Die Kritik an der geplanten Opel-Rettung verstummt nicht. Die Beratungsgesellschaft PWC hält das Sanierungskonzept des Investors Magna offenbar für anfällig. Besonders die geplanten Absatzzahlen seien ambitioniert.
Immer wieder gibt es neue Zweifel am Opel-Interessenten Magna - die jüngsten Bedenken in diese Richtung kommen nun von der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), die einem Zeitungsbericht zufolge erhebliche Risiken im Konzept des Opel-Investors ausgemacht hat. Es sei "nicht besonders robust", so die Consultants.
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Opel-Beschäftigte demonstrieren vor dem Werk Antwerpen. In ganz Europa hoffen die Opelaner auf eine Rettung des Unternehmens - doch der Sanierungsplan enthält offenbar Risiken. (© Foto: ddp)
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Wie das Handelsblatt berichtet, äußerte sich PwC in einem Gutachten für die Bundesregierung insbesondere über die geplanten Absatzzahlen für Opel kritisch. Hier sei das "Risiko für Planverfehlungen" besonders hoch.
Trotz der Kritik halte die Berastungsgesellschaft den Sanierungsplan grundsätzlich aber für tragfähig und bescheinige Opel die "grundsätzliche Sanierungsfähigkeit". Magna plant, den Absatz von Opel-Fahrzeugen von 1,16 Millionen im laufenden Jahr bis 2014 auf 1,6 Millionen Einheiten zu erhöhen.
"Wir müssen hart arbeiten"
Unterdessen plant die EU-Kommission, in den kommenden zwei bis vier Wochen über die geplanten Staatshilfen für Opel zu entscheiden. Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes stufe den Fall inzwischen als Rettungsbeihilfe ein, hieß es. Damit werde es möglich, den Fall schnell und unbürokratisch abzuschließen.
Unterdessen gehen die Verhandlungen zwischen Magna, Opel, General Motors (GM) und den europäischen Arbeitnehmervertretern weiter. Die Gespräche seien kompliziert, sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz: "Wir müssen hart arbeiten."
Umstritten ist noch, welche Rechte die Belegschaft im Gegenzug für ihre Beteiligung am neuen Unternehmen bekommt. Die Betriebsräte verlangen Minderheitenschutz, aber auch Mitbestimmungsrechte bei geplanten Standortverlagerungen. Dafür verzichten die Mitarbeiter bis 2014 jährlich auf Urlaubs- oder Weihnachtsgeld im Umfang von 265 Millionen Euro. Auf Deutschland entfielen davon 176,8 Millionen Euro.
Die Einigung bei den Verhandlungen ist eine Voraussetzung für die Vertragsunterzeichnung. Nach dpa-Informationen soll die Übernahme Opels durch den Zulieferer Magna Anfang kommender Woche besiegelt werden.
An dem neuen Unternehmen wollen Magna und die russische Sberbank jeweils 27,5 Prozent halten, 35 Prozent sollen beim Alteigentümer GM bleiben, zehn Prozent soll die Belegschaft übernehmen.
Opel-Werk Eisenach tiefrot
Auch aus Eisenach kommen schlechte Nachrichten - dort schreibt offenbar das Opel-Werk tiefrote Zahlen. Einem Bericht der Zeitung Welt zufolge weist der Jahresabschluss der Opel Eisenach GmbH einen Verlust von 569 Millionen Euro aus. Ein Jahr zuvor habe das Minus noch 41 Millionen Euro betragen. Für das laufende Jahr sei mit einem operativen Verlust von 100 Millionen Euro zu rechnen.
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(sueddeutsche.de/AP/dpa/tjon/tob/pak)
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Das ist aber ein verdammt heißer Reifen, den Magna da mit Opel fährt. Vor allem aber ist es wahrscheinlich eine Art der Planung, wie man sie nur abliefern kann, wenn Staasknete im Hintergrund steht.
Da werden wahrscheinlich zuerst die ganzen Kostenpläne aufgestellt und am Ende, wenn das alles steht, werden die geplanten Verkaufszahlen dazugeschrieben.
Bei keiner Bank würde man dafür auch nur einen Cent Kredit bekommen, mit Staatsgarantien funktioniert das.
Einfach furchtbar.
Für diese Prognose braucht man nicht PwC, das kann jeder mit halbwegs intaktem Menschenverstand vorhersehen. Es gibt Risiken und es wird viel Geld kosten - Erfolg eher fraglich. So what´s the news???
PWC ist doch nur sauer, weil sie nicht die Berater waren :o)
nicht nur Steuererklärungen können auf einen Bierdeckel geschrieben werden, sondern
die abstrusesten Erfolgsrechnungen, Und für das bekommt man dann Milliardenzuschüsse,
"Magna plant, den Absatz von Opel-Fahrzeugen von 1,16 Millionen im laufenden Jahr bis 2014 auf 1,6 Millionen Einheiten zu erhöhen"
Eine Absatzsteigerung von durchschnittlich über 8% über 4 Jahre hinweg sind angesichts der momentanen weltweiten wirtschaftlichen Lage wohl eher utopisch denn optimistisch. Wenn davon eine erfolgreiche Sanierung und somit das Entfallen einer Bürgschaft der Steuerzahler abhängt, dann sehe ich schwarz für unser Geld.
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