Von K. Auer, C. Hulverscheidt, K. Ott u. T. Fromm

Radikale Maßnahmen bei der Bayern LB: Um die Landesbank zu sanieren, sollen deren Geschäfte drastisch beschnitten werden. Etliche Mitarbeiter könnten ihren Job verlieren.

Die stark angeschlagene Bayerische Landesbank (BayernLB) steht vor großen Einschnitten: Wie es aus Finanzkreisen heißt, sollen die Geschäfte der Landesbank drastisch beschnitten werden, um das Institut zu sanieren. "Ein Stellenabbau von zehn Prozent dürfte dabei nicht ausreichen", heißt es dazu aus Kreisen der Arbeitnehmervertreter. Die BayernLB der Zukunft werde "um einiges kleiner sein als heute".

Brüllt schon lange nicht mehr: Der Löwe aus Stein vor dem Gebäude der BayernLB in München. (© Foto: ddp)

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Die Bank hat weltweit 19.000 Mitarbeiter, etwa 3500 davon arbeiten in der Münchner Zentrale der Bank. Von "tiefen Einschnitten" spricht auch ein bayerischer Minister. Durch das Desaster der Bank gerät die neue CSU/FDP-Regierung zunehmend in Bedrängnis.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte vorgehabt, die erste Regierungserklärung im Landtag Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) zu überlassen, der an einem Rettungsplan für die Bank arbeitet. Auf Druck der Opposition muss Seehofer kommende Woche nun aber doch selbst Stellung beziehen.

Ziel der Regierung ist es bisher, den Staatshaushalt nicht anzutasten. Die Schulden in Milliardenhöhe, die der Freistaat machen muss, um seine Landesbank mit Geld zu versorgen, sollen gesondert verbucht werden. Später soll die Bank verkauft werden, um mit den Erlösen die Schulden tilgen zu können.

Ob diese Rechnung aufgeht, wird inzwischen nicht nur von der Opposition bezweifelt, sondern auch in CSU-Kreisen. Offiziell äußert sich dazu in der Partei bisher niemand.

Lesen Sie weiter, warum der stellvertretende Vorstandschef Rudolf Hanisch seinen Hut nehmen muss.

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