Es geht heiß her zwischen Aldi und den deutschen Bäckern: Sie verklagen den Discounter, weil er seine Brötchen entgegen der Werbung nicht bäckt - sondern nur bräunt. Jetzt muss wohl das Gericht entscheiden.
Ein Streit mit sprichwörtlich viel heißer Luft: Deutschlands Bäcker haben Aldi wegen irreführender Werbung für Brot und Brötchen verklagt. Der Discounter werbe damit, die Produkte aus seinen neu eingeführten Backautomaten für seine Kunden frisch zu backen, heißt es in einer Klageschrift des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks gegen Aldi Süd. Tatsächlich würden die Backwaren in den Backautomaten der Aldi-Filialen aber "nur erhitzt und/oder gebräunt".
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Zoff ums Gebäck: Deutschlands Bäcker verklagen Aldi, weil der Discounter mit angeblich frisch gebackenen Brötchen wirbt. (© ddp)
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Ob nun gebräunt oder gebacken: Aldi bietet seine Backwaren zu vergleichsweise günstigen Preisen an, Brötchen etwa kosten 15 Cent. Kunden müssen an den sogenannten Backshops in den Filialen auf einen Knopf drücken, kurze Zeit später kommt dann die warme Ware. Das Brot und die Brötchen kommen vom Bäckereikonzern Lieken. Bereits seit mehreren Monaten werden alle 1770 Aldi-Süd-Filialen in Süd- und Westdeutschland mit den Backautomaten ausgestattet, aus denen die Objekte des Streites kommen.
Für die Produkte aus seinen neuen Backautomaten wirbt Aldi mit Aussagen wie "Frisches von morgens bis abends" und "Ab sofort backen wir den ganzen Tag Brot und Brötchen für Sie". In der Klageschrift des Bäckerhandwerks heißt es dagegen, in Wirklichkeit würden in den Aldi-Filialen "keine Brote und Brötchen gebacken". Die sogenannten Backautomaten dienten nur "zum Erwärmen von vorgebackenen bzw. fertigen Broten und Brötchen". Aus Sicht des Verbrauchers werde an keiner Stelle deutlich, "dass tatsächlich ein Großbackunternehmen die wesentlichen Backschritte weit entfernt von den Filialen industriell vornimmt".
Was zu wenig ist, ist zu wenig
Daneben wirft Deutschlands Bäckerhandwerk dem Discount-Riesen vor, das Brot aus den Backautomaten unter irreführenden Bezeichnungen zu verkaufen und zu bewerben. Das Brot enthalte nicht die üblichen Mindestmengen an Mehl oder Getreide, heißt es in der Klageschrift. Konkret geht es dem Bäckerhandwerk um Roggenmischbrot und Dinkelvollkornbrot von Aldi.
Der Discounter warb damit, dass sein Roggenmischbrot aus dem Backautomaten 34 Prozent Roggenmehl enthält, das Dinkelvollkornbrot 42 Prozent. Die Leitsätze für Brot- und Kleingebäck des Deutschen Lebensmittelbuches schreiben für Roggenmischbrot aber einen Roggenmehlanteil zwischen 50 und 90 Prozent vor, für Dinkelvollkornbrot einen Anteil von mindestens 90 Prozent Dinkelerzeugnissen.
Das Deutsche Lebensmittelbuch ist eine Sammlung von Leitsätzen zur Erzeugung und der Beschaffenheit von Lebensmitteln. Die Leitsätze sind keine rechtlichen Normen, sollen aber die Gepflogenheiten unter Herstellern und Handel wiedergeben und auch die Erwartungen der Verbraucher spiegeln. Die Lebensmittelbuchkommission ist ein unabhängiges Gremium, arbeitet aber nach einer Geschäftsordnung des Bundesverbraucherschutzministeriums. Beim zuständigen Landgericht Duisburg ist die Klage indes noch nicht eingegangen, wie ein Sprecher sagte. Erst danach werde die Klageschrift Aldi zugestellt.
Von Aldi selbst lag zunächst keine Stellungnahme zu den Vorwürfen der Bäcker vor. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 14.500 Betrieben in Deutschland mit 291.000 Beschäftigten. Der Verband hatte zuvor versucht, Aldi mit einer Unterlassungserklärung dazu zu verpflichten, auf Werbung für die nach Ansicht der Bäcker nur vermeintlich frischen Backwaren genauso zu verzichten wie auf die Verwendung bestimmter Brotbezeichnungen, wenn die Mindestmengen von Mehl unterschritten werden.
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(suedeutsche.de/AFP/stl/pak)
Gelobt sei Aldi, denn endlich muss niemand mehr in die Stadt fahren um in der Back-Factory seine Brötchen zu kaufen. Ich meine damit die Zielgruppe von Menschen, die nicht in der Lage sind für ein BioBrötchen 0,80 EUR zu bezahlen. Selbst jene Zielgruppe die in der Lage ist diese Preise zu erbringen, weiß wiederum nicht, dass ihr soeben erworbenes Produkt aus solchen Fabriken wie schedel-biobrot entsprungen ist. Dieser Anbieter soll nur beispielsweise genannt werden, wobei die Produkte toll schmecken.
Die Vertreter des Bäckereihandwerks vertreten schon lange nicht mehr den Bäcker meines Vertrauens, sondern die Bäcker Eifler, Kamps,Wiener Hofbäcker usw.usw.
Insofern begrüße ich den AldiBackshop, denn endlich geht es den ganzen Ketten an den Hals. Und das nennt man wohl soziale Marktwirtschaft. Denn sozial ist, wer billig ist...Lachmichkaputt..
Für meinen Bäcker beginnt dann endlich wieder ein normales Leben, denn er wird endlich wieder für seine handgemachten Brötchen, aus frisch gemahlenem Mehl der nahegelegenen Biomühle mehr Kundenzuspruch finden. Denn nun kann der Kunde vergleichen was er mit seinem Kaufverhalten erreicht hat. Es stehen sich nur noch 15 Cent und 60 Cent gegenüber, denn mehr traut sich mein Bäcker nicht für ein Brötchen zu nehmen, er meint es wäre Wucher.
Allerdings gibt es ein Problem, am Samstagmorgen ist er um 8:30 Uhr ausverkauft
Und das Geschwafel des Zentralbäckereibedarf interessiert mich schon lange nicht mehr, denn sie haben die Ketten erst möglich gemacht.
Also freut Euch es gibt jetzt endlich wieder billige aber anderseits auch wieder gute Brötchen. Und in 2 -3 Jahren die Guten vielleicht auch wieder bei Euch, um die Ecke.
Genau solche Leute wie Sie meine ich... Ihnen ist wohl auch entgangen, dass es "schwierig" ist, Preise über 40 Jahre gleich zu halten. Ich kann Ihnen auch gerne sagen, wie das zuletzt ausgegangen ist: nicht gut!
Aber hauptsache billig, das ist des Deutschen Metier... wenn Sie schon darüber jammern müssen, ob das Kilo Brot jetzt 2€ oder 5€ kostet, was haben Sie dann eigentlich einen Internetanschluss?!
Sie haben beide recht. Ich kaufe mein Brot und meine Semmeln entweder bei Richard oder beim Hofpfister. Dort wird mit Sicherheit kein Teigling aufgebacken, sondern qualitativ hochwertig gearbeitet.
Das schlägt sich zwar auch zu meinem Leidwesen deutlich im Preis nieder - aber ganz offen: Den Mist, den viele heute als Semmeln oder Brot verkaufen, den würde ich nicht mal im Stall den Tieren verfüttern.
Bei den Produkten, die hier beschrieben werden, handelt es sich eher um "Brötchenähnliche Teigwaren", die - zumindest lässt der Name des Herstellers das vermuten - nicht frei von Chemie hergestellt werden.
Schon vor geraumer Zeit habe ich mich gefragt, wer "Brot" ist, dessen Teig Emulgator zugesetzt werden musste? Auch fand ich es wenig amüsant, als ich mir an sehr harten Krümeln im Brot beinahe ein Plombe kaputt gebissen habe. Letztlich - auch das steht für mich fest - schmecken die Produkte der hier benannten Firma nicht. Mit Brot vom Bäcker oder mit frischen Semmeln haben die Produkte ohnehin rein gar nichts zu tun.
Wer richtiges Brot essen will oder Wert auf Semmeln legt, der sollte einen echten Bäcker aufsuchen und lieber weniger Masse kaufen, dafür aber was mit Nährwert und ohne Chemie, Emulgatoren und Konservierungsstoffen.
Die 15 Cent sind - bei aller Sympathie für ALDI - keine gute Investition. Ich bezweifle stark, dass sich die Semmeln qualitativ von den Broten aus gleichem Hause positiv abheben. Leut's, lasst die Finger weg und kauft's richtige Backwaren.
Natürlich ist der Tchibo-Aufback-Laden kein *BÄCKER*
Natürlich gibt es auch unter den Bäckern Fertig-Striezel-Auftauer & -Bräuner.
ABER: Es gibt auch noch echte Bäcker. Leider werden die a) mit den Pfuschern in einen Topf geworfen und b) erkennen die Leute den Unterschied nicht bzw. versuchen es nicht einmal. Dem Kunden ist es schlicht wurscht, er schaut i.d.R. einzig und allein auf den Preis. Da schwadroniert einer von Monopol und münzt das auf die Bäcker. Man o mann. Monopol, das sind Aldi & Co! Hallo, aufwachen?! Schon mal mitbekommen, dioe Geschäftsmethoden? Schon mal mit einem Zulieferer gequatscht? Wo fliesst das Geld hin? Solange ich kann, werde ich mich dafür entscheiden, dass der Bäcker, der hier lebt und sein Geschäft hier hat und sein Mehl von der örtlichen Mühle kauft (was viel teurer ist, obwohl das Mehl nur 10km auf dem "Tacho" hat ... wie kömmts nur?! ), der seine Kinder hier in die Schule schickt und hier verwurzelt ist, mein Geld bekommt. Und nicht eine dubiose GmbH & Co. oHG, welche ihre Franchise-Nehmer wie Drogendealer über das Land verstreut und deren Inhaber zu den 20 reichten Menschen dieser Welt zählen! Wieso soll ich die Aldis "fett" machen? Wieso?
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