Wenn sich der Staat nach 15 Jahren wieder alle Rechte am Schienennetz und an der übrigen Infrastruktur sichern wollte, müsste er offenbar viele Milliarden Euro zahlen.

Die geplante Teilprivatisierung der Deutschen Bahn wird offenbar zu einem milliardenschweren Risiko für den Bund.

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Nach heutigem Stand müssten an die Bahn 7,5 Milliarden Euro überwiesen werden, wollte der Staat sich nach 15 Jahren wieder alle Rechte am Schienennetz und an der übrigen Infrastruktur sichern, teilte die Regierung nach einem Bericht des Tagesspiegel(Montagausgabe) auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion mit. Damit nennt das Verkehrsministerium erstmals konkrete Zahlen.

Nach dem vorliegenden Gesetzentwurf soll die Bahn für 15 Jahre das wirtschaftliche Eigentum an der Infrastruktur erhalten, der Bund das juristische Eigentum. Will der Bund es anschließend komplett in Obhut nehmen, muss er einen Wertausgleich zahlen.

Kritiker befürchten, dass dem Bund dieser Aufwand zu hoch sein könnte und das Netz dann endgültig an die Bahn fallen würde.

Grünen-Verkehrsexperte Winfried Hermann nannte es dreist, dass Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee immer wieder behaupte, dass private Investoren nicht an der Schieneninfrastruktur beteiligt würden.

"Wäre dies tatsächlich der Fall, müsste kein milliardenschwerer Wertausgleich gezahlt werden", sagte er. Das juristische Eigentum des Bundes am Netz sei "also wertlos, das wirtschaftliche Eigentum der privatisierten DB AG hingegen werthaltig".

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(Reuters)