Der britische Finanzinvestor Permira hat als Mehrheitsaktionär des Modekonzerns Hugo Boss ein klares Ziel vor Augen: weltweite Spitzenklasse in Wachstum und Marge.
Hugo Boss gehört zu den führenden Modeunternehmen in Europa. Permira, der Mehrheitseigentümer, strebt eine globale Marktführerschaft an und ist bereit zu investieren.
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Das Management von Hugo Boss sieht überdurchschnittliche Wachstumschancen bei der Damenmode. (© Foto: DDP)
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Martin Weckwerth, Partner bei Permira, plant den Ausbau des Filial-Geschäftes und ein größeres Engagement in Asien. Dafür sollen die Investitionen im laufenden Jahr um 30 Prozent gesteigert werden. Trotz der zunehmenden Verschuldung des Modeherstellers hält der Permira-Chef den finanziellen Spielraum des Unternehmens für ausreichend. Hugo Boss habe eine niedrigere Verschuldung als viele Dax-Unternehmen.
Ziel: Stärker als der Markt wachsen
Permira geht davon aus, dass der Markt um sieben bis acht Prozent wachsen wird. Man erwarte von dem Modeunternehmen ein noch stärkeres Wachstum oberhalb der genannten Marke.
Die Geschäfte von Hugo Boss liefen im vergangenen Jahr trotz der Finanzmarktkrise gut. Der Umsatz legte 2007 um neun Prozent auf 1,63 Milliarden Euro zu. Der Konzernüberschuss stieg um 20 Prozent auf 154 Millionen Euro.
Unter dem von Permira forcierten Wachstumskurs sollen die Beschäftigten nicht leiden. "Unser Konzept bei Hugo Boss heißt Wachstum, nicht Abbau von Arbeitsplätzen", bestätigt Jörg Rockenhäuser, der Deutschlandchef von Permira.
Beschäftigungspolitik bis 2013
Vorstand und Betriebsrat einigten sich nach wochenlangen Verhandlungen auf eine Standort- und Beschäftigungsvereinbarung für die rund 2500 Beschäftigten in Deutschland, die fünf Jahre gelten soll. Kürzungen bei Gehalt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und den bestehenden Sozialleistungen seien ausgeschlossen.
Betriebsbedingte Kündigungen sollen in der Zeit nur mit Zustimmung des Betriebsrats möglich sein. Die Zentrale des Konzerns wird in Metzingen bleiben.
Weltweit beschäftigt Hugo Boss 8400 Mitarbeiter. Betriebsratschef Antonio Simina äußerte sich zufrieden: "Es besteht eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat, Vorstand und Mehrheitsaktionär Permira sowie Einigkeit über die zukünftige Geschäftsstrategie des Konzerns."
Neuer Vorstandschef bis zum 8. Mai 2008
Die personellen Lücken im Management sollen bis zur Hauptversammlung am 8. Mai 2008 geschlossen werden. Gesucht werden Nachfolger für den Mitte Februar ausgeschiedenen Vorstandschef Bruno Sälzer und den Ende Juni scheidenden Aufsichtsratschef Giuseppe Vita.
Sälzer hatte seinen Posten abgegeben, weil er die Geschäftspolitik des umstrittenen Finanzinvestors nicht mittragen wollte. Permira hatte bei dem Modehersteller auf eine Sonderdividende gedrängt.
Je Stammaktie sollen für 2007 nun 1,45 Euro (Vorjahr: 1,19 Euro) und eine Sonderdividende von fünf Euro gezahlt werden. Für die Vorzugsaktionäre ist für das abgelaufene Geschäftsjahr 1,46 Euro (Vorjahr: 1,20 Euro) vorgesehen, sowie eine Sonderdividende von ebenfalls fünf Euro.
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(sueddeutsche.de/Reuters/AP/sme/mel)
Unnütze Hygienemaßnahmen
Da seh ich schon die Pleite!
gestern beim hirmer,paar sommer shirt kaufen,dann bei den boss shirts fiel
mir diese sache mit permira wieder ein. ich entschloss mich dann hemden
mit dem polo logo zu kaufen.
Wie schön: "Die Beschäftigten sollen nicht leiden!" Dies sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Beim Heuschrecken-Kapitalismus ist dies aber bereits ein Zeichen von besonderem Großmut, wenn man den Beschäftigten zusichert, sie müssen nicht leiden.
Aber das ist ja sowieso nur alles Gerede, denn Permira geht es nur darum, möglichst rasch viel aus dem Konzern herauszuholen, sonst hätten sie ja auch nicht die Sonderdividende durchgeboxt. Hauptsache die Rendite des Investors stimmt. Ob es Boss langfristig gut geht, ist denen doch egal.