Produktionsstopp und der Ruf nach dem Staat: Der erfolgsverwöhnte Industrielle Ratan Tata bekommt mit voller Wucht die Finanz- und damit die Wirtschaftskrise zu spüren.
Die Wirtschaftskrise lähmt nicht nur die Hersteller teurer Autos, sondern auch die Hersteller von Billigautos: So stoppt Indiens größter Autohersteller Tata Motors wegen der rückläufigen Nachfrage seine Produktion im Werk in Jamshedpur.
Tata Motors (hier das Billigmodell Nano bei seiner Vorstellung im Januar) hat mit einer nachlassenden Nachfrage zu kämpfen. (© Foto: Reuters)
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Fünf Tage lang solle die Produktion ruhen, berichtete am Sonntag die Zeitung Financial Express. Damit solle verhindert werden, dass sich die Lagerhallen füllten.
Die Produktion in Jamshedpur war bereits Anfang des Monats für drei Tage ausgesetzt worden. Tata hat zudem Fertigungspausen in Pune und Lucknow angekündigt.
Unterdessen bittet der Luxus-Autobauer Jaguar Land Rover (JLR) die britische Regierung um Milliarden-Hilfe. JLR-Chef David Smith habe staatliche Unterstützung von etwa einer Milliarde Pfund (1,2 Mrd. Euro) gefordert, berichtete die Sonntagszeitung Sunday Times unter Berufung auf Regierungskreise. Premierminister Gordon Brown prüfe die Anfrage; eine Entscheidung könnte in den kommenden zwei Wochen fallen.
Etliche Jobs stehen auf dem Spiel
JLR wurde im März von dem indischen Firmenkonglomerat Tata für 2,3 Milliarden Dollar übernommen. Im derzeit schlechten wirtschaftlichen Umfeld sank jedoch auch bei dem Traditionsautobauer, der zuvor im Besitz von Ford war, der Absatz.
Bekäme JLR keine Hilfe, stünden zahlreiche Jobs in Großbritannien auf dem Spiel, schrieb die Sunday Times.
Derzeit bitten in den USA die drei großen Autohersteller Ford, General Motors (GM) und Chrysler um staatliche Hilfen. In Deutschland hat sich die GM-Tochter Opel an die Regierung gewandt.
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(suedddeutsche.de/Reuters/dpa/mel)
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