
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Für den Kauf weiterer 20 Prozent an Europas größtem Autobauer muss Porsche bei einem derzeitigen Börsenkurs von rund 150 Euro je Stammaktie knapp zehn Milliarden Euro investieren. Derzeit hält der Stuttgarter Sportwagenbauer knapp 31 Prozent an den Wolfsburgern.
"Unser Ziel ist die Schaffung einer der innovativsten und leistungsstärksten Automobil-Allianzen der Welt, die dem verschärften internationalen Wettbewerb gerecht wird", erklärte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking am Montag in Stuttgart nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung.
Prüfung kann Monate dauern
Porsche werde nun alle erforderlichen kartellrechtlichen Schritte einleiten. Die Prüfung könne einige Monate dauern. Danach werde Porsche die Aktienmehrheit an Volkswagen erwerben.
Eine Fusion der beiden Unternehmen sei nicht geplant, teilte Porsche weiter mit.
Mit der Entscheidung werde der Weg dafür geebnet, dass Volkswagen und Porsche künftig "gemeinsam in einer fairen und kollegialen Partnerschaft ein neues Kapitel Automobilgeschichte schreiben können", hieß es. Die Porsche-Belegschaft soll am Dienstag über das weitere Vorgehen informiert werden.
Sobald der Mehrheitserwerb erfolgt sei, werde die Volkswagen AG - neben der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG - ein weiterer Teilkonzern der Porsche Automobil Holding SE, teilte der Sportwagenhersteller mit. Entsprechend ziehen VW-Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE ein.
Die Ankündigung zur Aufstockung der VW-Anteile kommt nicht unerwartet, da Porsche erst vor wenigen Tagen seine Kreditlinie von zehn Milliarden Euro voll ausgeschöpft hatte. Zunächst umfasste die von einem Bankenkonsortium bereitgestellte Kreditlinie 35 Milliarden Euro. Nach Ablauf des Pflichtangebots reduzierte Porsche den Kreditrahmen auf zehn Milliarden Euro.
Der ehemalige VW-Chef Ferdinand Piëch wird sich aus dem Porsche-Aufsichtsratspräsidium zurückziehen. Auf der außerordentlichen Sitzung des Gremiums am Montag habe Piëch sein Amt im Präsidium niedergelegt, teilte der Sportwagenbauer mit. An seiner Stelle ziehe nun sein Bruder Hans Michel Piëch in den vierköpfigen Ausschuss ein.
(sueddeutsche.de/Reuters/dpa/AP/mel/hgn)
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Dann bleibt auch das Geld, dass hier verdient wird in Deutschland.
Vereint nach 70 Jahren.
vermutlich anders vorgestellt, als er das VW-Gesetz auf den Brüsseler Prüfstand stellte!