SZ: Sie fordern für die Bundesbank das Mandat der Finanzmarktstabilität. Was wollen sie konkret stabilisieren?
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Weber: Es ging mir seinerzeit um Folgendes: Bei der laufenden Aufsicht über die Kreditinstitute vor Ort prüfen unsere Teams, ob die Banken die regulatorische Eigenkapitalquote einhalten und ob ihr Risikomanagement angemessen ist. Seit der Finanzkrise ist klar, dass diese Einzelbetrachtung nicht ausreicht. Hinzukommen muss der Blick auf die Risiken im Finanzsystem als Ganzes. Diese Gesamtsicht haben insbesondre Notenbanken. Mittlerweile gibt es für diese Aufgaben ein europäisches Mandat für die Notenbanken.
SZ: Wenn die Notenbanken so gute Einblicke in das System haben, hätten sie die Krise doch vorhersehen müssen?
Weber: Die Notenbanken haben schon vor dem Ausbruch der Krise im Juli 2007 vor Risiken für die Finanzstabilität gewarnt. Im September 2008 kam aber die für niemanden absehbare Verschärfung durch die Insolvenz von Lehman hinzu. Aus einem Schwelbrand wurde ein Flächenbrand, dieser erforderte eine systemische Antwort.
SZ: Lassen sich die Reformvorhaben für das weltweite Finanzsystem angesichts der aktuellen Lichtblicke noch durchsetzen?
Weber: Es wäre jetzt völlig falsch, den Reformeifer zu verlieren, nur weil sich eine leichte Besserungen abzeichnet. Das Forum für Finanzmarktstabilität, dem die Bundesbank angehört, wird dem nächsten G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 24. September klare Handlungsempfehlungen unterbreiten. Kein Mensch hätte Verständnis dafür, wenn es noch einmal zu einer ähnlichen Krise käme, nur weil notwendige Reformen unterlassen wurden.
SZ: Ist die Furcht vieler Menschen berechtigt, dass die Folgen der Krise entweder Geldentwertung oder höhere Steuern oder beides sein werden?
Weber: Die Zentralbanken nehmen die Sorgen der Bevölkerung zur Preisentwicklung sehr ernst. Wir werden die Preisstabilität sichern, das ist unser Mandat. Darauf können sich die Bürgerinnen und Bürger verlassen. Die Inflationsraten sind seit einiger Zeit stark rückläufig und momentan sogar negativ. Mittelfristig gehen wir von Preisstabilität aus. Dass die derzeit hohe Überschussliquidität an den Finanzmärkten langfristig zu Inflation führt, fürchte ich nicht. Die Notenbanken haben die Zeit und sind entschlossen, diese Liquidität wieder einzusammeln.
SZ: Und die hohen Steuern...?
Weber: ...wären unvermeidbar, wenn es nicht gelingt, die öffentlichen Haushalte über die Ausgabenseite zu konsolidieren. Ein Teil der Mehrausgaben durch das Konjunkturprogramm ist zwar vorübergehend. Trotzdem besteht erheblicher struktureller Konsolidierungsbedarf. Die deutschen Schulden werden von 66 Prozent im Jahr 2008 auf rund 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2010 steigen. Die nächste Bundesregierung muss die Rückführung der Defizite zügig in die Wege leiten. Das muss ein zentrales Element des Koalitionsvertrags sein. Auch der europäische Stabilitätspakt und die nationale Schuldenbremse gebieten eine entschlossene Haushaltskonsolidierung.
SZ: Noch eine persönliche Frage. Sie gelten als Kandidat für die Nachfolge von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Trauen Sie sich das zu?
Weber: An solchen Spekulationen beteilige ich mich nicht. Als Bundesbankpräsident habe ich eine sehr interessante Aufgabe, darauf konzentriere ich mich.
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(SZ vom 17.8.2009/mel)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
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''Systemrelevanz: ...''
Schöne Geschichte. Ein Plädoyer für ein neues Naturgesetz.
Zumal wir feststellen können
Tinus77:
''Das System hat sich bewährt.''
In der EU bürgt der Steuerzahler in der Grössenordnung von einem Drittel der Wirtschaftsleistung für Banken.
Kennen Sie beide als Experten die Hauptfunktion einer Bank?
Streben nach angeblicher Systemrelevanz und sich durch den Steuerzahler schadlos halten?
IMMER WEITER SO
Kannst du nicht rechnen?
Nicht nur das deine Story nichts mit der Realität zu tun hat und ansich nur als dummes Prpagandamärchen der - am 27.09. wird abgerechnet - Linkspartei dienen kann, es ist zu dem auch noch mathematisch falsch!
Es sitzen am ende 3000 Fahrgäste im Zug, es sei denn es steigen nochmal 1000 dazu weil der Analyst auch die Haltbarkeit für 4000 bestätigt hat was aber mit keinem Wort erwähnt wird... aber wie auch immer - wenn man keine Argumente hat muss man halt Schmarn schreiben! Uff!
Zwar kein Beitrag zum Thema, aber eine schöne Geschichte,
Ein Lokführer, ein Investmentbanker und ein Analyst bekommen einen Zug mit 1000 Fahrgästen anvertraut. Mit ihm müssen sie über ein morsche Brücke fahren. Wer ankommt bekommt 1 pro Fahrgast.
Was passiert?
Der Lokführer: fährt erst gar nicht los. Er fühlt sich für die Sicherheit und das Wohlergehen seiner Fahrgäste verantwortlich - nicht für die Schatztruhe seiner Eisenbahnlinie und die neue Kutsche seines Chefs. Er ruft die Leitstelle und läßt die Brücke reparieren, dann erst fährt er los.
Der Investmentbanker: Fährt sofort los, um die 1000 Euro zu bekommen. Nachdem er über die Brücke gerast ist, ruft er die Leitstelle und läßt weitere Fahrgäste kommen, um die Gelegenheit zum Geld verdienen für sich zu nutzen. Die Eisenbahnlinie ist zufrieden, da sie durch den waghalsigen Investmentbanker nun auch mehr Geld verdient.
Der Analyst: "morsch" ist systemirrelevant und braucht als Risiko nicht weiter betrachtet werden. DIe Brücke ist in tadelosesten Zustand - die letzten Minuten ist ja nie was passiert. Er läßt weitere 2000 Fahrgäste zusteigen und überläß dem Investmentbanker für insgesmat 1500 den Zug mit den nun 2000 + 1000 = 3000 Passagieren. Für weitere 1000 gibt der Analyst dem Investmentbanker die Zusage, dass normalerweise auch 4000 Fahrgäste Zug und Brücke belasten können. In den letzten 10 Sekunden wäre ja auch nichts passiert, also geht das immer gut. Die Eisenbahnlinie gibt dem Analyst auch nochmals 3000, da der die Risiken der Überquerung weggerechnet hat und die Eisenbahnlinie nun dank der Einschätzung des Analysten und der blinden Arbeitswut des Bankers mehr verdienen kann.
Das ganze geht, wie sich jedermann mit gesunden Menschenverstand denken kann, nicht lange gut und die Brücke stürtzt ein - mit einem Zug, der 10.000 Passagiere geladen hat, ein Gewicht welche die Brücke selbst in intakten Zustand nicht verkraften würde.
Krankenhausaufenthalte, leider auch Beerdigungen musste die Angehörigen und Opfer selbst bezahlen, da die EIsenbahnlinie eigentlich über kaum eigenes Geld verfügte und eigentlich, trotz märchenhafter Gewinne bettelarm ist, da all das Geld, dass der Investmentbanker einfuhr sofort in die Schatztruhen der Gesellschafter gewandert ist.
Die großen Gewinner waren die Gesellschafter - diese haben aus geringen Eigenmitteln und puren Risiko zulasten der Allgemeinheit einen märchenhaften Gewinn gezaubert und für sich allein einbehalten.
Wahrscheinlich unter Umgehung der parlamentarische Kontrolle, sicher aber unter Umgehung der Information eigentlich am Ende zahlungspflichtigen heutigen und zukünftigen Steuerbürger, wurden jahrelang Hinterzimmerentscheidungen von allen Finanzministern und -politikern der Republik in Bund und Land gefällt, um die Teilnahme der deutschen Landesbanken und Privatbanken an der Immobilienlotterie weiter verschleiern zu können. Selbst Oberwächter "kein Bank darf pleite gehen" Steinbrück ist mindestens Mittäter, wenn nicht sogar maßgeblich für das Verhalten der WestLB verantwortlich.
Am 27.9 wäre der Tag der Abrechnung. Es wird langsam nur wohl allen klar, dass dann leider kaum eine Partei wählbar bleibt, da aus fast allen Reihen die Haupt- und Mittäter in großer Anzahl stammen.
Man hat mal eben in 10 Jahren die Ersparnisse drei Nachkriegsgenerationen auf den Kopf gehauen! Wir danken Ihnen, liebe Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien! Wir danken Ihnen von ganzem Herzen und wünschen Ihnen eine ungestörte, lange und genussvolle Pensionsempfangszeit! Da bliebe dann einmal viel Zeit zum Denken und Nachdenken! Bis heute hat es damit bei Ihnen ja nicht so wirklich geklappt.
Wissen Sie eigentlich, wem sie verpflichtet sind? Erinnern sie sich dunkel?
Systemrelevanz:
Ich versuche mal in einfachen Worten dir die Systemrelevanz näherzubringen, also die Banken sind über den Interbankenmarkt untereinander verknüpft - das heisst die Banken die überschüssige Einlagen (Kundengelder mit unterschiedlichsten Fälligkeiten) haben verleihen diese an Banken die Kapital benötigen. Das geschieht Täglich (Overnight), Wöchentlich und mit noch längeren Laufzeiten, je nachdem in welchem Konstrukt gerade Geld zur Verfügung steht oder benötigt wird.
Geht nun eine systemrelevante (große) Bank pleite passieren drei Dinge:
Verleihende KI (Kreditinstitute) müssen ihre Forderungen an diese Bank wertberichtigen (Abschreiben) und zwar auf das Niveau der zu erwartenden Konkursquote (ca. 10-20%) und machen damit Verluste die auf das Eigenkapital durchschlagen.
Die Forderungen der insolventen Bank werden per sofort Fällig gestellt um die Bank zu liquidieren.
Ein Moratorium wird über die Bank verhängt, also alle Zahlungsströme eingefroren und die Einlagen der Gläubiger sind vorerst nicht verfügbar.
Das hat folgende Folgen:
Die Solvenz der Verleihenden KI verringert sich da sich das Eigenkapital in Angriff genommen wird - es kann dazu kommen das kleinere KI die Anforderungen nach Basel II (min. 8% EK-Unterlegung) nicht mehr erfüllen, oder weniger Kreditvolumen vergeben können da kein ungebundenes EK mehr zu Vefügung steht. Weitere Moratorien und eine Kreditklemme entstehen.
Durch das Fällig Stellen der Forderungen des KI ensteht spontan ein ungedeckter massiver Kapitalbedarf in der Realwirtschaft, der aufgrund der zuvorgenannten Probleme nicht komplett oder nur zu untragbaren Konditionen gedeckt werden kann. Es drohen Insolvenzen von ansich gesunden Wirtschaftsbetrieben.
Das Moratorium der Bank schlägt wiedderrum direkt auf die Bevölkerung durch, es kann nicht mehr über Girokonten verfügt werden, Spareinlagen sind vorerst eingefroren, Gehälter können nicht mehr gezahlt werden.
Also ich weiss nicht wie du das nennst, aber ich nenn das Systemrelevanz - zumal ja nicht nur "Zockerbanken" in die Bedrullie kommen können, es kann auch die (angeblich so saubere) Sparkasse von nebenan sein die am Interbankenmarkt die Forderungen nicht wieder einbringen kann!
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