Jedes große Unternehmen habe Baustellen. Statt über die Vergangenheit zu lamentieren, sehe er es vielmehr als seine Aufgabe, die Probleme für die Zukunft zu lösen. Er wisse, dass er dabei unter strenger Beobachtung stehe, und zwar nicht nur von den Kunden, sondern auch von den Mitarbeitern. Wenige Tage vor seinem Amtsantritt vor zweieinhalb Jahren, da sei er noch einmal Bahn gefahren, erzählte Grube. Eigentlich wollte er inkognito reisen, doch eine Frau im Reisezentrum habe ihn erkannt - und ihm klargemacht, was die Mitarbeiter sich von ihm wünschten: dass er hoffentlich nicht auch "nur so ein Schnacker" sei wie seine Vorgänger.
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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. (© dapd)
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Ob er diesem Wunsch gerecht wird, muss sich noch zeigen. Momentan jedenfalls ist die Bahn noch weit davon entfernt, das "sympathische Unternehmen" zu sein, zu dem Grube es machen will.
Vor allem in Stuttgart finden sich viele, die das Unternehmen regelrecht hassen, weil es mitten in der Stadt für Milliarden Euro einen unterirdischen Bahnhof bauen will. Am 27. November stimmen die Baden-Württemberger über Stuttgart 21 ab. Grube zeigte sich zuversichtlich, dass die Bahn danach den Bau fortsetzen könne. Zum einen bezweifelte er schon, dass überhaupt das Quorum von 2,5 Millionen Stimmen zustande komme, das erforderlich ist, damit die Volksabstimmung rechtliche Wirkung hat.
Vor allem aber glaubt Grube, der selbst mit seiner Familie in Stuttgart lebt, die Schwaben ein wenig einschätzen zu können. "Wenn der Baden-Württemberger die Wahl hat, ob er 930 Millionen Euro für den modernsten Bahnhof der Welt bezahlt oder 1,5 Milliarden Schadensersatz für nichts, dann kann ich mir denken, wie er sich entscheidet."
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(SZ vom 18.11.2011/bürk)
Demonstrationen in Hamburg
Entweder es liegt an der eingefrorenen Überleitung, der eingeschneiten Diesellok oder der verdammt dünnen Informationen, wenn die Bahn stundenlang stehen bleibt...
Ich erinnere mich ziemlich genau an den 16. Dez 2010.
Bahn steht an nem Bahnübergang bei Tremsbüttel (Nähe Bad Oldesloe / Holstein) fest. Oberleitung eingefroren..
Zug voller Fahrgäste (Kinder, ältere Menschen inkl.). Man saß fest für drei Stunden im KALTEN Zug fest. Ohne Strom läuft auch keine Belüftung, geschweige denn die Heizung oder Licht. Kurz danach sagte man uns (ja, ich war in dem besagten Zug), es wird eine Diesellok aus Hamburg kommen und uns Richtung Bargteheide zurückziehen, weil vor uns auch schon ein Zug liegengeblieben ist. So weit so gut, wir Fahrgäste schöpften Hoffnung, da irgendwie heil rauszukommen. Was war? Leere Versprechungen... Diesellok war eingeschneit... Panik war kurz davor auszubrechen. Nach etwa zweieinhalb Stunden hat dann ein ein FAHRGAST die Polizei gerufen. Die kam dann auch relativ flott. Strecke wurde gesperrt, wir konnten aus der Höllenbahn "flüchten".
Ich als Pendler zwischen Hamburg und Lübeck, bin auf die Bahn leider angewiesen.
"Freu" mich schon auf diesen Winter.
"Ich kann dafür keinen Grund erkennnen. Ein solcher dürfte nur in Kenntnis des Vertrags und dann nur unter bestimmten Annahmen denkbar sein. Das nennt man im günstigsten Fall theoretisch. "
Sie nennen es also nur theoretisch, dass eine Rückabwicklung des Verkaufs möglich ist.
Nunja, warten wir mal ab, was das Planfeststellungsverfahren für den Rückbau der Gleisanlagen ergibt. Wie erwähnt, haben bereits andere Bahnbetreiber angekündigt, die Gleise weiter betreiben zu wollen, und schließlich gibt es immer noch die Vorschrift, dass Gleise nur dann zurückgebaut werden dürfen, wenn KEIN Unternehmen die Gleise weiter betreiben will.
Ich sehe das also nicht theoretisch, sondern sehr real. Aber warten wir es ab, dann diskutieren wir weiter.
… war die Losung „Alle reden vom Wetter – wir nicht“. Und das wurde auch durchgezogen.
Nach 17 Jahren Privatisierung lautet die Devise: "Nein, die Deutsche Bahn ist nicht winterfest"
Was für ein Offenbarungseid der angeblich alternativlosen Privatisierung !
"Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Hartmut Mehdorn gilt Grube als diplomatisch.[8] Grube hatte Mehdorn am 6. Dezember 1989 kennengelernt, als er dessen Assistent wurde. Später wurde er zu seinem Büroleiter. 1996 wechselte er von dort in den Daimler-Benz-Vorstand nach Stuttgart.[1] Mehdorn war ferner Grubes Trauzeuge.[9]
Laut eigenen Angaben spreche er täglich mit zwei bis drei Kunden selbst.[10]"
kwT
Speedy_Gonzalesschreibt@mvb75053
Weiter:
"Falls keine aus dem Kaufvertrag begründeten Schadenersatzforderungen bekannt sind, ist es allenfalls theoretisch, diesen Verkauf als Argument gegen meine Festellung anführen zu wollen."
Ich kann dafür keinen Grund erkennnen. Ein solcher dürfte nur in Kenntnis des Vertrags und dann nur unter bestimmten Annahmen denkbar sein. Das nennt man im günstigsten Fall theoretisch.
Für eine Diskussion auf diesem Niveau fehlt mir sowohl Zeit als auch Interesse.
Einen schönen Tag noch.
Paging