Der Chef der Deutschen Bahn gibt sich kämpferisch: Obwohl der Gang aufs Parkett für 2006 abgesagt ist, will er sein Unternehmen offenbar weiterhin innerhalb von zwei Jahren börsenreif machen.

Bahn-Chef Hartmut Mehdorn hält an dem Plan fest, das Unternehmen bis 2006 reif für den Kapitalmarkt zu machen.

Leidet unter steigenden Kosten: Die Deutsche Bahn. (© Foto: dpa)

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Das Unternehmen müsse privates Kapital mobilisieren, "um die notwendigen Investitionen zu leisten und die Modernisierung fortzuführen", sagte Mehdorn dem Magazin Stern.

"Dabei bleibt es", auch wenn der Bund den Börsengang auf die Zeit 2006 bis 2008 verschoben habe.

"Für mein ganzes Berufsleben gilt: Mehdorn hält seine Planung ein", betonte der Bahn-Chef.

Auch nach der vorläufigen Absage des Börsengangs gibt sich der Bahnchef kämpferisch. Es habe sich für ihn "keine Sekunde" die Frage des Rücktritts gestellt, sagte Mehdorn.

Er sei kein "Handtuchwerfer" und rede "Klartext", könne aber auch was wegstecken. "Wenn die Welt der Meinung wäre, dass sie einen Eunuchen zum Bahnchef haben müsste, dann wäre ich der Falsche."

Kritik an der zweiten Preiserhöhung der Bahn in diesem Jahr will Mehdorn nicht gelten lassen. "Das ist betriebswirtschaftlich geboten."

Die Bahn leide wie alle unter steigenden Kosten. Vor allem die Energiekosten seien in den vergangenen zwölf Monaten um 30 Prozent gestiegen. "Unsere Kunden fahren heute zu Preisen von 1995.

Wenn wir die realen Kosten weitergeben würden, dann müssten die Preise weit stärker steigen."

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(sueddeutsche.de/dpa)