Ein Deal mit den russischen Partnern könnte es möglich machen: Magna greift nach Opel - und schnürt ein milliardenschweres Finanzpaket. Außerdem gibt es ein Versprechen.
Wer erhält den Zuschlag für den in Not geratenen Autohersteller Opel? Fiat gilt als möglicher Investor, doch der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna gilt bei Gewerkschaftsvertretern und der Bundesregierung als Favorit. Offenbar will Magna mit seinen russischen Partnern liquide Mittel in Höhe von fünf Milliarden Euro zur Übernahme von Opel aufbringen, wie die Rheinische Post unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichtet.
Opel - die GM-Tochter ist auf der Suche nach einem Investor. (© Foto: dpa)
Anzeige
Und: Magna gibt bereits Standort-Garantien ab. Demnach sollen alle vier deutschen Opel-Standorte erhalten bleiben.
Zum Investorenkonglomerat gehört auch der russische Autohersteller Gaz sowie die größte russische Geschäftsbank Sberbank. Sie wollen dem Bericht zufolge 31 Prozent an Opel übernehmen, Magna selbst strebt 19,1 Prozent an.
Verkauf noch bis Ende Mai
Bereits bis Ende Mai soll der Verkaufsprozess abgeschlossen sein, hieß es weiter. Die Zeit wird aber auch knapp, denn der von der Insolvenz bedrohte Opel-Mutterkonzern General Motors muss bis Ende Mai ein tragfähiges Zukunftskonzept vorstellen.
Spekulationen über ein Bündnis Opel-Magna-Gaz hatte es bereits in der vergangenen Woche im Markt gegeben, Gaz hatte allerdings ein Interesse dementiert.
- Thema
- Unternehmen RSS
- Opel im Überlebenskampf Schweigen in Detroit 28.04.2009
- Zulieferer Magna Der Schwarzenegger der Automobilindustrie 27.04.2009
- Rettung von Opel Arbeiten an der Mitgift 27.04.2009
- Opel: Ringen um die Zukunft Gesucht: ein Rundum-sorglos-Investor 27.04.2009
- Fiat, Opel, Chrysler Sergios Resterampe 24.04.2009
- Interview: Beiersdorf-Chef Quaas "Die Haut ist doch überall gleich" 17.05.2010
- Luxuskonzerne Italienischer Chic für China 15.05.2010
(sueddeutsche.de/dpa/mel/pak)
Neue Nutzungsbedingungen
Was passiert da eigentlich? Da ist eine US-amerikanische Firma am straucheln und steht kurz vor der Insolvenz. Diese Firma hat eine Deutsche Abteilung und inzwischen verhandelt die Bundesregierung über den Verkauf dieser deutschen Abteilung mit Investoren.
Hat die Bundesregierung das Verhandlungsmandat von der amerikanischen Mutter oder ist Opel schon längst im Besitz des deutschen Steuerzahlers und darüber wurde bisher geschwiegen?
Wer klärt mich auf?
Höchst interessant ist, dass Übernahmekonzepte beim Wirtschaftsminister abgegeben werden.
Was hat den der damit zu tun ????
Oder geht man hintenrum schon von einer VEB-Opel GmbH mit dem Alleingesellschafter BUND aus ???
Das stimmt, es sind Werte vorhanden. Aber: 1. Opel kommt mit den neuen Modellen 5 Jahre zu spät (immerhin von GM dank Forster teuer finanziert!). 2. Opel hat einen schlechten Namen (ewige Nummer 2) 3. Opel Marktposition ist sehr schwach und sehr anfällig. 4. GM / Opel haben es ganz klar verpasst, ihren Markt zu analysieren und ihre Produkte zu positionieren. Im Gegensatz zu Volkswagen / Audi. Chevys mit 3 Zylindern, Cadillacs die Opels sind... etc.
Es bräuchte Milliardeninvestitionen und die hat man nicht mehr.
Wer sagt, das Opel nichts mehr Wert ist? Also die vielen neuen Autos auf der Straße sagen mit etwas anderes. Und solange GM die kompletten Finanzen von Opel regelte, die Gewinne und Patente unterschlagen hatte, war Opel schlichtweg manövrierunfähig. Jetzt sind die brutalen Fesseln von GM endlich gelöst und Opel kann gedeihen. Wer die innere Struktur von GM kennt, weiß was ich meine.
Wer sagt, das Opel nichts mehr Wert ist? Also die vielen neuen Autos auf der Straße sagen mit etwas anderes. Und solange GM die kompletten Finanzen von Opel regelte, die Patente unterschlagen hatte, war Opel schlichtweg manövrierunfähig. Jetzt sind die brutalen Fesseln von GM endlich gelöst und Opel kann gedeihen. Wenn die innere Struktur von GM kennt, weiß was ich meine.
Paging