Deutschlands Fuhrpark erneuert sich in der Wirtschaftskrise rasant. Wegen der Abwrackprämie wurden im Juli über 100.000 Autos mehr zugelassen als im Vorjahresmonat.
Der staatlich geförderte Auto-Boom hat sich im Juli fortgesetzt. Mit knapp 340.000 neu zugelassenen Autos wurden fast 30 Prozent mehr Fahrzeuge auf die Straße gebracht als im gleichen Monat des Vorjahres, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte. In absoluten Zahlen entspricht der Zuwachs mehr als 100.000 Fahrzeugen.
Bild vergrößern
Die Abwrackprämie macht's möglich: Der Absatz von Fahrzeugen in Deutschland steigt während der Finanzkrise massiv. (© Foto: dpa)
Anzeige
Im Juni hatte das Plus allerdings noch bei 40 Prozent gelegen. Insgesamt hat der deutsche Automarkt in den ersten sieben Monaten des Jahres um fast 27 Prozent zugelegt.
Der Trend zu kleineren Autos war dabei ungebrochen. Die höchsten Zuwächse erzielte in den ersten sieben Monaten das Mini-Segment mit einem Plus von 144 Prozent vor den Kleinwagen mit 68 Prozent.
Ford unter deutschen Marken vorne
Mehr als verdoppeln konnten ihren Absatz Marken wie Lada, Hyundai und Fiat. Sportwagen mit einem Minus von 29 Prozent und die obere Mittelklasse (minus 23 Prozent) hatten dagegen die größten Einbußen zu verzeichnen.
Die deutschen Marken bieten ein uneinheitliches Bild: Am besten entwickelten sich die Zulassungszahlen für Ford mit einem Zuwachs von knapp 50 Prozent. Auch der angeschlagene Hersteller Opel lag mit einem Plus von 33 Prozent gut im Markt, ebenso Marktführer VW mit plus 31 Prozent. Dagegen schaffte Audi nur einen hauchdünnen Zuwachs um 0,6 Prozent.
Die Edel-Marken Mercedes, BMW und Porsche konnten nicht an das Ergebnis des Vorjahres anknüpfen. Am härtesten gebeutelt wurde Mercedes mit einem Absatzverlust von fast 17 Prozent, während Porsche etwas mehr als zehn Prozent einbüßte.
Bei BMW/Mini belief sich das Absatzminus auf 9,5 Prozent, wobei die Münchner vermutlich von steigenden Zulassungen für den Mini profitiert haben und die Einbußen bei den BMW-Modellen größer sein dürften. Die beiden Marken werden in der Statistik nicht getrennt ausgewiesen. Unter deutschen Marken versteht das Kraftfahrt-Bundesamt Hersteller, die Autos in Deutschland fertigen und die in der Bundesrepublik auch einen Hauptsitz haben. Aus diesem Grund wird in dieser Statistik auch Ford aufgeführt. Die Europa-Zentrale des US-Konzerns befindet sich in Köln.
Fiat mit größtem Zuwachs
Unter den größeren ausländischen Anbietern ist vor allem Fiat mit 105 Prozent Zuwachs erfolgreich, ebenso Hyundai mit 126 Prozent Wachstum.
Die führende Position unter den Importautos behauptet Renault/Dacia mit einem Absatzplus von 51 Prozent und einem Marktanteil von 5,8 Prozent. Auf der Minusseite finden sich hier Anbieter wie Jaguar, Chrysler/Jeep und Land Rover sowie die schwedische Marke Saab, die in Deutschland kaum noch Käufer findet.
(sueddeutsche.de/dpa/pak/tob)
Streit um Parteispitze bei der Linken
Ja ich möchte auch gerne 2500,- Euro, kaufe auch garantiert deutsche Produkte! Waschmaschine von Miele made in Germany oder neue Küche, oder irgendwas anders, auch gerne bei Quelle oder Karstadt.
Tja, leider muß ich aber die billigen Autos anderer finanzieren. Schön blöd!
... wenn mein Steuergeld in Japan und Italien einer sinnvollen Verwendung zugeführt wird.
Dieses Jahr bekommt der Staat die gezahlte Abwrackprämie ja über die Mehrwertsteuer der vorzeitig gekauften Fahrzeuge wieder rein, aber nächstes Jahr wirds hässlich.
Und funktionierende Gebrauchsgegenstände wegzuwerfen ist ja auch SO umweltfreundlich.
von unglaublichen Steigerungsraten bei den Neuzulassungen "berichtet" wird, wird doch damit nur eines bezweckt:
Bürger, es geht wieder "aufwärts", alles halb so wild, vergesst, was wir mit eurem Geld gemacht haben so schnell wie möglich...und vor allem: geht auf jeden Fall am 27.09. "wählen", schaltet vorher aber euer Hirn vollständig ab und "wählt" aber "richtig", damit wir auch weiter die Legitimation haben, euch zu verarschen.
Abgesehen davon, dass - wie in diesem unsäglichen Artikel bereits angedeutet - ausländische Hersteller dick abgesahnt haben (wir wollen ja mit dem Umverteilen nicht aufhören, oder - ist doch so nett), ist das Wahlkampf und Opium fürs Volk auf niedrigstem Niveau.
Bravo gleichgeschaltete Presse!
dass sich die historischen Einbrüche an allen Fronten nämlich erst nach der Bundestagswahl auswirken bzw. einstellen werden -
die weiteren Abbau, Einschnitte und Kürzungen unseres Sozialstaates rechtfertigen ...
Die in der gleichnamigen Initiative engagierten Botschafter, Freunde und Förderer einer "Neuen Sozialen Marktwirtschaft" formulieren schon fleissig die neuen "Sachzwänge" ...
Das wird unschön wenn die dann arbeitslos gewordenen Käufer die Raten nicht mehr zahlen können.
Die Umsätze und Preise werden nächstes Jahr massiv einbrechen.
Paging