Bei der Besetzung des Bahn-Chefpostens haben die Gewerkschaften das letzte Wort. Am Ende der Ära Mehdorn sind sie damit mächtiger denn je - eigentlich müssten sie sich bei ihm bedanken.
Das hat es auch schon lange nicht mehr gegeben: Dass der Kandidat für den Vorstandsvorsitz eines Unternehmens zum Bewerbungsgespräch bei den Gewerkschaften antritt.
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Den Segen erhalten: Der designierte Bahn-Chef Rüdiger Grube (Mitte) mit den Bahn-Gewerkschaftern Alexander Kirchner (links) und Klaus-Dieter Hommel. (© Foto: dpa)
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Genau so nannten die beiden Organisationen Transnet und GDBA den Termin, zu dem sie den designierten Bahn-Chef Rüdiger Grube am Montag baten. Nach dem Gesetz haben Gewerkschaften in großen Unternehmen das Recht zur Mitbestimmung, mit der Betonung allerdings auf der ersten Silbe.
Wenn sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Aufsichtsrat zum Beispiel über eine Personalie nicht einigen können, entscheidet jeweils die Stimme des Vorsitzenden, und damit die Arbeitgeberseite. So ist das, normalerweise.
Verheerungen
Bei der Bahn ist das in diesen Tagen anders: Grube ist zwar wie in jedem Unternehmen der Kandidat der Eigner, in diesem Fall also des Bundes. Gegen das Misstrauensvotum der Gewerkschaften aber hätte der Eigner ihn kaum durchgedrückt.
Auch bei der Bahn ist das Unternehmen eine Leistungsgemeinschaft aller Beschäftigten. Und bei denen hat Grubes Vorgänger Hartmut Mehdorn zum Schluss solche Verheerungen angerichtet, dass zunächst der Friede im Betrieb wiederhergestellt werden muss, bevor das Unternehmen wieder in die Spur kommen kann.
Grube hat zu diesem Zweck am Montag gezeigt, dass er Umgangsformen hat. Das war sozusagen das Elementare. Darüber hinaus jedoch musste er den Gewerkschaften eine schriftliche Erklärung zusichern, was er als Bahn-Chef tun und was er lassen will. Am Ende der Ära Mehdorn steht also, dass die Gewerkschaften mehr Macht haben denn je. Eigentlich müssten sie sich bei ihm bedanken.
(SZ vom 07.04.2009/pak)
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und damit den Bürgern. Ich hoffe, Herr Grube kapiert das. Sonst gräbt Herr Grube sich selbst. Denn wer anderen ...
Wenn man das Zahlenwerk von wirklich unabhängiger Seite begutachten könnte, dann würde es m.E. sehr viel schlechter aussehen. Papier ist geduldig und der schöpferische Spielraum in Bilanzen immer noch groß genug, um Mittelflüsse zu verschleiern.
Dass sich Mehdorn und Konsorten teuere Auslandsakquisitionen mit Minder- und Schlechtleistung im, teuer von der öffentlichen Hand bezahlten, Nahverkehr erkauft haben, ist ein Verdacht, den die Führung der Bahn nicht glaubhaft ausräumen kann.
In den Laden muss endlich mehr Transparenz! Aber daran sind weder Politik noch Presse interessiert, wie auch dieser Artikel von Herrn Esslinger wieder demonstriert, der bei diesen Marionettengewerkschaften tatsächlich noch von "Macht" spricht.
Um eine Alternative für die Strasse zu sein müsste schon noch einiges geschehen. Für die verlangten Preise verzichte ich auf die Scheinmobilität der Bahn. Wer wie ich auf dem "Land" (Kleinstadt mi 28 000 Einwohnern) wohnt, hat es schwer nachts wieder nach Hause zu kommen. Herr Mehdorn ist ein Providgeier, die Bahn gehört aber immer noch dem Staat, hier sind andere Regeln zu beachten. Wer Chef eines Monopolisten ist kan handeln wie er will, Herr Mehdorn hat das Spektrum voll ausgenutzt.Der Nachfolger muss zumindest diesen Scherbenhaufen wegkehren.
Der Bevölkerung ist wichtig, dass die Bahn zuverlässig und preiswert ist, dass sie ihre Dienstleistungen bis in die letzten Winkel der Republik anbietet, dass sie zum Klimaschutz beiträgt, indem sie Transporte von der Straße auf die Schiene bringt usw.. Die schwarzen Zahlen kommen ganz am Ende!
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