"Orientierungslosigkeit" und "Flucht in die populistische Ecke": BDI-Präsident Keitel kritisiert die Politik von Angela Merkel und Guido Westerwelle.
Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, geht fünf Monate nach der Wahl mit der Bundesregierung um Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hart ins Gericht: Es herrsche Orientierungslosigkeit, sagte Keitel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wenige Tage vor einem Spitzentreffen der deutschen Wirtschaft mit der Bundeskanzlerin auf der Münchner Handwerksmesse. Und: "Wir haben in Deutschland an Drehmoment verloren", sagte Keitel weiter.
BDI-Präsident Hans-Peter Keitel ist mit der Arbeit der schwarz-gelben Bundesregierung unzufrieden. (© Foto: dpa)
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Die Regierung wisse selbst, "dass sie an verschiedenen Stellen nicht optimal agiert, und zwar fahrlässig, denn bei ausreichender Ernsthaftigkeit könnte es besser laufen", sagte der Verbandspräsident.
Als Beispiel nannte Keitel die Debatte über die Finanzierung der Langzeitarbeitslosen, die fahrlässig aus wahltaktischen Gründen losgetreten worden sei. "Man darf sich nicht unter dem Druck von Umfragen in eine populistische Ecke flüchten", sagte er mit Blick auf FDP-Chef Guido Westwelle, ohne ihn direkt anzusprechen.
Das Problem mit der Glaubwürdigkeit
"Zu schlechten Umfragewerten führt nicht der Mangel an Lautstärke und klarer Aussage, sondern der Mangel an Glaubwürdigkeit, dass die Probleme in der notwendigen Tiefe angegangen werden". Die FDP hat in Umfragen ihr Rekordergebnis bei der Bundestagswahl nahezu halbiert.
Einen "Mangel an Ernsthaftigkeit" machte Keitel auch in der Steuer-, Klima- und Gesundheitspolitik aus. Alles in allem brauche Deutschland mehr Wachstum. "Zwei Prozent sind für Deutschland angemessen und auch erreichbar", sagte der BDI-Präsident. Die Bundesregierung rechnet lediglich mit einem Plus von 1,4 Prozent.
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(sueddeutsche.de/Reuters/dpa-AFX/mel)
Umstrittenes Anti-Piraterie-Abkommen
ist, dass nicht einmal der BDI auf Steuersenkungen sich mehr kapriziert, sondern allenfalls auf steuerneutrale Anpassungen. "Mehr Keitel" und die Debattenkultur stünde in DE mit Sicherheit zielführender.
..ist der eigentlich verwandt mit den Generalfeldmarschall? Würde mich interessieren, nur mal so zur Info.
... weil der 9.Mai immer näher rückt. Das darf als Ordnungsruf ("Machtwort") verstanden werden: der gemeinsame Erfolg ist durch unprofessionelles Verhalten gefährdet.
Letztlich offenbart er die Nervosität, die im Elitenlager herrscht. Das erzeugt Zuversicht und frische Kampfmoral. Jetzt gilt es, die Eigentore von Schwarz-Gelb in einen Sieg zu verwandeln: 9. Mai - ich bin dabei! :)
PS: Nichtwählen gilt nicht.
Oberkommando der Industrie ruft seine Pantoffelträger ultimativ zur Lieferung auf: Verschärfung der Ausbeutung, beschleunigtes Abfackeln der letzten Reste der Sozialstaatlichkeit. Zufrieden ist man erst, wenn Arbeitnehmer wie in Hugos "Les Miserables" um ihre Sklavenjobs winseln, weil sie sonst verhungern müssen.
"Stil" an sich beinhaltet doch wohl einheitliche und charakteristische Darstellungs - und Ausdrucksweise........ , wie er längst nicht mehr als niveau - getränkte Komponente erkennbar...
"Regierung", über die Modalität des Regierens lässt sich sicher streiten, wie sich die Unsere jedoch momentan "verkauft"..... eine er.b.ä.....liche "Lach.p.l.a.t.t.e.
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