Mehdorn war nie einer, der schnell aufgibt. Noch gäbe es einen Ausweg: Potente Investoren, die unbedingt bei der Bahn einsteigen wollen, könnten hohe Summen für den 24,9-Prozent-Anteil bieten; das wiederum könnte Steinbrück noch einmal umstimmen. So ganz hat die Bundesregierung das Projekt nämlich noch nicht aufgegeben - trotz der Bekundungen insbesondere von Tiefensee. "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben", sagt Kanzleramtschef de Maizière. Aber es ist durch die vergangene Woche auch ganz bestimmt nicht leichter geworden.
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Wenn der Kleinkrieg zum offenen Konflikt wird
Obendrein ist das ohnehin angespannte Verhältnis zu Tiefensee nach dieser Woche wohl vollends zerstört. Der Kleinkrieg der jüngsten Zeit ist nun ein offener Konflikt. Und auch Aufsichtsrats-Chef Werner Müller hat sich nicht gerade hinter Mehdorn gestellt - er äußerte als Erster Verständnis für eine Verlegung des Börsengangs ins Jahr 2010.
Im Kanzleramt, immerhin, wurde Mehdorn am Donnerstag hofiert. Von seinen großen Verdiensten war da die Rede und von dem Vertrauen, das die Kanzlerin nach wie vor in den Bahnchef hat. Nur kann sich Mehdorn von diesem Vertrauen allein nichts kaufen. Wenn er das Ziel Börsengang nicht mehr verfolgen kann, wird er zur lame duck. Und nichts ist Mehdorn fremder als das.
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(SZ vom 08.11.2008/mel)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
wann dürfen wir hoffen von dem Gesicht befreit zu werden?
darf natürlich nicht fehlen
......In einem aktuellen Beitrag der Süddeutschen Zeitung verabreicht der Kommentator Michael Bauchmüller dem bedrängten Chef der Bahn ein öffentlichkeitswirksames Schulterklopfen: Zwischen den Zeilen klingen Respekt und Bewunderung durch, dass Mehdorn nach wiederholtem Scheitern dennoch den Mut nicht verloren habe und an dem Zukunftsprojekt des Börsengangs unbeirrt festhalte. Die Politik habe dem Bahnchef übel mitgespielt. Mehdorn war nie einer, der schnell aufgibt. stellt sie Süddeutsche beeindruckt seine Unbeugsamkeit fest.
Er müsse sich nun beeilen, damit das Ziel noch rechtzeitig vor seiner Pensionierung erreicht werden könne.
Noch gäbe es Chancen dafür, etwa durch die Akquisition von Groß-Investoren.
Große Teile der SPD hätten sich bereits von dem Projekt verabschiedet.
Mit keinem Wort stellt der Kommentator die Frage nach dem Motiv Mehdorns, mit der beschriebenen Obsession, an der Privatisierung der Bahn festzuhalten. Und mit keinem Wort wird der Sinn dieses Projektes, die Kritik, die bis in große Teile der Regierungsparteien hineinreicht, erörtert.
Die Süddeutsche Zeitung macht sich selbst mit diesem Beitrag zum Anwalt des Privatisierungsprojekt, das eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung und selbst von Seiten der Wirtschaft überwiegend abgelehnt wird.
www.nachdenkseiten.de/?p=3575
von Herrn Mehdorn befreit werden.
Insider wissen wie er auf diesen Posten gekommen ist!
Die Bahn kann nicht privatisiert werden, weil sie ohne staatl. Zuschüsse gar nicht lebenfähig ist.
Was ist denn das mit den tollen Gewinnzahlen? Augenwischerei. Die Bahn macht in Wirklichkeit keinen echten Gewinn so lange die Länder und der Bund, verdeckt oder offen, zuschießen müssen.
Aber die Eisenbahner können viel dazu tun, die Bahn pünktlich, preiswert und attraktiv zu machen. Das beginnt mit der Sanierung und dem Ausbau des Netzes und endet mit dem richtigen Einsatz der Züge noch lange nicht.
Einen Eisenbahner an die Spitze!
Es darf keinen Börsengang der Bahn geben !!!
Die Bahn hat trotz Mehdorn eine glänzende Zukunft. Steigende Benzinpreise werden die Bahn immer attraktiver machen. Wenn die Bahn Geld brauch, soll sie eine Anleihe ausgeben; diese würde in den heutigen schlechten Zeiten leicht zu plazieren sein. Die Bahn ist nicht geeignet in Privatbesitz über zu gehen. Sie könnte dann ihren Auftrag, die Bürger sicher, bequem und preiswert überallhin zu bringen, nicht mehr erfüllen. Außerdem: Die Bahn ist der größte Landbesitzer Deutschlands, so groß wie das Stadtgebiet von Berlin und Bremen zusammen. Dies darf niemals an Russen, Chinesen, Araber oder wer sonst noch im Gespräch ist, verkauft werden !! Ich bin kein Nationalist, aber dies hielte ich irgendwie für eine nationale Schande.
@Eiermeier
Ihren Aussagen schließe ich mich an.
Weg mit der ganzen Bande, Schluß mit der Bahnprivatisierung, Schluß mit diesem Selbstbedienungsladen.
Die Bahn ist ein unverzichtbares Verkehrsmittel und hat in priv. Hand nichts verloren. Sie ist wichtig für das Allgemeinwohl, nicht für Börsenspekulanten. Was da an Bonis herausspringen würde, gigantisch, mit welchem Recht?
Sie tun alles was nach Geld riecht, Geld-Geld und nochmal Geld. Jagt sie alle weg. Oder wollen wir alles ausverkaufen.? Mehdorn tut das, was "ihm "Geld bringt, nicht was der Allgemeinheit nutzt. Die Nationalen Interessen, eine sichere Bahn, steht für ihn nicht im Vordergrund. Was zählt ist Geld, er kriegt den Hals nicht voll, wie alle seine Zeitgenossen.
Paging